Frankreich-Urlauber und Menschen, die das europäische Land gerade mit dem Auto oder Wohnmobil durchqueren müssen, haben derzeit ein großes Problem: der Sprit ist knapp und vielerorts gibt es schlichtweg keinen mehr. Wer Glück hat darf noch rationiert tanken und bekommt dann aber in der Regel nicht mehr als 30 Liter.

Warum herrscht in Frankreich aktuell Spritknappheit?

In den sozialen Medien, Wohnmobil-Foren und Wohnmobil-Gruppen gibt es aktuell hitzige Diskussionen darüber, warum es einem europäischen Land wie Frankreich überhaupt so weit kommen konnte. Corona, der Ukraine-Konflikt, preisbedingter Tank-Tourismus, bis hin zu wilden Verschwörungstheorien sind hier zu lesen.

Fakt ist: es gibt eigentlich ausreichend Kraftstoff in den Lagern, nur leider kann dieser auf Grund eines großen Streiks in Frankreich nicht bis zu den Tankstellen geliefert werden.

über ein Drittel der Tankstellen in Frankreich betroffen

Das französische Energieministerium hat aktuelle Zahlen veröffentlicht, die besagen, dass über ein Drittel der Tankstellen Versorgungsprobleme hat oder bereits leergetankt ist.

Am stärksten betroffen ist aktuell Nordfrankreich, wo bereits 40 Prozent aller Tankstellen ausgefallen sind. Aber auch im Großraum Paris sowie in Südfrankreich werden Benzin und Diesel knapp.

Gründe für den Kraftstoffmangel in Frankreich

Die Kraftstoffknappheit hat einen einzigen Grund – Streiks in mehreren großen Raffinerien und Kraftstofflagern. Seit Ende September haben die Mitarbeiter ihre Tätigkeit hier eingestellt und fordern höhere Löhne. Betroffen sind vor allem Unternehmen wie Total Energies und Exxon Mobil.

Die französischen Medien berichten seit Tagen über Bilder von langen Warteschlangen vor den Tankstellen und viele Pendler klagen, dass sie nun nicht mehr mit dem Auto zur Arbeit fahren können.

Präsident Macron mahnt zur Geduld und verspricht Lösungen

Die Situation an den Tankstellen ist so angespannt, dass sich Präsident Emmanuel Macron sogar kurz vom informellen EU-Gipfel in Prag aus zu Wort meldete – und zur Ruhe mahnte. Wer jetzt auf Vorrat tankt, verschlimmerte nur das Problem. Die Regierung wird schnell handeln, beteuerte Macron am Freitag. „Es gibt kein allgemeines Versorgungsproblem“, versicherte auch sein Verkehrsminister Clément Beaune am Wochenende. Ausnahmsweise dürfen Tankwagen nun auch am Wochenende fahren, um die Zapfsäulen aufzufüllen. „Die Lage wird sich im Laufe der Woche entspannen“, versprach Premierministerin Élisabeth Borne.

Wohnmobil-Reisende müssen sich deshalb wohl noch einige Tage auf Entspannung der Situation warten und möglicherweise besser einen Zwischenstopp auf einem der französischen Campingplätze oder Stellplätze machen.

Mit dem Wohnmobil durch Südfrankreich

Ein Wohnmobil Reisebericht

Du wolltest schon immer mal mit dem Wohnmobil durch den Süden Frankreichs reisen? Dann können wir Dir diesen umfangreichen Reisebericht nur ans Herz legen.