Der Herbst steht vor der Tür und somit auch die Nebensaison. Nach der geschäftigen Hauptreisezeit im Sommer kehrt auf den Campingplätzen in ganz Europa nun wieder Ruhe ein. Wer nicht an Schulferien gebunden ist und es lieber entspannter hat, der freut sich ganz besonders auf den Beginn dieser stressfreieren Saison.

Obwohl viele Camper nach dem Sommer ihre Wohnmobile einmotten, gibt es durchaus zahlreiche Gründe, dies noch nicht zu tun. Vielmehr ist jetzt die Zeit, die vielen Vorzüge der weniger geschäftigen Jahreszeiten für sich zu nutzen. Im Nachfolgenden werden wir ein paar Vorteile der Camping Nebensaison auflisten.

Niedrigere Preise in der Camping Nebensaison

Wie überall im Tourismus sind die Preise in der Hochsaison aufgrund der hohen Nachfrage um einiges höher als in der Zwischen- oder Nebensaison. So kann man beim Camping nach dem Sommer richtig viel Geld sparen, denn alles wird günstiger: Stellplatz-Miete, Eintrittspreise bei Sehenswürdigkeiten, Kosten für Fähren und auch Vignetten. Selbst das Einkehren in Restaurants und Eisdielen in den touristischen Urlaubsorten kann zur Nebensaison bessere Preise bedeuten.

Gerade für Camping-Anfänger könnte diese Zeit für einen Schnupperurlaub perfekt sein! Die Vermieter werden ihre Preise senken und man kann für vergleichsweise wenig Geld ein vollausgestattetes Wohnmobil mieten. Auch die Mindestmietdauern, wie sie in der Hochsaison üblich sind, gehen erfahrungsgemäß zurück, so dass ein Trip übers Wochenende in greifbarer Nähe ist.

Vorreservierungen nicht mehr zwingend nötig

Durch den anhaltenden Camping-Boom war es dieses Jahr in vielen Fällen unmöglich ohne Reservierung einen Stellplatz zu ergattern. Sehr zum Erstaunen erfahrener Camper wurden diese schon am Eingang vieler Campingplätze aufgrund von Überfüllung abgewiesen. Viele machten auf verschiedenen sozialen Netzwerken ihrem Ärger Luft. Viele sträuben sich vor einer Vorreservierung, da hier die für sie essentielle Flexibilität und vor allem Spontanität des Campings verloren geht.

Nun mit dem Beginn der Nebensaison sollte sich dieses Stellplatz Problem von alleine erledigen und man kann sich wieder trauen, ohne Reservierungen „ins Blaue“ zu fahren.

Nebensaison voller Naturschönheiten

Gerade im Herbst schenkt uns die Natur farbenprächtige, malerische Kulissen: die Blätter der Bäume verfärben sich, durch weniger Hitze und mehr Niederschlag werden die Berge und Täler wieder etwas grüner. Wo im Sommer Waldbrände herrschten kehrt Ruhe ein und die Natur kann sich endlich wieder erholen.

Doch nicht nur der Herbst bietet wunderschöne Naturlandschaften! Auch der Winter kann vor allem bei Neuschnee und Sonnenschein die Umgebung in ein wahres „Winterwonderland“ verwandeln. Der Frühling besticht durch seine Farben und Düfte und macht einen Aufenthalt mit dem Wohnmobil inmitten der aus dem Winterschlaf erwachenden Natur zu einem wahren Erlebnis aller Sinne.

Wohnmobilreise-Camping-Nebensaison

Angenehme Temperaturen

Oft werden Herbst und Winter nicht als typische Jahrezeiten für Wohnmobilreisen angesehen. Man stellt sich kaltes, nasses und somit ungemütliches Wetter vor und wird durch diesen Gedanken schnell abgeschreckt.

Doch der Schein trügt! Gerade der goldene Herbst lockt mit angenehmen Temperaturen, die von vielen besser vertragen werden als die brüllende Hitze und Dauerschwitzen im Sommer. Schon mit einer guten Heizung sowohl im Wohnmobil als auch im Vorzelt hat man die nötigen gute Voraussetzungen für einen angenehmen Aufenthalt, auch wenn die Temperaturen etwas frischer werden.

Wer der Kälte gänzlich aus dem Weg gehen möchte, der findet in den südlichen Regionen Europas wundervolle Plätze, um die Camping Nebensaison auch bei angenehmen Temperaturen genießen zu können. Vor allem Inseln wie Sardinien und Korsika sind zu diesen Jahreszeiten sehr beliebt, aber auch das Festland hat mit Italien, Spanien, und z.B. Kroatien sehr viele schöne Orte zu bieten.

