Wohnmobilfahrer, die innerhalb Europas unterwegs sind, denken sich häufig „Vereintes Europa und dennoch geteiltes Europa“. Und das bezieht sich nicht nur auf die unterschiedlichen Gasanschlüsse für die Gasflaschen.

Ist das Befahren deutscher Straßen für die meisten Fahrzeuge frei (Ausnahme: Fahrzeuge ab 7,5 t zulässigem Gesamtgewicht, die ausschließlich für den Güterverkehr unterwegs sind), so zahlt man in vielen anderen europäischen Ländern Gebühren verschiedenster Höhe und Form. Sie werden entweder mittels einer Vignette, einer speziellen Box oder aber direkt vor Ort an Mautstationen beglichen. Gleichgültig, ob Go-Box, Maut-Box, Telepass, Telemaut, Videomaut oder wie sie heißen, das System ist ziemlich unübersichtlich.

Wir wollen dir heute in erster Linie die Go-Box für Österreich vorstellen, sowie einen knappen Überblick über Boxen und Mautpflicht in anderen europäischen Ländern geben.

Was ist eine Go-Box ?

In Österreich gibt es eine Go-Box, dabei handelt es sich um ein kleines elektronisches Gerät – auch Transponder genannt –, das an der Frontscheibe deines Wohnmobils kraft Mikrowellentechnik mit an den Strecken verteilten Mautportalen kommuniziert. Vorgeschrieben sind sie für Fahrzeuge über 3,5 t zulässigem Gesamtgewicht.

Die ASFINAG – Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft – ist für Planung, Bau und ordnungsgemäßen Ablauf des Betriebs der mautpflichtigen Straßen sowie für die Erhebung der Maut – also auch für die Go-Box – verantwortlich.

Die Definition ist relativ einfach, die Handhabung im Prinzip auch, sofern man alles richtig macht, womit ich persönlich sehr negative Erfahrungen gemacht habe, doch dazu später.

Wer benötigt sie und wann?

Die Republik Österreich schreibt allen Fahrzeugen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 3,5 t die Anbringung einer Go-Box an der Frontscheibe des Fahrzeuges vor, wenn diese auf nationalen Schnellstraßen und Autobahnen unterwegs sind. Eine andere Form der auch LKW-Maut genannten Gebühr gibt es nicht.

Wer unter 3,5 t liegt, begleicht die Maut mit einer Vignette, die entweder an der Grenze oder bereits daheim käuflich erworben werden kann. Sie ist kostenmäßig abhängig von der gebuchten Zeit.

So zahlst du beispielsweise aktuell (2022) für eine Jahresvignette 93,80 Euro und 9,60 Euro für eine 10-Tages-Vignette (das ist das Minimum).

Wo gilt die Box?

Bis auf wenige Ausnahmen sind alle österreichischen Schnellstraßen und Autobahnen gebührenpflichtig. Es gibt zudem Sondermautstrecken mit erhöhten Tarifen. Zurzeit sind das:

  • A9,  Pyhrn Autobahn: Gleinalm- bzw. Bosrucktunnel
  • A10,  Tauern Autobahn/Tauerntunnel
  • A11,  Karawanken Autobahn/Karawankentunnel
  • A13,  Brenner Autobahn/Brennerpass
  • S16,  Arlberg Schnellstraße, Abschnitt Arlbergtunnel
  • A12, Unterinntalstrecke (Staatsgrenze bei Kufstein bis Knoten Innsbruck/Amras) plus 25 % auf den Grundkilometertarif

Achtung: Wohnmobile sowie andere Fahrzeuge über 3,5 t müssen auf den Sondertarifstrecken die äußerst rechte Fahrspur benutzen.

Go-Box vs. Maut-Box: was ist der Unterschied?

Maut-Boxen sind ebenfalls kleine Transponder, die für Fahrzeuge über 3,5 t vorgesehen sind. Sie werden an Bord installiert und sorgen dafür, dass Autobahnmaut oder andere Streckengebühren automatisch bezahlt werden können. Die Go-Box ist also eine Maut-Box, die speziell in Österreich verwendet wird.

Soweit zur allgemeinen Definition, nun zur österreichischen Go-Box.

Wie sieht die Go-Box aus?

