La Bella Italia ist schlichtweg seit vielen, vielen Jahrzehnten eines der beliebtesten Reiseziele der Deutschen. Bereits unser Dichterfürst J. W. von Goethe bereiste das Land, wo die Zitronen blühen, von September 1786 bis Juni 1788.

Neben „La dolce vita“, Sonne, Strand und Meer hat Italien viele weitere Highlights zu bieten. Als da wären: Zeitreisen in die Antike, Kunst und Kultur, eine atemberaubende und vor allem abwechslungsreiche Landschaft zu der gigantische Bergen, zwei noch aktive Vulkane, glasklare Seen und vieles mehr. Hinzu kommen die enorme Gastfreundlichkeit der Italiener, das gute Essen, der hervorragende Wein und – für uns besonders wichtig – die vielen Möglichkeiten, mit dem Wohnmobil zu übernachten. Viele Italiener sind selbst passionierte Wohnmobilisten, so dass du dir vorstellen kannst, wie willkommen du im Land bist.

Offiziell ist Italien in 20 Regionen und diese wiederum in 103 Provinzen unterteilt. Jede Region ist anders, aber jede hat ihren ganz besonderen Reiz. Grob lässt sich Italien in Nord- und Süditalien unterteilen, wobei sich die Italiener aus dem Norden in Vielem von denen aus dem Süden unterscheiden.

Warum gerade Norditalien?

Während die südliche Hälfte Italiens relativ schmal und auf drei Seiten von Meer – dem Tyrrhenischen, dem Adriatischen sowie dem Ionischen Meer – umschlossen ist, ist der Norden Italiens – auch Oberitalien genannt – vergleichsweise breit. Zudem bestehen direkte Grenzen zu Frankreich, zur Schweiz sowie zu Österreich und Slowenien. San Marino ist – ebenso wie der Vatikan im südlichen Rom – eine Enklave.

Acht der insgesamt 20 italienischen Regionen befinden sich in Norditalien. Die Regionen sind:

  • Trentino-Südtirol/Trentino-Alto Adige (an Österreich, die Schweiz & ans Adriatische Meer grenzend)
  • Piemont/Piemonte (an Frankreich & die Schweiz grenzend)
  • Lombardei/Lombardia (an die Schweiz grenzend)
  • Ligurien/Liguria (an Frankreich & ans Tyrrhenische Meer grenzend)
  • Emilia-Romagna (am Adriatischen Meer)
  • das Aostatal/Aosta (an die Schweiz & Frankreich grenzend)
  • Friaul-Julisch Venetien/Friuli-Venezia Giulia (an Österreich & Slowenien grenzend)
  • Venezien/Veneto (am Adriatischen Meer)

Die Toskana, die unter anderem am Tyrrhenischen Meer liegt, zählt offiziell zu Mittelitalien, ich nehme sie jedoch einfach mit zu meinen Touren durch Norditalien.

Soweit zur kurzen Beschreibung. Warum aber gerade der Norden, so fragen sich einige. Ganz einfach: Im Norden des Landes gibt es

  • zahlreiche (Gebirgs)Seen
  • imposante Alpen
  • die Nähe zu Deutschland (z.B. von München/Rosenheim nach Bozen lediglich knapp 200 km)
  • viele schöne (Groß)Städte wie Milano/Mailand, Verona oder Bologna
  • zahlreiche historisch interessante Orte, allen voran Orte in der Toskana wie Florenz oder Pisa, aber auch Venedig und andere
  • deutsch sprechende Menschen, vor allem im Trentino-Südtirol/Trentino-Alto Adige
  • viele wunderschöne Landschaften mit National- und Regionalparks
  • eine vielfältige Fauna und Flora
  • viele unterschiedliche kulinarische Köstlichkeiten
  • Mode vom Feinsten – beispielsweise in Mailand, der Modestadt