Geringere Wartezeiten und Staus

Zur Hochsaison muss generell vermehrt mit Staus gerechnet werden. Gerade zum Ferienbeginn und zu den Wochenende scheint stockender Verkehr unausweichlich zu sein. Dies kann praktisch gänzlich aus dem Weg gegangen werden, wenn man zu Zeiten reist, zu denen die Straßen nicht durch Urlaubsreisende frequentiert werden.

Auch die Wartezeiten und Schlangen bei Attraktionen und Sehenswürdigkeiten werden kürzer und somit der Besuch dieser um einiges entspannter.

Weniger Kinder auf den Campingplätzen

Die Sommerferien sind zu Ende und die Camper-Familien mit schulpflichtigen Kindern haben die Campingplätze verlassen. Wo zuvor reges Treiben herrschte kehrt nun wieder mehr Ruhe ein.

Ein sehr kontroverses Thema, das in den einschlägigen Facebook-Gruppen von Campern immer sehr hohe Wellen schlägt und Diskussionen entfacht. Einerseits sind Wohnmobilreisen gerade für Familien optimal und andererseits gibt es auch solche Camper, die sich durch Kinder eher gestört fühlen. Wer selbst (noch) keine Kinder hat oder diese schon das Nest verlassen haben, kann die anstehende Nebensaison nutzen und nun entspannter auf Reisen gehen.

Tipp: Traditionelle Campingplätze sind schon immer ein Schmelztiegel der verschiedensten Camper-Konstellationen gewesen: Familien, Pärchen, Singles, mit/ohne Hund etc. Inzwischen gibt es jedoch auch Adults-only Campingplätze, die Stellplätze nur für erwachsene Gäste anbieten. Wer generell keine Familien mit Kindern als Nachbarn haben möchte, der sollte sich im Vorhinein informieren, welche Campingplätze für sie in Frage kommen würden. Dasselbe gilt auch für Camper, die sich durch Hunde gestört fühlen.

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Locals genießen die Camping Nebensaison

Viele Urlaubsorte leben vom Tourismus und sind froh, dass Reisen nun soweit wieder möglich sind, um ausreichend Gäste empfangen zu können. Trotzdem ist jeder Einheimische – auch „Local“ genannt – froh, wenn die Hochsaison eine Pause einlegt, da diese hin und wieder recht anstrengend sein kann. Was für die einenUrlaub ist bedeutet für andere Arbeit ohne Pause und auch Verzicht auf vieles. Wenn alle Strände, alle Wahrzeichen, alle Sehenswürdigkeiten, alle Innenstädte überfüllt sind, ziehen sich Locals ganz gerne zurück und beschränken den Kontakt mit den Touristen auf die Arbeit.

Mit dem Beginn der Nebensaison haben auch die Einheimischen wieder mehr Zeit für sich und ihre Familien. Sie können die wunderschöne Umgebung, in der sie glücklicherweise leben, auch wieder selbst genießen. Die Menschen werden entspannter und der Stress weicht, so dass man sich wieder mehr Zeit für die einzelnen Gäste nehmen kann. Statt Massenabfertigung ist endlich ein persönlicherer Kontakt mit den Toruisten möglich, was es für beide Parteien einfacher und angenehmer gestaltet.

Fazit

Nicht nur in den Sommermonaten lohnt sich eine Reise mit dem Wohnmobil. Mit der richtigen Ausrüstung kann man tatsächlich das ganze Jahr hindurch diesem wundervollen Hobby nachgehen.

Durch die günstigen Preise vor allem auf den Campingplätzen und bei der Wohnmobil Miete ist es vor allem für unerfahrene Camper die beste Möglichkeiten, diese Art von Urlauben für sich zu testen.

Vorteile und Gründe für Wohnmobilreisen ausserhalb der Hochsaison gibt es zu genüge und dem Abenteuer auf 4 Rädern steht nichts im Wege.

Foto von iStockphoto.com von Elenathewise, naumoid und LuckyBusiness

Herbst- und Wintersaison

Wie halte ich mich beim Camping warm?

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Das Campingjahr wird unterteilt in Hochsaison, Zwischensaison (Mitte Mai, Juni, September) und Nebensaison (Januar, Februar, März, April, Oktober, November, Dezember).

In Frankreich ist die Nebensaison in der Zeit zwischen 1. November und 31. März und die Hochsaison zwischen 1. April und 31. Oktober.