Die Go-Box sieht relativ unscheinbar aus, misst 11,5 cm x 6,5 cm x 2,7 cm, wiegt lediglich 100 g und ist an der Oberseite hellgrau sowie an der Rückseite orange. Sie besitzt vier LED-Leuchtanzeigen, einen Bereich zum Draufdrücken (Taster), einen Mini-Lautsprecher und im „Innenleben“ einen integrierten Summer, der dir akustisch anzeigt, wann die Box Kontakt mit einem Mautportal hat und ob dieser noch gebührenmäßig abgedeckt ist.

Go-Box

Wie und wo muss das Gerät befestigt werden?

An der Go-Box befinden sich zwei Klettklebestreifen, mittels denen du die Box an der unteren Innenseite deiner Wohnmobilwindschutzscheibe befestigen musst. Dabei ist es ausschlaggebend, dass die Go-Box an der richtigen Stelle montiert wird, um (richtig) mit den Mautportalen kommunizieren zu können. Klartext:

  • Die Bedientaste muss ins Wageninnere zeigen.
  • Die Go-Box muss zwischen Lenkrad- und Fahrzeugmitte platziert werden.
  • Die Go-Box muss mindestens 10 cm über dem in Ruhestellung befindlichen Scheibenwischer befestigt sein.
  • Die Go-Box muss mindestens 30 cm unterhalb der oberen Kante der Windschutzscheibe platziert sein.
  • Die Go-Box darf sich in keinem Fall in einem Tönungsbereich befinden.
  • Im Umkreis von etwa 10 cm sollen sich weder Sonnenblenden noch andere Gegenstände befinden.

Wie funktioniert die Go-Box?

Wie eingangs bereits erwähnt, kommunizieren die Go-Boxen mittels spezieller Mikrowellentechnik mit den an den Strecken verteilten Mautportalen. Das bedeutet, dass die Gebühr automatisch abgebucht wird, sobald du unter dem Mautportal hindurch fährst.

Betrieben wird der Transponder durch eine Batterie, die laut der zuständigen ASFINAG fünf Jahre halten soll, was sie aus meiner bisherigen Erfahrung heraus auch tut (Meine Box ist fast 5 Jahre alt und funktioniert laut LED- Leuchtanzeigen noch.). Sollte sie dennoch einmal nicht mehr funktionieren, verspricht der Vertreiber, dass du sie in jeder Vertriebsstelle kostenlos ausgetauscht bekommst.

Die Mautgebühren errechnen sich aus:

  • der Anzahl der vorhandenen Achsen (ohne Anhänger)
  • der Euro-Emissionsklasse
  • den gefahrenen Kilometern

 

Go-Box Leuchtanzeigen

Die Go-Box besitzt 4 Leuchtanzeigen: 2,3 und 4 für die mögliche Achsanzahl sowie S für „Status“. Mittels des Tasters kannst du den technischen Zustand deiner Box überprüfen und eventuell die Zahl der Achsen ändern, sofern sie bei der Einstellung nicht fixiert wurden. Über den Mini-Lautsprecher bekommst du an den durchfahrenen Mautportalen ein akustisches Signal, das besagt, dass die Maut korrekt bezahlt ist (oder auch nicht).

Tipp: beim Kauf unbedingt nach einer GO-Box für Wohnmobile fragen. Bei dieser ist die Mindest-Achsanzahl fest eingestellt und kann nicht mehr verändert werden. Die Achse deines Anhängers zählt dabei nicht mit, somit können Wohnmobile ihre Anhänger unentgeltlich mitführen.

Übersichtstabelle: Go-Box Statusabfrage

Eine Übersicht über die Leuchtanzeigen der Go-Box, was welche Leuchte bedeutet und was dies über den Status der Go-Box aussagt, ist hier zusammengefasst:
Achsleuchtanzeige 2,3,4S...bedeutetGo-Box ist...
binkt 1x grünbinkt 1x grünBeim Durchfahren eines Mautportals ist ein kurzer Signalton zu hörentechnisch okay
blinkt 2x grünblinkt 2x rotGuthaben liegt unter 30 € (bei Pre-Pay)  Go-Box rechtzeitig (!!) aufladen.technisch okay
blinkt nichtjablinkt 4x rot oder gar nichtNicht mehr auf mautpflichtigen Straßen fahren! Nächste GO-Vertriebsstelle anfahren und evtl. fehlende Zahlung nachholennicht okay
blinkt nicht blinkt nichtNicht auf mautpflichtigen Straßen fahren! Nächste GO-Vertriebsstelle anfahren und evtl. fehlende Zahlung nachholennicht okay