Durch Norditalien mit dem Wohnmobil: ein bisschen Planung muss sein

Ehe du dich in dein Wohnmobil setzt und losfährst, solltest du dich ein wenig über Anreisemöglichkeiten, Verkehrsbedingungen und spezielle Gegebenheiten informieren. Hier ein paar Infos:

Die Anreise

Je nachdem, aus welcher Region Deutschlands du anreist und welche Region dein Ziel ist, in der Regel musst du die Schweiz oder Österreich passieren, um nach Norditalien zu gelangen. Natürlich könntest du auch über Frankreich einreisen, was jedoch nur dann Sinn macht, wenn du zuvor schon dort bist. Ebenso ist Slowenien denkbar, dazu musst du jedoch wiederum erst durch Österreich gefahren sein.

Was die Entfernung betrifft, ist auch das abhängig von Start und Ziel. Vom nördlichen Hamburg aus bis in den nördlichsten Ort Italiens – nach Sterzing, kurz hinterm Brennerpass – sind es knapp 1.000 km, von Rosenheim aus nur etwas mehr als 200 km.

Achtung: die Schweiz verlangt für Wohnmobile über 3,5 t eine Schwerlastabgabe, für Österreich braucht es eine Go-Box; andere Wohnmobile benötigen eine Vignette.

Besonderheiten bei der Wohnmobilreise durch Norditalien

Die größten Besonderheiten, die sich von Wohnmobilreisen innerhalb Deutschlands unterscheiden sind folgende:

Mautgebühren

  • Auf (einigen) Autobahnen sowie Tunneln und Pässen fallen Mautgebühren an.
  • Autobahngebühren (pedaggio) richten sich nach
    • Fahrzeugtyp, wobei Wohnmobile mit Doppelachsen mehr bezahlen müssen,
    • gefahrener Strecke,
    • Straßentyp, wobei die Gebühren auf Gebirgsautobahnen höher sind.
  • Bei der Autobahnauffahrt erhältst du an der Mautstation (casello) ein Ticket. Bei der Ausfahrt ist die Gebühr auf der entsprechenden Fahrspur zu entrichten, dabei sind verschiedene Bezahlarten denkbar
    • Barzahlung (weiße Fahrspur),
    • Kreditkarte oder EC-Karte (weiße & blaue Fahrspur),
    • Viacard (weiße & blaue Fahrspur),
    • Telepass (gelbe Fahrspur),
    • Free Flow (nur auf wenigen Autobahnen)

Achtung: keinesfalls im Mautstellenbereich drehen, rückwärtsfahren oder die Spur wechseln. Das kostet hohe Strafen und/oder Fahrverbot! Zur Hilfe die „Assistenza“ rufen.

Straßenverhältnisse

Die Straßen in Norditalien sind – bis auf wenige Ausnahmen in Gebirgsregionen – gut befahrbar. Folgende Straßenarten gibt es:

  • autostrade: italienische, meist gebührenpflichtige Autobahn; Achtung: Grüne Schilder!
  • superstrade: Schnellstraße; Achtung: Blaue Schilder!
  • strade statali: eine Art Bundesstraße
  • strade comunali/strade provinciali: (kleinere) Landstraßen, die durch (viele) Orte führen

Verkehrsbestimmungen

Auch in Italien gibt es verkehrsbeschränkte Zonen – ZTL, Zona a Traffico Limitato – die permanent oder temporär sind. Derzeit sind für einige Orte City-Mauts oder ein Ecopass fällig.

Vorsicht: Beim Einfahren in die ZTL wird dein Fahrzeug per Kamera registriert.

Folgende Geschwindigkeiten für Wohnmobile gelten:

  • maximal 50 km/h innerhalb von Ortschaften auf der strada comunale,
  • maximal 90 km/h auf der strada provinciale (Landstraße) bzw. der strada statale (Bundesstraße); maximal 80 km/h für Wohnmobile über 3,5 t,
  • maximal 110 km/h auf der superstrada (Schnellstraße); maximal 80 km/h für Wohnmobile über 3,5 t,
  • maximal 130 km/h (teils 150 km/h) auf der autostrada (Autobahn); maximal 100 km/h für Wohnmobile über 3,5 t,
  • außerhalb geschlossener Ortschaften Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit um 20 km/h bei Regen, Schnee oder Nebel,
  • Fahranfänger dürfen die ersten drei Jahre auf Autobahnen lediglich 100 km/h und auf Schnellstraßen 90 km/h fahren.

