Freiheit, Natur und Unabhängigkeit… noch nie waren diese Begriffe so bedeutend wie heute. Für viele ist das Wohnmobil schon längst der Inbegriff eines Lebensgefühls geworden, welches diese Bedürfnisse mit Leichtigkeit erfüllt. Doch es gibt unter den Wohnmobilisten noch eine spezielle Art von Urlaubern, die das gewisse Extra suchen, genauer gesagt das Abenteuer bzw. die Herausforderung. Camping- und Stellplätze sind ihnen zu voll, zu organisiert, zu langweilig. Neue Wege und Ziele abseits der typischen Touristen-Hotspots wollen gefunden werden.

Autarke Abenteuer mit dem Wohnmobil

Wer träumt nicht davon bis zum Ende der Straße zu fahren… und dann noch ein Stück weiter? Ganz nach dem Motto: no road, no problem! Oftmals erfüllen sich Menschen diesen Wunsch, indem sie sich mit dem Mountainbike, Motorrad oder dem Geländewagen noch weiter in die Natur vorwagen. Doch auch mit dem Wohnmobil sind keine Grenzen mehr gesetzt: Offroad-Camper – auch Expeditionsmobile genannt – sind Fahrzeuge, die dem Besitzer erlauben, noch ein Stück weiter vorzudringen und nicht durch das Ende des Asphalts limitiert zu werden.

Wer also Abenteuerurlaub abseits der Massen sucht und dabei auch unerschlossenere Gebiete ohne befestigte Straßen und ohne stabilen Internetanschluss gerne in Kauf nimmt, der ist bei den Offroad-Fahrzeugen genau richtig. Mit genügend Lebensmittelreserven, großen Wassertanks, ausreichend Gas zum Kochen, einer Solaranlage zur Stromversorgung und z.B. einem Generator zum Heizen ist man auch für Tage ausserhalb der Zivilisation gut vorbereitet.

Individuelle Interessen und Prioritäten ausschlaggebend

Komplett auf sich alleine gestellt zu sein ist eine Herausforderung, die seinen Reiz hat, jedoch auch ein bisschen Mut und Selbstbewusstsein erfordert. Wie bei fast allem, sollte man erst ein paar einfachere Erfahrungen sammeln, dabei eigene Limitationen entdecken und akzeptieren lernen, bevor man sich kopfüber in die Wildnis stürzt. Diese Art von Reisen sind nicht für jedermann, wer sich im Urlaub eher am Pool in einem All-Inklusiv Resort sieht als in der freien, oft rauen Natur beim Wandern, Kajak fahren, Angeln oder Mountainbiken, der wird beim Wildcampen höchstwahrscheinlich nicht glücklich. Wahre Fans dieser Hobbies hingegen finden mit dem Offroad-Wohnmobil ihre wahre Berufung.

Doch auch bei den Offroad-Campern gibt es große Unterschiede in der Ausführung, Design und Eigenschaften. Um den richtigen für die eigenen Interessen zu finden, lohnt es sich die unterschiedlichen Fahrzeugtypen etwas genauer zu studieren. Eine erste, recht kurzweilige, jedoch sehr informative Übersicht findet ihr z.B. hier:

Reiseziele und hiesige (Stellplatz-)Regeln recherchieren

Reiseziele für Expeditionsmobile gibt es mehr als genug: in Deutschland sind Gebiete wie z.B. der Schwarzwald, sowie der bayrische Wald als auch die Küstenlandschaft von Schleswig-Holstein gerade im Sommer und für Offroad-Neulinge gute Gebiete, um die ersten Eindrücke zu sammeln. Wen es doch eher ins Ausland zieht wird in Skandinavien weite Gebiete finden, die für Offroad-Camping wie gemacht scheinen. Spanien bietet sehr viel Abwechlung mit der Sierra Nevada und den Pyrenäen, während Frankreich vor allem im Süden mit atemberaubenden Landschaften überzeugt.

Natürlich sollte man sich wie vor jeder Reise ausreichend vorbereiten und genau in Erfahrung bringen, wo man mit den Offroad-Campern ohne Probleme übernachten kann. Dies ist von Land zu Land und sogar manchmal von Region zu Region unterschiedlich. Eine genaue Recherche ist also unabdingbarer Teil einer gut durchdachten Urlaubsplanung, denn trotz großer „Abenteuerlust“ hat sicher niemand Freude daran, „abenteuerliche“ Strafen bezahlen zu müssen.

Foto von Tom Swinnen von Pexels