Wohnmobile gibt es in den Ausführungen Camperbus, Kastenwagen, Alkoven, Teilintegrierter und Vollintegrierter. Integrierte Wohnmobile zeichnen sich durch eine völlig neue Fahrzeugkonstruktion aus, die speziell für Reise- und Freizeitzwecke entwickelt wurde. Ein großes Panoramafenster im Cockpit ist das Markenzeichen dieser Reisemobile. Sie unterscheiden sich in Teil- und Vollintegrierte Wohnmobile.

Integrierte Wohnmobile werden dabei als die Königsklasse unter den Reisemobilen angesehen und das nicht ohne Grund: sie bieten Komfort für die ganze Familie durch einen großen Wohnwert und viel Stauraum. Getoppt wird ein Vollintegrierter nur noch durch den Luxusliner.

Was sind integrierte Wohnmobile?

Integrierte Wohnmobile stellen eine Untergruppe aller Wohnmobilarten dar. Anders als bei einem Wohnwagen in Form eines Anhängers bestehen integrierte Wohnmobile immer und ausnahmslos aus einem Fahrwerk, Antrieb und einer Wohneinheit. Das Fahrzeug und der Wohnraum stellen somit immer eine gesamte und untrennbare Einheit dar.

Es gibt auch eine Panorama-Windschutzscheibe, die das natürliche Licht im Auto verstärkt. Außerdem befindet sich das von der Decke abgehängte Bett über dem Fahrersitz und nicht wie bei anderen Modellen über dem Essbereich. Dadurch kann man mehr Funktionalität und Platz genießen. Hier ist vom normalen Wohnmobil bis zum luxuriösen All-in-One-Camper alles möglich.
Während bei Teilintegrierten das gleiche Fahrerhaus wie beim Standard-Basisfahrzeug zum Einsatz kommt, ist das Fahrerhaus für Vollintegrierte komplett neu entwickelt.

Als Basis für ein solches Auto dient lediglich ein sogenannter Motorhaubenrahmen. Beim gewölbten Chassis entfällt ab Werk die komplette Außenhaut, lediglich die Schallwand mit den Radläufen und das Armaturenbrett sind vormontiert. Der Motorhaubenrahmen kann notwendige Komponenten wie Motor, Getriebe, Sitze usw. enthalten.
Der Hauptvorteil des teilintegrierten Reisemobils ist sein niedriger Preis. Aber es ist im Wesentlichen nur für das Fahren konzipiert.
Integrierte Wohnmobile gibt es in der Regel in 2 verschiedenen Ausführungen: mit oder ohne Hubbett. Die Fahrzeughöhe beträgt 2,75 Meter (ohne Hubbett) und 2,85 Meter bei der Variante mit Hubbett.

Die Unterscheidung zum Teilintegrierten Wohnmobil

Anders als ein (voll)integriertes Wohnmobil, ist ein teilintegriertes Wohnmobil grundsätzlich auf zwei Hauptbestandteile aufzuteilen. So ist die Wohneinheit ein modular konstruiertes und auf ein Fahrzeug montiertes Element des Wohnmobils. Die Technologie von teilintegrierten Fahrzeugen ist beispielsweise von Krankenwagen, Müllfahrzeugen oder militärischen Geräten bekannt. Im Normalfall besteht der angetriebene Teil, also die Basis, eines Wohnmobils aus einem Kraftfahrzeug eines bekannten Autoherstellers. Dies erkennt man häufig an der markanten Fahrzeugfront. Anschließend wird auf dem Fahrgestell und hinter der Kabine des Serienbaus das Wohnelement montiert. Der Vorteil: Durch die getrennte Bauweise ist die Ausführung und teilweise die Größe des Wohnraums vielseitig kombinierbar.

Die zweiteilige Ausführung spiegelt sich auch im Preis wider, so ist das Ersparnis im Vergleich zu einem vollintegrierten Wohnmobil nicht unbeträchtlich. Die Kostenersparnis wird häufig auch bei Wartungs- und Reparaturarbeiten sichtbar. Ist bei einem Unfall beispielsweise nur die Wohneinheit getroffen worden, dann kann diese leichter entfernt, ausgewechselt und repariert werden. Teilintegrierte Wohnmobile fallen häufig schmaler beziehungsweise kleiner aus, wodurch die Wohnfläche nicht im vollen Potenzial ausgeschöpft wird. Im Gegenzug bietet dies jedoch den Vorteil, dass das Fahrzeug zum Teil sogar mit einem PKW Führerschein gefahren werden darf und auf der Straße leichter zu handhaben ist. Die Beliebtheit eines teilintegrierten Wohnmobils ist unverkennbar, dass diese Wohnmobilklasse die beliebteste ihrer Art ist.