Beachte: überstehende Ladung, etwa das Fahrrad auf deinem Fahrradträger aber auch schon der eingeklappte Heckfahrradträger selber, muss mit einer speziellen rot-weiß-schraffierten Tafel (Achtung: Andere Schraffierung als für Spanien!) gekennzeichnet sein.

Parken und Wildcamping

Bezüglich des Parkens musst du wissen:

  • Parkverbot an durchgehenden Fahrbahnrandlinien sowie schwarz-gelb markierten Bordsteinen; gelbe Markierung nur für Anwohner, Busse und Taxis,
  • kostenloses Parken bei weißen, gebührenpflichtiges Parken bei blauen Bordsteinstreifen.

Wildcampen ist in Italien nicht erlaubt!

Navigation

Neben einem (guten!) Navi, rate ich zu einer (guten!) Straßenkarte, denn jeder kennt es, dass das Navi manchmal „anders tickt“, als wir es wollen.

Navis können sehr unterschiedlich sein, das betrifft sowohl deren Funktionen als auch den Anschaffungspreis. Solltest du gerade über einen Neukauf nachdenken, seien dir folgende Anregungen und Tipps gegeben:

  • Du kannst ganz einfach und zuverlässig übers Handy navigieren. Über Google Maps beispielsweise ist es kostenfrei. Sygic Truck kostet relativ wenig und kann lebenslänglich mit einer Einmalzahlung (Angebote beachten!) benutzt werden. Problem bei der Handy-Navigierung: Das Display ist sehr klein und somit für viele (gerade ältere) Wohnmobilfahrer schwierig zu erkennen.
  • Fährst du ein Wohnmobil über 3,5 t, solltest du dir ein Navi zulegen, an dem sich Länge, Breite, Höhe und vor allem Gewicht deines Fahrzeuges einstellen lassen, um für dich gesperrte oder unpassierbare Straßen, Brücken, Pässe und Tunnel rechtzeitig zu umfahren. Auch hierzu bietet Sygic Truck die Möglichkeit dazu. Ansonsten sind spezielle Wohnmobil-Navigationsgeräte häufig extrem teuer. Vorteil: Zahlreiche Stell- und Campingplätze sind vorab installiert und entsprechend markiert.

Mein Straßenkarten-Tipp:

  • für ganz Italien: MARCO POLO Reiseatlas; Maßstab 1:300.000
  • für Norditalien:
    • Reise Know-How Landkarte Italien, Nord; Maßstab 1:400.000
    • ADAC Länderkarte Nord-Italien; Maßstab 1:500.000

Natürlich gibt es noch zahlreiche andere gute Karten.

Reisezeit

Wann sollte man am besten nach Norditalien starten? Eine sehr schwierige Frage, die sich nicht so leicht beantworten lässt. Zum einen liegen individuelle Dinge, wie Urlaubsmöglichkeiten, Ferienzeiten etc. zugrunde, zum anderen kommt es auf deine Reiseintension – Wintersport, Badeurlaub, Kultur- und Städtereisen? – sowie natürlich damit verbunden die Region an.

Wer Wintersport in den italienischen Alpen betreiben möchte, fährt sicherlich nicht im Hochsommer dort hin, wer hingegen dort wandern möchte, schon. Und für Badeurlaub an Adria und Riviera sind die Monate eher auf Juni-Ende September/Anfang Oktober begrenzt.

Mehr zu den idealen Reisezeiten findest du bei den jeweiligen Touren.