Du solltest unbedingt auf akustische Signale deiner Go-Box achten, die dich auf deiner Fahrt durch ein Mautportal über den Stand deiner Box beziehungsweise deiner bezahlten Maut informieren. Leider ist mir dies aufgrund zu lauter Musik im Wohnmobil einmal entgangen, was viel Ärger und horrende Strafen einbrachten. Dazu mehr unter dem Punkt „Probleme“.

Go-Box Signaltöne

Und das bedeuten die Signaltöne:

Signalton...bedeutetErforderliche Aktion
1 kurzer Ton Transaktion ist okay-
2 kurze Töne Transaktion ist okay, allerdings könnte es sein, dass das Pre-Pay-Guthaben zu Ende geht, ODER eine mögliche Datenänderung ansteht, ODER die GO-Box getauscht werden muss, ODER bestimmte Fristen bald ablaufen.Die nächste GO-Vertriebsstelle sollte angefahren werden.
4 kurze Töne Transaktion ist nicht okay: Maut wurde nicht abgebucht ODER GO-Box ist gesperrtInnerhalb von 5 Stunden/100 km muss die Maut an einer GO-Vertriebsstelle nachgezahlt und die Go-Box entsperrt werden.
Kein Ton keine Transaktion Infos beim ASFINAG Service Center einholen.

Achtung: Signaltöne informieren nicht über falsche Einstellungen bezüglich Achsanzahl oder Euro-Emissionsklasse.

Wo kann man die Go-Box kaufen?

Eine Go-Box bekommst du gegen eine Bearbeitungsgebühr von 5 Euro an jeder Vertriebsstelle, die das „Go“-Zeichen aufweist.

Normalerweise vertreiben auch deutsche Tankstellen im Grenzbereich die österreichischen Go-Boxen (Wo du ebenfalls das „Pickerl“ – Vignette – bekommst.).

Dazu benötigst du folgendes:

  • Zulassungsbescheinigung (aus der normalerweise folgendes hervorgeht):
    • Kfz-Kennzeichen,
    • Land der Zulassung
    • Fahrzeugart (also  Wohnmobil >3,5 t)
    • Antriebsart
    • EURO-Emissionsklasse
    • Name & Anschrift
    • E-Mail-Adresse
  • Gegebenenfalls noch Personalausweis

Beim ersten Erwerb werden Kfz-Kennzeichen und Zahlungsart eingegeben. Die Go-Box ist somit also mit einem bestimmten Wohnmobil/Fahrzeug verknüpft. Sind alle Daten registriert und die Bezahlung abgewickelt, bekommst du eine Fahrzeugdeklaration, auf der sich deine persönliche Identifikationsnummer (Personal Account Number – PAN) oder deine Fahrzeuggerätenummer (OBU-ID) befinden.

Wichtig: Überprüfe sofort und lasse eventuelle Fehler umgehend korrigieren! Diese Fahrzeugdeklaration solltest du am besten immer dabei haben, wenn du durch Österreich fährst.

Go-Box online kaufen

Online kannst du eine Go-Box nur bestellen, wenn du bereits eine aktive Go-Box besitzt oder Go Direkt nutzt. Bei Go Direkt verrechnet die ASFINAG die Kosten direkt mit dir. Bezahlt werden kann übrigens im Pre-Pay- oder im Post-Pay-Verfahren.

Mehr Infos dazu unter go-maut.at/go-direkt. Schau am besten auch unter go-maut.at/selfcare-portal/ nach

Wie lange gilt die Go-Box?

Beim Pre-Pay-Verfahren hat die Go-Box eine Gültigkeit von zwei Jahren (gerechnet ab der letzten Aufladung). Post-Pay-Kunden können auf eine lange Laufzeit hoffen, nämlich solange, bis die Batterie leer ist, folglich bis zu 5 Jahre.

Wie lange ist das Guthaben auf dem Gerät gültig?