Was sind Vollintegrierte Wohnmobile?

Oft wird die vollintegrierte Variante von Wohnmobilen als die exklusivste und umfangreichste Art von Wohnmobilen angesehen. Wie der Name schon vermuten lässt, sind vollintegrierte Wohnmobile mit dem vollen Potenzial an Platz und der vollen Ausstattung für das „Leben unterwegs“ ausgestattet. Dies wird bereits an dem Fahrzeugantrieb deutlich, der zwar immer noch von bekannten Herstellern, wie MAN, Fiat oder Mercedes Benz stammt, aber nur mit den wichtigsten technischen Teilen geliefert wird. Da ein vollintegriertes Wohnmobil mit der maximal möglichen Wärmeisolation hergestellt wird, wären die herkömmlichen Teile der externen Produzenten nicht ausreichend. Wohnmobilhersteller nutzen beim Bau werksseitige dämmende Materialien, wodurch die Fahrzeugfront häufig ein anderes Design hat. Ein bedeutender Vorteil dieser werksseitigen Fahrzeugkabine ist der offene Übergang von Fahrerhaus zum Wohnraum. So lassen sich die Fahrersitze bei einer Pause oder längeren Standzeiten einfach zurückdrehen und in das Innenleben der Wohnpartie ausrichten. Die bauliche Gegebenheit von integrierten Wohnmobilen birgt mit dem maximalen Raumvolumen auch einige Nachteile. Aufgrund der einheitlichen Bauweise können Reparaturen und technische Änderungen nur mit einem hohen Kostenaufwand durchgeführt werden. Auch übersteigt das Gewicht der umfangreichen Ausstattung häufig die 3,5 Tonnen Grenze, sodass ein klassischer PKW Führerschein nicht mehr ausreichend ist. Entsprechend der Ausstattung sind integrierte Wohnmobile in die oberste Preisklasse von Wohnmobilen einzuordnen.

Welcher Wohnmobilaufbau ist der richtige für mich?

In erster Linie wird der Kauf eines Wohnmobils und seine Ausführung durch die eigene Zahlungsbereitschaft sowie den Wunsch an Exklusivität beeinflusst. Nichtsdestotrotz sollten wichtige Faktoren vor der Anschaffung eines solchen Wohnmobils in Betracht gezogen werden.

Die wichtigste aller Fragen ist, wie viel Platz zu wenig oder zu viel ist. Häufig entscheidet die Personenzahl und die eigene Lebensweise, wie viel Platz in einem Wohnmobil benötigt wird. So ist es keine Seltenheit, dass zwei Personen mit einem teilintegrierten Wohnmobil bestens auskommen, während eine vierköpfige Familie mindestens ein vollintegriertes Wohnmobil benötigt.

Sehr wichtig ist auch der Zeitraum der Reisen. Während Wochenendreisen mit einem teilintegrierten Wohnmobil selten ein Problem darstellen, könnte es bei längeren Aufenthalten aus Platz- oder Ausstattungsgründen zu ersten Problemen kommen. Besonders unter der Berücksichtigung von langen Standzeiten erweist sich ein vollintegriertes Wohnmobil als bessere Wahl. Flexible Reisen, bei denen lange Distanzen und kurze Aufenthalte eingeplant werden, sind auch in einem teilintegrierten Wohnmobil machbar.

Die Jahreszeit und das örtliche Klima müssen beachtet werden. Grundsätzlich müssen sich Nutzer von Wohnmobilen im Sommer in Europa in den wenigsten Ländern Sorgen um eine fehlende Heizung machen. Ernst kann es hingegen zu kälteren Jahreszeiten werden. In Fragen der Isolierung und Heizung steht hier ein vollintegriertes Wohnmobil stets an erster Stelle und ist der teilintegrierten Version überlegen.

In den meisten Fällen spielt bei der Wahl eines integrierten Wohnmobils der eigene Lebensstil die größte Rolle. Die Bereitschaft Abstriche zu machen oder der Wille nach Luxus beeinflussen den Preis der eigenen Investition am stärksten. Im Grunde können zwischen dem Kauf eines Wohnmobils und eines PKW viele Parallelen gezogen werden.

Siehe dazu auch folgende interessante Artikel in unserem Magazin:

Welche Wohnmobil Typen gibt es? – Ein kurzer Überblick

Vollintegrierte Wohnmobile – die “Weißwale” auf unseren Straßen