In Norwegen erwarten Reisende mehr als 1.000  Fjorde! Diese schmalen Buchten entspringen aus dem Meer und reichen bis ins Landesinnere. Sie wirken dabei jedoch wie stille bzw. ruhige Seen. An den Seiten der Fjorde sind steile Klippen zu finden, die dank der zahlreich angelegten Wanderwege bestaunt werden können.

Außerdem bieten die Wege durch die Natur hervorragende Blicke auf Wasserfälle und die Berge Norwegens. Das atemberaubende Naturschauspiel der Polarlichter kann von Ende September bis Ende März am besten in Norwegen bestaunt werden. In dieser Zeit ist es besonders trocken und kalt, sodass die Farben am Himmel erkennbar sind.

Norwegen hat jedoch nicht nur wunderschöne Landschaften und eine tolle Natur zu bieten, sondern auch viele schöne Städte, die bei einem Städtetrip erkundet werden können. Eine Reise Wert ist auf alle Fälle die Hauptstadt Oslo, in der Sehenswürdigkeiten wie die Altstadt Gamlebyen oder auch das Schloss des Königshauses besichtigt werden können. Weiterhin ist die Hafenstadt Bergen, welche die zweitgrößte Stadt nach Oslo ist, mit seinem Fischmarkt Fisketorget als sehenswerte Stadt zu nennen.

Die beste Reisezeit für einen Trip nach Norwegen mit dem Wohnmobil

Die beste Reisezeit, um mit dem Wohnmob. nach Norwegen zu reisen, ist in den Sommermonaten von Juni bis August. In Norwegen dauert der Winter sieben Monate und erst im Frühling erwacht das Land aus seinem Winterschlaf. Dann erst werden die Tage wieder länger und die Nächte werden langsam hell. Deswegen kann man die Wintermonate auch eher als Nebensaison bei einer Reise nach Norwegen bezeichnen, wobei es hier auch Dinge zu bestaunen gibt, welche im Sommer eher seltener oder gar nicht erlebbar sind. In der Zeit von Juni bis August erreichen die Temperaturen bis zu 16 Grad Celsius und es gibt bis zu acht Sonnenstunden pro Tag. Ab September nehmen die Sonnenstunden bereits ab. Dann gibt es an manchen Tagen nur noch 4 Sonnenstunden bei einer durchschnittlichen Temperatur von 4 Grad Celsius. Die Nordlichter lassen sich hingegen eher in den Wintermonaten besonders gut bestaunen, da es dort trocken und kalt ist. Jedoch zeigt sich dieses Naturschauspiel auch im Sommer vor allem in Nord Norwegen. Wenn man im Winter in das Land reist, kann man ebenfalls die Mitternachtssonne erleben. Diese sieht so aus als ob sie gerade untergehen würde, nur um dann sofort wieder aufzusteigen. Während der Mitternachtssonne erstrahlt das Land in goldenem Licht.

Wer die Kälte meiden möchte, sollte zwischen Juni und August mit dem Wohnmobil nach Norwegen aufbrechen!

Polarlichter treten zwischen September und März auf

Geltende Einreisebedingungen für Norwegen

Für die Einreise als deutsche Staatsangehörige in das Land sind folgende Dokumente zulässig:

  • Reisepass
  • vorläufiger Reisepass
  • Personalausweis
  • vorläufiger Personalausweis
  • Kinderreisepass

Nach Norwegen einreisen dürfen Reisende mit einem gütigen Besuchervisum, Reisende ohne Visumspflicht sowie Reisende mit einer gültigen Aufenthaltserlaubnis für Norwegen. Für deutsche Staatsangehörige ist für die Einreise nach Norwegen kein Visum erforderlich. Bei einem Aufenthalt über drei Monate ist allerdings eine Aufenthaltsgenehmigung bei der norwegischen Polizei zu beantragen.

