Schwere Unwetter und massive Regenfälle haben Teile der Schweiz heimgesucht und große Schäden verursacht. Auch die viel befahrene und wichtige Verbindungs-Autobahn A13 zwischen Norden und Süden ist betroffen.

Überschwemmung und Erdrutsche lassen Teile der Autobahn A13 wegbrechen

Nach einem Erdrutsch im Misox ist die A13 zwischen San Vittore und dem Nordportal des San Bernardino Tals gesperrt, teilt die Polizei Graubünden mit. Heftige Gewitter und Niederschläge führten am Freitagabend gegen 18 Uhr zu massiven Überschwemmungen und dazu, dass ein über 200m langer Teil der Autobahn völlig weggespült wurde und damit unpassierbar ist.

A13 nach heftigen Regenfällen gesperrt.
A13 nach heftigen Regenfällen gesperrt. Bildquelle: Polizei Graubünden

Menschen und Autos von Fluten mitgerissen

Die Wassermassen, die Geröll, Holz und Schlamm mit sich führten, rissen im Örtchen Sorte drei Häuser und Autos mit sich. Laut eigenen Angaben mussten sich die Einsatzkräfte der Polizei schwimmend in Sicherheit bringen, als ihr Fahrzeug bis zum Dach in den Fluten stand.

Suche nach Vermissten geht weiter

Die Suche nach drei Vermissten im Misox im Kanton Graubünden wurde am Sonntagmorgen wieder aufgenommen, berichtet der SRF. Inzwischen unterstützt die Schweizer Armee die Operation der Kantonspolizei mit Helikoptern, wie das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) auf X mitteilte.

Lostallo von der Außenwelt abgeschnitten

Auch der Ort Lostallo bleibt weiterhin von der Außenwelt isoliert. Am Freitagabend zerstörte eine Geröll- und Schlammlawine mehrere Häuser und die Zufahrtsstraße. Rettungskräfte berichten, dass die Steinlawine bis zu vier Meter hoch war, die auch den Abschnitt der Autobahn A13 durch den Erdrutsch weggerissen hatte. Wie lange die Sperrung noch andauern wird, ist derzeit unklar. Experten gehen von mehreren Monaten aus, da die Befestigung an dieser Stelle komplett neu aufgebaut werden muss.

Schwere Auswirkungen auf Reiseverkehr und Logistik

Laut einem Bericht von blick.ch werden die Reparaturarbeiten mehrere Monate in Anspruch nehmen. Besonders während der Ferienzeit ist diese Strecke neben der A2 eine wichtige Nord-Süd-Verbindung in der Schweiz, insbesondere bei Stau vor dem Gotthard-Tunnel.

Verantwortliche befürchten daher einen „Gotthard-Kollaps“ sowie einen „Versorgungsengpass“ für die Ostschweiz, da auch der Güterverkehr auf der San-Bernardino-Route betroffen ist. Urlauber aus Deutschland und Österreich sollten die Sperrung auf dem Weg Richtung Süden entweder über den Gotthard oder auch den Brenner umfahren und sich auf massive Vekehrsbeeinträchtigungen, Staus und zähfliessenden Verkehr einstellen.

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