Route 1: Durch die Toskana

Steckbrief

  • Route: Carrara/Marina di Carrara – Viareggio – Lucca – Pisa –Castiglioncello/Rosignano Marittimo – Cecina – Venturina Terme –  (Piombino/Elba) – Marina di Grosseto – Porto Santo Stefano – Porto Ercole – Saturnia – Montepulciano – Siena – Volterra – San Gimignano – Florenz
  • Länge: ca. 700 km (ohne Elba)
  • Dauer: 2-3 Wochen
  • Beste Reisezeit: Frühling / Herbst

Beste Reisezeit Toskana

Am schönsten ist es in der Toskana im Frühling und im Herbst, wenn es nicht so heiß wie im Sommer ist. Auch ist mancherorts das Tourismusaufkommen etwas geringer. Selbstverständlich ist auch eine Toskanareise im Winter denkbar und hat ihren besonderen Reiz, jedoch ist damit zu rechnen, dass die typische Landschaft trostlos, der Regen häufig und die Straßencafés ihren Charme ein wenig verlieren. Meine persönlichen Favoriten sind Mitte März bis Ende Juni sowie Ende September bis Ende Oktober. Wer jedoch an der Etruskischen Küste ins Meer steigen möchte, sollte sich auf Ende Juli bis Ende September konzentrieren.

Route durch die Toskana: Hinweise und Tipps

Dieser Roadtrip führt dich nicht wirklich in eine Region Nord-Italiens, sondern Mittelitaliens, dennoch wird die Toskana (fälschlicherweise) häufig in einem Atemzug mit dem Norden des Landes genannt. Und dem möchte ich mich anschließen.

Die Tour durch diese historische Landschaft führt uns zu Orten voller Historie, Kunst und Kultur, vorbei an anmutigen Säulenzypressen- und Olivenhainen sowie zahlreichen Weingütern, begleitet von einer atemberaubenden Landschaft mit sanften Hügeln und viel Marmor. Auch ein Abstecher ans Meer ist dabei. Wer mag, setzt sogar von Piombino aus zur (Napoléon-)Insel Elba über. Last but not least locken die einstige, unbewohnte Sumpflandschaft Maremma mit heißen Schwefelquellen, urwüchsigen Wäldern, in denen Wölfe, Wildschweine, Schaf- und Rinderherden leben, sowie die Halbinsel Monte Argentario.

Selbstverständlich sollten die toskanischen Spezialitäten nicht zu kurz kommen. Erwähnenswert sind die bekannten Weine, wie beispielsweise der Chianti, der Vino Nobile di Montepulciano oder der Vernaccia di San Gimignano, das toskanische Olivenöl und die Oliven selber, die leckeren Mandel- und Kastaniengebäcke, Wild- und Fischgerichte und noch vielerlei mehr.

    Routendetails und Highlights der Route durch die Toskana

    Carrara/Marina di Carrara – Viareggio – Lucca – Pisa

    Wir beginnen unsere große Toskana-Tour in der Stadt des weißen Marmors, in Carrara. In und um den Ort herum bin ich immer wieder beeindruckt von den Steinbrüchen, in denen das „weiße Gold der Toskana“ abgebaut wird. Besonders imponieren mir die -zig Bildhauerwerkstätten sowie natürlich in der Stadt selber die dreistöckige Casa Repetti aus dem heimischen Gestein sowie die vielen Marmor-Skulpturen. Die Marmorbrüche selber sind ca. 17 km von den Stellplätzen in Marina di Carrara sowie etwas mehr als 6 km vom Ort entfernt.

    Mein nächstes Ziel ist Viareggio, wozu wir an der Küste entlangfahren und einige Strände sowie Badeorte sehen. Viareggio ist das älteste Seebad Italiens. Die auf etwa drei Kilometern entlang des Boulevard Passeggiata stehenden alten Prachtvillen zeugen auch heute noch vom einstigen Reichtum des Ortes. Wer es mag, findet in vielen verschiedenen Strandabschnitten unendlich viele Sonnenliegen und Sonnenschirme, Strandcafés, bunte Badekabinen und vor allem jede Menge touristisches Treiben. Wer es mag…

    Weiter geht’s, vom Meer weg, ins etwa 26 km entfernte Lucca, am nördlichen Ende des Lago di Massaciùccoli vorbei. Ein Teil der Strecke ist, wenn du über die A11fährst, mautpflichtig. Eine Alternative ist die SS439.