Corona Einreiseregelungen in Norwegen

Seit dem 12.02.2022 gibt es keine COVID-19-bedingten Einreisebeschränkungen für die Einreise von Deutschland nach Norwegen mehr. Das bedeutet für die Reise, keine Tests, keine Registrierung und bei einer Infektion mit dem Coronavirus keine Quarantäne mehr. Auch bei der Ausreise bestehen laut Auswärtigem Amt keine speziellen Regeln oder Einschränkungen. Einzelne Reiseunternehmen, beispielsweise Fluggesellschaften, können jedoch andere Regelungen haben, welche zusätzliche Maßnahmen bzw. Einschränkungen aufgrund von COVID-19 beinhalten. Deshalb sollte man sich vor Reiseantritt gründlich über die Reiseunternehmen o. Ä. und deren Auflagen informieren.

Im Land selbst sind keine coronabedingten Beschränkungen oder spezielle Hygieneregeln mehr üblich. Allerdings gibt es für Reisen nach Svalbard/Spitzbergen besondere Testanforderungen. Die Coronaauflagen können sich jedoch schnell ändern, weshalb eine Überprüfung der aktuell geltenden Maßnahmen kurz vor der Anreise ratsam ist.

Anlaufstellen, um sich Informationen einzuholen, sind das Norwegian Institute of Public Health oder auch die deutsche Botschaft in der Hauptstadt.

Derzeit keine COVID-19-bedingten Einreisebeschränkungen für die Einreise von Deutschland nach Norwegen mehr

Dauer einer Reise nach Norwegen mit Wohnmobil

Für eine Reise mit dem Wohnmobil nach Norwegen sollten mindestens zwei Wochen eingeplant werden. Hierbei gilt jedoch, dass dies wirklich nur die Mindestzeit darstellt, da mehr verfügbare Zeit auch mehr Erlebnisse mit sich bringt und die lange Anreise sich auch mehr lohnt bei einem längeren Aufenthalt. Falls nur zwei Wochen für eine Reise nach Norwegen zur Verfügung stehen, sollte man sich ausschließlich auf den südlichen Teil des Landes konzentrieren. Plant man eine größere Rundreise, beispielsweise bis an das Nordkap, sollte die Reisedauer auf jeden Fall länger ausfallen. Hierbei sind vier Wochen das Minimum an Zeit für die Reise. Stehen weniger als vier Wochen zur Verfügung ist eine Reise in den Norden immer noch möglich, jedoch sind genauere Wanderungen und Erkundungen der Landschaft dann nicht mehr so zahlreich möglich.

Bei unserer Reise haben wir insgesamt vier Wochen eingeplant und diese Reisezeit war völlig ausreichend. Vom Süden von Norwegen bis ganz hoch in den Norden konnten wir unzählige unvergessliche Momente erleben und hatten dabei nie Zeitdruck. Deshalb ist eine Reisedauer von vier Wochen für eine umfangreiche Rundreise von mir definitiv zu empfehlen.

Für eine entspannte Reise von Süden nach Norden durch Norwegen empfehlen sich 4 Wochen

Durch Norwegen mit dem Wohnmobil

Anreise nach Norwegen mit dem Wohnmobil

Für die Anreise nach Norwegen steht der Landweg sowie der Seeweg zur Auswahl.

Anreise über den Landweg: ohne Fähre nach Norwegen

Über den Landweg ist Norwegen über Schweden, Finnland oder Russland aus erreichbar. Mit Zollkontrollen sollte an den jeweiligen Grenzen gerechnet werden. Die Hauptverkehrsstraßen, über die man Norwegen mit dem Wohnmobil bzw. mit dem Auto erreichen kann, sind die Europastraße E6 und die E8. Die E6 verläuft durch Malmö, Helsingborg und Göteborg in Schweden und führt von dort aus nach Svinesund in Südost Norwegen. Die E8 hingegen verläuft durch Finnland bzw. die finnischen Städte Turku, Vaasa und Oulu und führt schließlich bei Kilpisjärvi zur Grenze zu Norwegen. Die Europastraße 6 verläuft außerdem über die mautpflichtige Öresundbrücke bei Malmö, welche 16 km lang ist. Für ein Wohnmobil über sechs Meter fallen 112 Euro für die Maut an (Stand 2017).

