Wir lieben die Bretagne einfach: viel grün und schier unendliche Weiten. Und wenn man weiß wo, dann findet man viele wunderschöne Plätze ohne großen touristischen Trubel und mit viel Ruhe zum Entspannen.

Die Bretagne im Westen Frankreichs hat es uns schon seit jeher angetan und wir haben schon viele Sommer dort mit der ganzen Familie verbracht. Die unberührte Natur, die Ruhe und das raue Meer lassen einem einfach so viel Raum zum Runterkommen und Entspannen vom Alltagsstress. Und ja, es ist Frankreich, deswegen müssen wir wahrscheinlich gar nicht groß auf die kulinarischen Vorzüge eingehen. In der Bretagne gibt es zudem frische Meeresfrüchte in Hülle und Fülle! Ein Traum für Geniesser.

Lange Reise, pure Erholung

Die Anreise aus Deutschland in die Bretagne ist lang und hart, denn auf den französischen Autobahnen darf man maximal 130 km/h fahren. Wir sind in Süddeutschland, genauer gesagt dem Bodenseeraum, losgefahren und das Ziel liegt leider satte 1227 km weit weg. Das entspricht einer Reisezeit von über 13 Stunden, Tank- und Rast-Stopps nicht einberechnet.

Wir fahren das zu zweit mit den Kindern in der Regel in einem Rutsch durch. Einer fährt, der andere ruht sich aus und/oder schläft. Dann Fahrerwechsel. Diesen Sommer haben wir aber zwischendurch auf einer Autoraststätte mit einem ruhige gelegenen Parkplatz dann doch 5 Stunden Halt gemacht und alle geschlafen. Sicherheit geht vor, gerade mit 2 Kindern an Bord.

Es gibt insgesamt 3 vorgeschlagene und sinnvolle Routen, die leider alle am Großraum Paris vorbei laufen. Deshalb hier der erste gute Rat und Tipp: Paris immer nach 23 Uhr und vor 4 Uhr früh passieren, sonst sind lange Staus vorprogrammiert. Die Verkehrsdichte dort ist tagsüber und auch in den frühen Abendstunden überwältigend.

Ankunft in Douarnenez

Nach einer langen und anstrengenden Fahrt sind wir dann im frühen Vormittag endlich in Douarnenez angekommen. Und aus vorangegangenen Wohnmobil-Trips in diese wunderschöne Region Frankreichs, wissen wir, dass man dort auf jeden Fall mobil sein sollte. Deshalb haben wir im Voraus via Europcar einen kleinen Mietwagen gebucht, damit wir jederzeit Kurztrips in die umliegenden Städte und an die zahlreichen Strände unternehmen können, ohne jedesmal vom Vorzelt abzudocken oder die Markise einfahren zu müssen. Das lohnt sich wirklich: morgens kurz mal frische Croissants und Baguette in der Boulangerie holen, Einkaufen fahren, ohne die ganze Familie mitnehmen zu müssen oder ohne Wohnmobil am Campingplatz zu lassen, spontan Angeln gehen mit Sohnemann und gleichzeitig Frau und Tochter lesender Weise nicht das Wohnmobil zu entreißen…. unbezahlbar! Für 14 Tage haben wir ein wirklich faires Angebot gefunden und bei freier Kilometer-Zahl nur knapp 350 Euro bezahlt am Ende.

Camping Pors Peron

Wir fahren schon seit langem eigentlich immer auf denselben Campingplatz und die englischen Betreiber sind mittlerweile Freunde geworden. Traumhaft gelegen, toll terrassiert mit teilweise riesigen Parzellen, die durch hohe Hecken jegliche Einblicke von außen zu Nichte machen, saubere sanitäre Anlagen und ein sehr angenehmes gemsichtes Camper-Klientel, ist der Camping Pors Peron ein echter Geheimtipp. Eine kleine Zufahrtsstrasse zum Meer führt direkt auf einen echten Traumstrand zu, der zu Fuß in 2 Minuten erreichbar ist. Der kleine Shop am Campingplatz bietet das Nötigste und die Betreiber bestellen am Vortag auf Wunsch frische Backwaren, die man dann morgens an der Rezeption abholen kann.

Der Campingplatz liegt wunderschön, malerisch und sehr ruhig über der Bucht von Pors Peron. Der Strand ist in 2 Minuten vom Campingplatz zu erreichen.

Wer allerdings Restaurants, Shops und Geschäfte erwartet, der ist hier falsch! Der nächste Supermarkt befindet sich in etwa 5 km Entfernung im schönen Örtchen Pont Croix, Bäckereien und Restaurants in etwa 1,5km Entfernung in Ort Beuzec. Auch ein Grund, warum wir uns bereits das zweite Mal für einen zusätzlichen Mietwagen entschieden hatten.

Cap Sizun und Umgebung – Natur und Strände pur

Wer keine Lust auf den nah gelegenen Plage de Pors Peron hat, der kann in der Umgebung sehr viele Unternehmungen machen:

  • Der “Cote Sentier” ist ein wunderschöner Wanderweg am Atlantik und den Felsen entlang. Der Einstieg ist direkt an der Bucht unterhalb des Campingplatzes.
  • Die “Baie des Trepassés” ist eine tolle Bucht gleich kurz vor der “Pointe du Raz”, dem westlichsten Punkt Frankreichs. Riesiger Strand und tolle Wellen laden zum Verweilen und vor allem zum Surfen ein. Dort findet sich auch die “Ecole du Surf Breton”, wo man Kurse buchen und auch Surfbretter ausleihen kann.
  • Etwa 15 Kilometer vom Campingplatz entfernt ist die Stadt “Audierne”, wo man ebenfalls gut einkaufen oder in einem der zahlreichen Meeresfrüchte-Restaurants direkt am Hafen schlemmen kann. Dort gibt es übrigens auch einen tollen kostenlosen Wohnmobilstellplatz direkt am Wasser!
  • “Quimper” ist die nächste größere Universitätsstadt, die durch tolle Läden, Bars und die alte Architektur immer einen Besuch wert ist.

Wir kommen auf alle Fälle schon bald wieder. Wer einmal dort war, möchte immer wieder zurück!