Endlich ist er da: der Sommer! Leichte Kleidung, nach Sonnencreme duftende Haut und laue Sommerabende, die uns einladen bis spät noch draußen zu sitzen. Doch da nicht alles perfekt sein kann, muss es zum Ausgleich ja auch eine negative Komponente dabei geben. Die Stechmücken! Nervend schwirren sie durch die Gegend, nutzen jedes offene Fenster oder warten unter dem Campingtisch auf das Bein-Buffet. Welcher Mückenschutz funktioniert beim Campen am besten, um sich vor den blutsaugenden Insekten in und ums Wohnmobil zu bewahren?

Die besten Campingplätze befinden sich in der Nähe von Gewässern! Stellplätze direkt an Seen, Flüssen oder auch Bächen sind sehr begehrt. Doch genau hier teilt man sich den scheinbar schönsten Platz der Welt mit den natürlichen, jedoch nervigen Bewohnern: Stechmücken treiben hier gerne ihr Unwesen.

Mückenschutz im Freien

Sobald die Sonne untergeht werden deshalb die Zitronella-Kerzen herausgeholt, strategisch aufgestellt und angezündet. Auf die Haut wird Insektenschutz gesprüht, bis jeder freie Zentimeter davon bedeckt ist. Bei hartnäckigen Mücken wird sogar die Kleidung mit speziellen Sprays imprägniert. So wird dann den Schnaken und Plagegeistern im Freien getrotzt, um die langersehnten Sommernächte Im Campingurlaub bei einem kühlen Bier oder leckeren Wein trotzdem genießen zu können.

Doch wie lässt sich die Invasion des Wohnmobils vermeiden? Fenster und Türen immer geschlossen zu halten ist gerade im Hochsommer keine Alternative. Es muss also eine andere Lösung zum Mückenschutz her.

Fliegengitter für Fenster und Dachluken im Camper

Bei neueren Wohnmobil-Modellen sind Fliegengitter in Form von Insektenschutzrollos meist schon Standard. Bei älteren Modellen kann man diese natürlich jederzeit nachträglich noch recht einfach installieren lassen. Spezielle Fliegenschutzgitter gibt es im Camping Fachhandel oder auch online. Ebenfalls kann man selbst Hand anlegen und sehr günstig das Wohnmobil vor unliebsamen, fliegenden Gästen schützen. Handelsübliche Fliegengitter z.B. aus dem Baumarkt können zurechtgeschnitten und am Fensterrahmen mit dem beigefügten Klebeband befestigt werden. Günstig und schnell angebracht, jedoch bei der nachträglichen Handhabung sind diese Gitter im Vergleich zu den Rollos etwas umständlicher.

Mückenschutz für Wohnmobil-Türen – praktisch muss er sein

Während die Fenster und Dachluken sehr schnell und einfach geschützt werden können, sollte man sich bei der Tür ein paar mehr Gedanken machen. Es gibt verschiedene Arten, von günstig bin sehr teuer. Doch ein hoher Preis garantiert nicht immer den perfekten Schutz. Individelle Umstände spielen hier vielmehr eine große Rolle. Was ist damit gemeint? Ein einfaches Beispiel macht dies deutlich: die teure, festinstallierte Schiebetür von 300-400 Euro schützt rein theoretisch natürlich am besten vor den Plagegeistern. Doch macht diese für Familien und Hundebesitzer ebenfalls Sinn?

Wer (Klein-)Kinder hat sollte darüber nachdenken, welcher Mückenschutz hier am einfachsten in der Handhabung sein könnte. Wer selbst Nachwuchs hat weiß, dass es beim Campen ein ständiges rein und raus sein kann. Folglich kann ein Vorhang in diesem Fall am einfachsten und vor allem praktischsten sein. Mögliche Varianten sind Chenille- oder Magnetvorhänge. Wichtig ist dabei auch die Installation: gerade Kleinkinder tendieren beim Ein- und Aussteigen dazu, sich am Vorhang festzuhalten. Damit dieser Stand hält, ist eine Festinstallation einer Klebevariante in vielen Fällen vorzuziehen.

Vorhänge sind auch bei Hundebesitzern sehr beliebt, da z.B. an Schiebetüren die Gefahr besteht, dass schon durch leichtes Kratzen das Gitter beschädigt werden kann.

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Fazit

Damit der Campingurlaub nicht durch blutsaugendes oder sonstiges nervige Krabbelgetier vor allem nachts in Stress ausartet, sollte man sich schon vor der Reise Gedanken über den Mückenschutz zu machen. Wer gerne mitten in der Natur steht und dies nicht nach der ersten Nacht bereuen möchte, sollte sich nicht nur mit Insektensprays eindecken. Auch im Fahrzeug selber ist für den entsprechendenn Schutz zu sorgen. Um den individuellen Ansprüchen (Reisen mit Kindern, Haustieren, o.ä.) gerecht zu werden, sollte man sich nicht am Preis orientieren. Vielmehr die subjektive Benutzerfreundlichkeit ist für die richtige Wahl ausschlaggebend.

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