Anreise über den Seeweg: mit der Fähre nach Norwegen

Im Vergleich zur Anreise über den Landweg spart die Anreise über den Seeweg nach Norwegen viel Zeit. Diese Möglichkeit der Einreise ist daher besonders bei einer kürzeren Aufenthaltsdauer ratsam. Insgesamt können ein paar Stunden an Anreise- bzw. Fahrzeit gespart werden. Die Fähren sollten jedoch vor der Anreise zumindest in der Hauptreisezeit in den Sommermonaten vorab reserviert werden. Zudem sollte mit hohen Preisen für die Überfahrt gerechnet werden. Unter anderem startet der Seeweg nach Norwegen ab Dänemark. Zu den beliebtesten Strecken zählt diejenige von Hirtshals in Dänemark nach Kristiansand in Norwegen. Auch diejenige mit der Ankunft in Langesund in Norwegen zählt dazu. Von Deutschland aus starten ebenfalls Fähren ab Kiel. Diese kommen in Göteborg oder auch in der Hauptstadt in Norwegen an.

Vorteile der Anreise über den Seeweg

Zu den Vorteilen der Anreise mit einer Fähre nach Norwegen die Zeitersparnis, die sich besonders bei einer relativ kurzen Reisedauer auszahlt. Außerdem ist das Reisen per Fähre in der Nebensaison günstig, wobei hier deutliche Einsparungen erzielt werden können. Auch Spritkosten werden automatisch durch ein Übersetzen mit einer Fähre gespart und die Anreise ist allgemein bequemer als selbst hinter dem Steuer seines Wohnmobils zu sitzen.

Vorteile

  • Zeitersparnis, besonders bei kurzer Reisedauer/Aufenthaltsdauer
  • Einsparung der Spritkosten
  • niedrige Fährpreise in Nebensaison
  • bequemere Anreise

Nachteile der Anreise über den Seeweg

Nachteile sind beispielsweise das unflexiblere Reisen im Vergleich zur eigenständigen Anreise mit dem Wohnmob., weil das Fährticket bereits im Voraus gebucht werden sollte, da es an manchen Tagen der Hauptsaison zu einer extrem hohen Nachfrage an Tickets für eine Überfahrt mit der Fähre kommen kann. Hinzu kommt, dass die Fährpreise in der Hauptsaison besonders hoch sind und deshalb eine Fahrt mit dem Wohnmobil selbst günstiger sein kann. Des Weiteren ist eine solche Anreise über den Seeweg eher problematisch für Menschen, die unter Seekrankheit leiden, da der Wellen- bzw. Seegang nicht vorherzusehen ist.

Nachteile

  • schwer für Reisende mit Seekrankheit
  • unflexibleres Reisen als selbstständig mit eigenem Wohnmobil
  • hohe Fährpreise in Hauptsaison
  • Ausbuchung/hohe Nachfrage an Tickets im Sommer möglich

Für unsere Reise nach Norwegen haben wir den Landweg gewählt und dafür bei einzelnen Routen im Landesinneren auf Fährverbindungen gesetzt. Der Landweg ist von mir durchaus zu empfehlen, jedoch sollte beachtet werden, dass es natürlich immer wieder zu Staus und anderen Verkehrsbehinderungen kommen kann. Diese Schwierigkeiten treten bei einer Anreise auf der Fähre nicht auf, was für den ein oder anderen Reisenden entspannter sein kann. Dafür müssen die hohen Kosten in der Hauptsaison in Kauf genommen werden.

Infrastruktur und Verkehrsbestimmungen in Norwegen

Infrastruktur

In Norwegen gibt es einige enge sowie kurvige Straßen, welche stark bergauf und bergab führen können sowie viele Tunnel und optional auch Fährüberfahrten, die sich als besonders herausfordernd für Fahrer von Wohnmob. herausstellen. Auf engen Straßen gibt es an Gefahrstellen Ausweichbuchten, sodass das Weiterfahren garantiert werden kann. Jedoch passen sich die Verkehrsteilnehmer den jeweiligen Verkehrsbedingungen und Straßenverhältnissen an, sodass Wohnmobilreisende entspannt fahren können. Ein besonderes Merkmal der Straßen Norwegens sind die zahlreichen Tunnel, welche sowohl extrem kurz als auch lang sein können und sich ebenfalls in unterschiedlichen Zuständen befinden können. Sie können durchaus gut ausbaut sein, manchmal ist jedoch das genaue Gegenteil der Fall. Gleiches gilt für die Ausleuchtung im Inneren, welche genauso variiert.