    Lucca besitzt eine wunderschöne Altstadt sowie 99 Kirchen und Kapellen – laut Prospekt – und vor allem eine rund 4 km lange, breite Stadtmauer, die du begehen kannst, um die fantastische Aussicht auf die Innenstadt und die Umgebung zu genießen.

    Mein nächstes, etwa 20 km südwestlich liegendes Ziel kennt, zumindest dem Namen und den Fotos nach, jeder: Pisa. Nun musst du dich entscheiden, wo du übernachten möchtest: am Ortsrand von Pisa (fußläufig zu den Sehenswürdigkeiten) oder im ca. 13 km entfernten Marina di Pisa (in Meeresnähe).

    Wahrzeichen der Stadt sind der weltberühmte Schiefe Turm sowie der benachbarte, aus Carrara-Marmor erbaute Dom am Campo dei Miracoli – dem Platz der Wunder. Das muss man einmal gesehen haben.

    Tipp: Meide Wochenenden und Feiertage, dann ist hier – touristisch gesehen – die Hölle los!

    Castiglioncello/Rosignano Marittimo – Cecina – Venturina Terme – (Piombino/Elba) – Marina di Grosseto

    Lass uns nun die Etruskische Küste entlangfahren und Badetage einlegen, denn auch das gehört zur Toskana. Über die SS1 oder die SP224 und dann anschließend die SS1 führt mich unser Roadtrip am Meer entlang, gen Süden. Ich konzentriere mich hier auf einige, individuell ausgesuchte Badeorte und Strände sowie Stellplätze. Campingplätze findest du jede Menge, allerdings dürfte es im Juli/August schwierig sein, ohne Reservierung einen passenden Platz dort zu finden.

    Wir umfahren die Hafenstadt Livorno und gelangen in den Badeort Castiglioncello oder ein bisschen weiter nach Rosignano Marittimo, einem Ortsteil von Castiglioncello. Hier ist nach so viel Sightseeing Badetag angesagt. Wer hier nichts findet, fährt weiter. Auch in Vada oder anderswo gibt es herrliche Strände. Einer der beliebtesten Badeorte der Toskana befindet sich etwa 14 km weiter südlich: Cecina beziehungsweise Cecina Mare.

    In Cecina Mare findest du herrlich weiße Sandstrände mit einer fantastischen, von Pinienwäldern umgebenen Strandpromenade. Wenn du nicht nur (sonnen)baden möchtest und dich für die Vergangenheit interessierst, rate ich zu einem Besuch des Museo Archeologico Etrusco-Romano, des Museo comunale archeologico la cinquantina oder der Ausgrabungen der römischen Villa San Vincenzino.

    Mein nächstes angedachtes Ziel ist der Kurort Venturina Terme, der zwar ca. 7-8 km vom Meer weg liegt, dessen Besuch jedoch lohnend ist. Willst du mehr Meer, findest du zwischendurch jede Menge Strände und Küstenorte.

    In Venturina Terme kannst du Wellness-Tage einlegen. Mit einer Temperatur von ca. 36°C sprudelt hier heilendes, schwefelhaltiges, alkalisches Wasser aus zwei Thermalquellen, die bereits den Römern und Etruskern bekannt waren. In Venturina und Umgebung finden sich zudem interessante Sehenswürdigkeiten, wie etwa das Monumentalgrab Mausoleo di Caldana aus dem 1. Jahrhundert.

    Wenn du schon mal hier bist, könntest du theoretisch nach Piombino mit seiner malerischen Altstadt fahren und von dort zur Insel Elba übersetzen. Das würde jedoch den zeitlichen sowie den oben angegebenen Kilometer betreffenden Rahmen unserer Wohnmobiltour sprengen. Nur als Tipp: Elba ist einen gesonderten Urlaub wert!