Pre-Pay-Guthaben sind (s.o.) nur maximal zwei Jahre gültig. Lädst du jedoch innerhalb der nächsten fünf Jahre wieder auf, kommt zum neuen Guthaben das alte Restguthaben hinzu.

Drei Jahre nach Aufladen – ohne wiederholtes Aufladen – verfällt das Restguthaben, es sei denn, du gibst die Go-Box zurück.

Strafen für die nicht ordnungsgemäße Nutzung

Wer ein Wohnmobil mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 3,5 t fährt und die Go-Box nicht ordnungsgemäß benutzt, muss mit extrem hohen Strafen rechnen.

Konkret:

  • Das Fahren ohne Guthaben bedeutet eine sogenannte „Ersatzmaut“ von 240 Euro.
  • Fahren ohne Go-Box kostet über 1.000 Euro.
  • Auch falsche Eintragungen bei der Registrierung kosten 240 Euro.

Verweigerst du die Zahlung der Ersatzmaut, wird ein Strafverfahren gegen dich eingeleitet. Das bedeutet wiederum, zusätzliche Kosten von 300 Euro bis 3.000 Euro. Laut Information liegt es im Ermessen des bearbeitenden Beamten, ob er ein Strafverfahren einleitet oder eine Ersatzmaut verlangt.

Ob du zu den sogenannten „Mautprellern“ gehörst, kann entweder mittels Kontrollen seitens autorisierter Personen oder automatischem, kamerabasiertem Kontrollsystem ermittelt werden.

Für Interessierte: meine persönliche Erfahrung mit Go-Box Strafen

Ich gehörte einmal leider unwissentlich zu den „Mautprellern“. Folgendes trug sich vor ein paar Jahren zu: Wir übernachteten am Königssee in Berchtesgaden und wollten über Österreich und Slowenien nach Kroatien. Im näheren Umkreis waren überall Tankstellen und Geschäfte, die Schilder mit der Aufschrift „Hier Vignetten!“ oder „Hier Go-Boxen“ präsentierten. Nachdem wir vergeblich sechs solcher Geschäftsstellen abgeklappert hatten, fuhr ich auf die Autobahn und über die Grenze, wissend, dass in ein paar Kilometern eine Raststätte sei, von der ich glaubte, eine Go-Box zu bekommen.

Von einem österreichischen Polizisten angehalten, schilderte ich ihm mein Problem. Er war sehr nett, meinte, das würde mich eigentlich über 1.000 Euro kosten, ich solle aber umgehend auf die nächste Raststätte fahren. Gesagt getan. Dort gab es die Go-Box. Ich wurde nach meinen Papieren gefragt und wie viel ich aufladen wolle. Ich schilderte ihm meine direkte Route, womit er den Betrag errechnete und die Go-Box entsprechend auflud. Alles funktionierte. Auf der Rückfahrt – wir hatten eine Umleitung von 6 km – hörten wir das Signal unserer Box erst verspätet, weil wir laut Musik hörten. Aber schließlich waren wir ja in 6 km in Deutschland…

Wenige Wochen später bekam ich eine Verwarnung von beinahe 500 Euro, weil die Go-Box nicht aufgeladen sei. Ich schilderte mein Problem sowie meinen Frust – zugegebenermaßen sehr „deutlich“ – und bekam die Hälfte der Strafe erlassen. Ich zahlte zähneknirschend den Betrag. Kurz darauf kam ein weiteres Schreiben, in dem nochmals 250 Euro verlangt wurden. Bei einem Telefonat stellte sich heraus, dass das deswegen war, weil die Emissionsklasse nicht richtig angegeben worden sei. Ich hatte keine Ahnung, schließlich hatte das der Angestellte an der Raststätte übernommen. Doch Dummheit schützt vor Strafe nicht, sodass ich unterm Strich 500 Euro für sechs Kilometer und mein Vertrauen in einen österreichischen Angestellten setzte.

Tipps zum Umgang mit der Box

  • Bevor du losfährst, solltest du dich unbedingt mit der Handhabung der Go-Box vertraut machen.
  • Kontrolliere die Daten genau, die beim Kauf der Go-Box registriert wurden. Achte auch darauf, dass der richtige Emissionswert angegeben wurde.
  • Eine Funktionskontrolle deiner Go-Box ist vor und nach jeder Fahrt verpflichtend. Sie hilft dir dabei, Fehler zu erkennen und Nachzahlungen einzuhalten.
  • Achte unbedingt auf die akustischen Signale, die deine Go-Box von sich gibt und lade notfalls  rechtzeitig nach.