Verkehrsbestimmungen

Autos und auch Wohnmobile bis zu einem Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen dürfen innerorts bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h und außerorts bis zu 80 km/h fahren. Auf Schnellstraßen gibt es ein Tempolimit von 90 km/h. Weiterhin dürfen auf einigen Straßen auch 100 km/h gefahren werden. Dies wird durch ein Schild kenntlich gemacht. Wohnmob. über 3,5 Tonnen und bis zu einem Gesamtgewicht von 7,5 Tonnen dürfen innerorts ebenfalls bis zu 50 km/h fahren, jedoch gilt außerorts, auch auf Autobahnen und Schnellstraßen ein Tempolimit von 80 km/h. Jedoch sollte die Geschwindigkeit immer auch den aktuellen Wetterbedingungen angepasst werden. Wie in Deutschland gilt auch in Norwegen Rechtsverkehr. Die Promillegrenze liegt in Norwegen bei 0,2. Bei längeren Bergfahrten bzw. vor allem Abfahrten besteht die Gefahr, dass die Bremsen überhitzen. Deshalb sollte ein möglichst kleiner Gang gewählt werden. Bußgelder, welche aufgrund von Verstößen gegen die Verkehrsregeln erhoben werden, fallen in Norwegen. deutlich höher als in Deutschland aus. Eine weitere Besonderheit im norwegischen Verkehr ist die Lichtpflicht rund um die Uhr.

Das Fahren in Norwegen ist definitiv eine Sache für sich, denn auf engen Straßen kommt man beispielsweise häufig nur sehr mühsam voran. Für einen Fahranfänger können einige Schwierigkeiten und Hürden entstehen, jedoch stellt das Fahren einen routinierten Autofahrer meist vor keine unlösbaren Aufgaben, was nicht zuletzt an der umsichtigen Fahrweise der norwegischen Einwohner liegt.

Maut in Norwegen

In Norwegen kosten nicht nur Autobahnen Maut, sondern auch einige Landstraßen sowie Brücken und Tunnel. Auch in großen Städten wie der Hauptstadt wird eine City-Maut für die Nutzung der Straßen fällig. Die zahlreichen Mautstellen werden mit dem Schild „Bomstasjon“ angekündigt. Für die Zahlung der Maut muss kein Ticket gezogen werden und auch keine Vignette angebracht werden. Die Zahlungsabwicklung läuft zum Großteil über das elektronische Mautsystem AutoPASS. Bar kann nur noch an wenigen Stationen in Norwegen gezahlt werden. Allerdings kann die sogenannte AutoPass-Box erworben und anschließend an der Windschutzscheibe befestigt werden. Durch diesen Chip ist es möglich ohne anzuhalten durch die Mautstationen zu fahren. Hierbei gibt es extra gekennzeichnete AutoPASS-Fahrstreifen. Nachdem die AutoPASS-Box erworben wurde, ist automatisch ein Vertrag mit dem Betreiber abgeschlossen worden, welcher ihn dazu berechtigt, die Mautgebühren vom Konto abzubuchen. Die Mautbox kostet eine einmalige Aktivierungspauschale von fünf Euro. Für die ersten 28 Tage muss eine Bereitstellungsgebühr von 1,75 Euro am Tag entrichtet werden. Nach den 28 Tagen ist die Nutzung der Box kostenfrei. Eine andere Möglichkeit ist die Entrichtung der Gebühr per Rechnung. Die Gebühr für die Maut muss nach dem Passieren einer Mautstation innerhalb von drei Tagen an einer Servicestelle, bzw. einer Tankstelle gezahlt werden. Falls dies nicht erfolgt, wird automatisch der Zahlungseintreiber EPC eingeschaltet. Hierbei wird eine Rechnung per Post verschickt. Eine Barzahlung ist an wenigen Mautstellen noch möglich. Ausschließlich ist diese Art zu bezahlen nur noch am Atlanterhavstunnel möglich.

Highlights und Sehenswürdigkeiten aus der Reise durch Norwegen mit dem Wohnmobil

In Norwegen gibt es definitiv nicht den einen Ort, die eine Region oder gar Sehenswürdigkeit, welche man unbedingt besuchen muss, da es so viele verschiedene atemberaubende Orte gibt und schlichtweg gar nicht alle Sehenswürdigkeiten in einer einzigen Reise bestaunt werden können.

Vielmehr gilt es sich die interessantesten Orte für sich selbst herauszusuchen und sich vorzunehmen diese zu erkunden. Zu den sehenswürdigen Orten zählt beispielsweise das Polarkreiszentrum / Saltfjellet. Hier ist die Landschaft völlig karg, 680 m über dem Meeresspiegel. Die Pflanzenwelt ist hier zwar karg, jedoch schillert die Landschaft in dunklem Rot, Grün und Weiß aufgrund der Tupfen des Wollgrases. Im Winter kann man im Hintergrund die mit schneebedeckten Berge sehen.

Definitiv sollte man auch die Hauptstadt Oslo besichtigen. Hierbei sind vor allem die Vigelandsparken, das Wikingerschiffmuseum und das Norsk Volkemuseum zu empfehlen.

In Südnorwegen findet man einige faszinierende Aussichtspunkte, wie die Trolltunga (Trollzunge). Diese ist ein Felsen, welcher etwa 10 m aus dem Fels herausragt und sich stets verengt.

Die Inselwelt der Lofoten liegt in Nordnorwegen und zählt ebenso zu den großen Highlights des Landes. Es handelt sich bei den Lofoten-Inseln um etwa 80 ungezähmte Inseln, welche in den wilden Gewässern des Nordmeeres liegen. Unberührte Natur, atemberaubende Berge und tiefe Fjorde sind zu erkunden.

Bei der Flåmsbana handelt es sich um eine Zugstrecke, mit der man vom Ort Flåm am Aurlandsfjord 866 m hinauf bis zum Bahnhof Myrdal fahren kann. Das Besondere an der Fahrt sind die schönen Ausblicke auf das Tal und den Wasserfall Kjosfossen, bei dem sogar ein kurzer Stopp für Fotos eingelegt wird.

Das Myrdal bietet tolle Wander- sowie Skigebiete.

Tromsö und Nordlichter

Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Norwegens zählt ebenso die Stadt Tromsö im Norden des Landes. Bekannt ist sie vor allem für die Nordlichter, welche dort optimal zu beobachten sind. Die Stadt liegt etwa 2000 km vom Nordpol entfernt. Die Kultur der Sami kann dort ebenfalls studiert werden und genauso Speisen der Sami getestet werden. Mittels einer Seilbahn werden die schönsten Blicke auf die wichtigsten Orte der Stadt geboten und ein Besuch der Eismeerkathedrale sollte ebenfalls nicht vergessen werden. Die Kathedrale ist das Wahrzeichen der Stadt.

Die Atlantikstraße in Südnorwegen führt über insgesamt acht Brücken und wird auch die „Straße des Meeres“ genannt. Durch sie werden etliche Inseln miteinander verbunden und eine Fahrt durch die unberührte Natur Norwegens kann erlebt werden. Auch eine Radtour kann hier hervorragend unternommen werden. Zudem ist das Angeln dort möglich. Wer sich darüber hinaus noch sportlich betätigen will, kann auch Surfen gehen oder einen Tauchkurs buchen. In Hustadvika kann ein Schiffsfriedhof entdeckt werden.

Tromsö
Stadtbesichtigung und Nordlichter in Tromsö

Nordkap

Das Nordkap ragt ins Nordpolarmeer hinein und befindet sich an der Nordseite der Insel Magerøya. Im Sommer ist dieses für Touristen zugänglich. Es liegt 514 km nördlich des Polarkreises und etwa 2100 km südlich des Nordpols. Es handelt sich um den nördlichsten Punkt Europas, welcher vom Festland aus über den Straßenweg erreichbar ist und es zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Norwegens und sogar zu den weltweit bedeutendsten Reisezielen. Von dort aus kann man auch noch einen Ausflug zum Vogelfelsen von Gjesværstappan unternehmen. Dort leben Papageientaucher, Basstölpel und Kormoranen. Eine möglichst gute Aussicht auf das Nordkap kann vom Torbogen von Kirkeporten erhalten werden. Auch kleine Fischerdörfer können in der Region besucht werden. Ein Beispiel ist Skarsvåg, wo die großen Königskrabben probiert werden können.