Auch gut zu wissen

  • Die Go-Box ist nur für jeweils ein Fahrzeug registriert.
  • Informationen bekommst du unter der Telefonnummer vom ASFINAG Service Center: Tel. 0800 400 12 400 (gebührenfrei).
  • Solltest du den Taster länger als zwei Sekunden drücken, kann sich die Achsanzahleinstellung ändern.
  • Die Höhe des Mauttarifs richtet sich unter anderem auch nach der Antriebsart und der EURO-Emissionsklasse deines Wohnmobils, daher musst du diese Daten nachweisen können. Sie werden nicht überprüft, jedoch gespeichert.
  • Die eben erwähnten Tarifmerkmale musst du nach der Anmeldung spätestens innerhalb von 28 Tagen nachweisen. Geschieht dies nicht, ist eine Ersatzmaut fällig.
  • Die EURO-Emissionsklasse ist nicht identisch mit deiner deutschen Umweltplakette.
  • Muss deine Go-Box getauscht werden, werden Daten und Guthaben übernommen.
  • Kosten: Bei Ausgabe der Box wird eine einmalige Bearbeitungsgebühr von 5 Euro erhoben. Wird die Go-Box zerstört, ist ein Betrag – je nach Alter des Geräts – von 12-60 Euro fällig.
  • Die Go-Box kann nicht für die Bezahlung anderer Mautverpflichtungen Europas genutzt werden. Es kann jedoch das Schweizer LKW-Maut-Gebührenerfassungsgerät Tripon anstatt der österreichischen GO-Box verwendet werden.
  • Gemeinsam mit Toll Collect – Betreiber des deutschen Mautsystems – bietet ASFINAG den Service an, die österreichische Maut nach Anmeldung zur TOLL2GO über das Gerät von Toll Collect abzurechnen. Das Angebot von Toll Collect beinhaltet, einen OBU (On-Board-Unit) – ein fest eingebautes Gerät – installieren zu lassen, um darüber die österreichische Maut zu begleichen.
  • Solltest du aus irgendeinem Grund die Go-Box in einem nicht mautpflichtigen Fahrzeug transportieren – etwa in einem PKW, mit dem du ein Wohnmobil über 3,5 t abholen möchtest –, so wird die Maut dennoch verrechnet, selbst wenn die Box nicht an der Scheibe klebt. Damit dies nicht geschieht, gibt es bei den Vertriebsstellen eine Abschirmverpackung aus metallbeschichteter Folie, die die Kontaktierung der Mautportale mit der Go-Box verhindert. Tipp: In Alufolie einpacken tut es auch.
  • Sollte aus Versehen die Go-Box in der Abschirmverpackung im mautpflichtigen Wohnmobil mitgeführt werden, kann nicht abgebucht werden und der Fahrer wird als „Mautpreller“ behandelt (s.o.).
  • Bei der Go-Box handelt es sich um ein Leihgerät, das bei (längerem) Nichtgebrauch zurückgegeben werden muss. Ehe du sie jedoch zurücksendest, solltest du sie aus Sicherheitsgründen zuvor sperren lassen. Dazu musst du das ASFINAG Service Center kontaktieren und deine PAN (Personal Account Number) angeben, die du auf der Fahrzeugdeklaration oder dem Vertriebsstellenbeleg findest.

Persönliche Kritik an der Go-Box

Ich vermisse (bezogen aufs Pre-Pay-Verfahren) bei der Go-Box ein Display, das mir anzeigt, wie viel Restguthaben ich noch habe. Das ist für mich als Fahrerin eines größeren Wohnmobils – besonders wichtig, denn aufgrund von für uns teils gesperrte oder schwer befahrbare Strecken über Land ist es oft schwierig, eine passende Ausweichroute zu finden oder eine entsprechende Vertriebsstelle rechtzeitig zu erreichen. Ferner kann es leicht zu weiteren Problemen kommen – siehe „meine persönliche Erfahrung mit Go-Box Strafen“  – was fatale finanzielle Folgen nach sich zieht.

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