Nordkap - Norwegen-Reise
Bis ans Nordkap mit dem Wohnwagen – ein Erlebnis fürs Leben

Die zwei unvergesslichsten Highlights, welche ich auf unserer Norw. Rundreise erlebt und gesehen habe, waren die Fahrt zur Stadt Tromsö und das Bestaunen der Nordlichter. Das strahlende Farbenspiel am Himmel war so beeindruckend, dass ich dieses Erlebnis niemals vergessen werde. Auch die Speisen, welche wir dort probiert haben, waren wirklich sehr kulinarisch und definitiv eine Geschmacksprobe wert.

Zwei unvergessliche Highlights: Tromsö und die Nordlichter. Das strahlende Farbenspiel am Himmel war so beeindruckend - ein unvergessliches Erlebnis.

Mit dem Wohnmobil durch Norwegen : Tipps zur Route

In Norwegen gibt es zahlreiche Landschaftsrouten, wie zum Beispiel Varanger. Dies ist die Straße zum Eismeer, eine Fahrt in wechselndem Licht zwischen Wasser und Himmel, ständig auf dem Weg zum offenen Meer. Gleichzeitig bietet die Fahrt Blicke auf eine einzigartige Klippenlandschaft. Die Strecke ist insgesamt 160 km lang und verläuft von 0 bis 123 Meter über dem Meeresspiegel. Sie verläuft im Nordosten des Landes, nah an der Grenze zu Russland.

Eine weitere Strecke durch die Landschaft Norwegens ist Havøysund. Die Länge dieser Tour beträgt 67 km. Sie führt bis in den äußersten Norden Norwegens.

Die Route Senja führt vorbei an Meer, Fjorden und Bergen. Die Naturlandschaft ist hierbei besonders abwechslungsreich, da Fjorde, Berge und lebendige Dörfer unregelmäßig aufeinander folgen. Die Tour hat eine Gesamtlänge von 102 km.

Ebenfalls eine Strecke am Meer entlang ist Andøya. Diese Insel bietet mit die schönsten Strände in Norwegen, welche zu Fuß erreicht werden können und einen Ausflug zum windstillen Meer ermöglichen. Auch die Mitternachtssonne kann dort erlebt werden. Die Gesamtlänge beträgt 58 km.

Die Route Helgelandskysten führt vorbei an Gipfeln und Gletscherfällen und stellt eine Alternative zur Europastraße 6 dar, welche einen atemberaubenden Blick auf das Meer, das Inselreich und die Küsten bietet. Auch stehen auf dieser Tour 6 Fähren zur Verfügung. Die Streckenlänge beträgt insgesamt 433 km und der höchste Punkt liegt bei 346 m ü.d.M.

Eine Straße über das Meer ist die Atlanterhavsvegen. Auf dieser Route werden die Brücken zwischen Holmen und Schären befahren, die an der Küste der Hustadvika verlaufen. Die Gesamtlänge beträgt 36 km.

Eine Route in West Norwegen ist die Gamle Strynefjellsvegen. Diese verläuft entlang Steinmauern und Kantsteinen. Es handelt sich um eine alte Autostraße mit einer Gesamtlänge von 27 km und einem höchsten Punkt bei 1139 m ü.d.M.

Hardanger führt entlang Berge, Fjorde, Wasserfälle und Gletscher. Hierbei handelt es sich um eine langjährig genutzte Route von Touristen in einem traditionsreichen Tourismusgebiet. Die Gesamtlänge liegt bei 158 km und zwei Fährverbindungen sind auf der Tour nutzbar.

Die Natur Westnorwegens kann auf der Route Hardangervidda bestaunt werden. Diese startet in der Hochebene und führt in die norwegische Fjordlandschaft. Der höchste Punkt liegt bei 1250 m ü.d.M. und die Strecke ist 67 km lang.

Ebenfalls im Westen kann die Tour Ryfylke befahren werden. Diese beginnt im Inselreich des Lysefjords führt durch das Hochland in Sauda und geht anschließend auf dem Gebirgspass nach Røldal weiter. Der höchst Punkt der Reise ist bei 972 m ü.d.M. und die Länge beträgt 260 km. Zwei Fähren können bei der Fahrt genutzt werden.

Eine weitere Kulturlandschaft kann auf der Route Jæren bestaunt werden. Entlang der Nordsee führt sie an einigen idyllischen Küstenstädten vorbei. Für die vollständige Befahrung sind insgesamt 130 km zurückzulegen bei einer maximalen Höhe von 274 m ü.d.M.

Übernachten in Norwegen mit dem Wohnmobil

Campingplätze  in Norwegen

Wohnmobile können in Norwegen wie üblich auf Campingplätzen und ausgewiesenen Stellplätzen geparkt werden. Vor allem in der Hochsaison sollten diese unbedingt genutzt werden. In Städten und Gemeinden ist das Parken von Wohnmobilen beschränkt. Allgemein ist das Parken, Übernachten und Campen nur in explizit ausgewiesenen Zonen erlaubt. Durch das norwegische Jedermannsrecht, welches jedem Reisenden und Einheimischen freien Zugang zur Natur ermöglicht und erlaubt, ist es in manchen Regionen auch möglich neben der Straße im freien Gelände das Wohnmobil zu parken und auch zu übernachten. Voraussetzung für das Ausleben dieses Rechts ist jedoch immer der respektvolle Umgang mit der Natur, eine ausgeprägte Rücksichtnahme und ein umsichtiges Handeln. Fahrzeuge müssen außerdem mindestens 150 Meter von Häusern und Hütten beim Parken entfernt sein. Auch Privatgrundstücke dürfen nicht betreten werden sowie Ackerland gemieden werden. Allgemein wird eine Rücksichtnahme auf die Umgebung erwartet. Die Internetseite bobilplassen.no bietet Informationen rund um Parkplätze und Entsorgungsplätze für Wohnmobile. In der Nebensaison kostet ein Stellplatz auf einem Campingplatz zwischen 30 und 35 EUR inklusive Strom & Wasser und einer Möglichkeit, Abwässer zu entsorgen. Parkgebühren für einen Tag belaufen sich auf etwa 10-15 EUR. Jedoch sind Parkplätze für Wandertouren oder in kleineren Dörfern oftmals kostenlos.

Wildcamping in Norwegen

In Norwegen darf zwei Tage ohne Erlaubnis gezeltet werden. Bei längerem Aufenthalt muss eine Erlaubnis des Grundbesitzers eingeholt werden. In Bergen ist ein längerer Aufenthalt auch ohne Genehmigung möglich, dank dem Jedermannsrecht, welches seit dem Mittelalter gilt.

Jedermannsrecht in Norwegen: Reisende und Einheimische wird freier Zugang zur Natur ermöglicht und erlaubt, in manchen Regionen im freien Gelände zu übernachten.

Kosten der Reise

Exemplarisch wird nun eine Kostenaufstellung für eine dreiwöchige Reise mit dem Wohnmob. nach Norw. vorgestellt. Für die Maut fallen insgesamt 155,17 EUR an Kosten an, fürs Tanken 653,99 EUR, für die Lebensmittel 229,63 EUR und für verschiedene Ausflüge 519,35 EUR. Für den Besuch von Restaurants werden pauschal 107,13 EUR eingerechnet. Insgesamt ergibt dies eine Gesamtsumme von ca. 1.700 EUR. Diese Summe kann sich jedoch deutlich erhöhen, wenn beispielsweise öfter auf einem Campingplatz geparkt und übernachtet wird. In dem Rechenbeispiel wird von einem Parken auf ausschließlich Gebühr freien Stellplätzen ausgegangen. Auch die Anzahl der Ausflüge kann je nach Entdeckungsdrang variieren und somit die Kosten erhöhen.
Am Ende unserer Reise haben wir ebenfalls eine Hochrechnung der Kosten angestellt und kamen dabei auf eine Gesamtsumme von ca. 2.000 EUR. Der höhere Preis im Vergleich zu der vorher exemplarisch angestellten Kostenaufstellung kann vor allem mit der vermehrten Nutzung von Fähren und dem Unternehmen von vielen Ausflügen begründet werden.

Gesamtkosten (4 Wochen, Stand 2017): ca. 2.000 €