    Stattdessen begebe ich mich richtig ins Gebiet der Maremma rein, ein landschaftlich beeindruckendes Gebiet, das ein trockengelegtes Sumpfgebiet mit beachtlicher Flora und Fauna ist. Mein erstes Ziel dort heißt Marina di Grosseto. Auf der Fahrt dorthin kommen wir an einigen interessanten Aussichtspunkten sowie etlichen Sehenswürdigkeiten vorbei.

    Marina di Grosseto ist ein beliebter Badeort, umgeben von Pinienwald, am Rande des Naturparks Maremma, wo du jede Menge Hotels, Gastronomie, Campingplätze und Sandstrand vorfindest. Im Sommer herrscht hier Hochbetrieb, im Winter hingegen gleicht der Ort einer Geisterstadt.

    Porto Santo Stefano – Porto Ercole – Saturnia

    Die nächste Station, die Halbinsel Monte Argentario, liegt fast 60 km entfernt und ist lediglich durch einen künstlichen Damm sowie zwei Sandstreifen mit dem Festland verbunden ist. Monte Argentario besteht aus zwei größeren Orten – Porto Santo Stefano und Porto Ercole – sowie einigen kleinen Dörfchen. Die Halbinsel punktet mit vielen traumhaft schönen Badestränden, mittelalterlicher Architektur, Festungen und einer atemberaubenden Landschaft.

    Von Albinia aus fahren wir zunächst über den kleinen Streifen nach Porto Santo Stefano, einer Stadt mit der alten, von den Spaniern erbauten Fortezza Spagnola, einem alten Hafen sowie einer malerischen Altstadt mit bunten – vornehmlich rosafarbenen – Häusern.  Einen eigenen Stellplatz besitzt der Ort nicht, aber auf der Zufahrt liegen mehrere Campingplätze, unten genannter Stellplatz sowie im Hafenbereich Porto Santo Stefanos einige Parkplätze (In der Saison nicht ratsam!).

    Wenn du magst, umrunde die Halbinsel, es lohnt sich! Dabei hast du etwas mehr als 20 km vor dir. Ist dir das zu viel, kommst du auf direktem Wege in nur 12 km nach Porto Ercole. Dominiert wird dieser Ort von vier Festungsanlagen, die einst unter spanischer Verwaltung standen. In der Pfarrkirche liegt der berühmte Künstler Michelangelo Merisi da Caravaggio begraben und die kleine Altstadt mit zahlreichen Treppen sowie der Hafen sind ebenfalls sehenswert.

    Unser Roadtrip geht nun weg von der Küste. Wir fahren ca. 60 km Richtung Nordosten, zum Thermalort Saturnia, einem Ortsteil von Manciano. Direkt an der SP10 – etwa 1,5 km vom unten genannten Stellplatz entfernt – befindet sich die frei zugängliche Cascate del Mulino, ein Thermalbecken mit 37,5°C heißem, schwefelhaltigem, aus dem Boden aufsteigendem Wasser. Hier könnte ich den ganzen Tag drin sitzen. Aber Achtung: Schmuck verfärbt sich aufgrund des Schwefels und auch der Badebekleidung tut langes Baden hier nicht gut. Also nach dem Bad unbedingt im Wohnmobil abduschen!

    Saturnia selber ist ein kleiner Ort mit nur wenigen Einwohnern, dafür aber umso mehr Besucher, die Wellness und Gesundheit suchen. Die Thermalquellen befinden sich jedoch etwa 1 km südlich des Ortes. Ansonsten hat das Gebiet einige Sehenswürdigkeiten zu bieten, die meist römischen Ursprungs sind, wie etwa die römische Thermalbadruine.

    Montepulciano – Siena – Volterra – San Gimignano – Florenz

    Weiter geht’s, rund 85 km auf der SS323 nordöstlich, nach Montepulciano. Der Name steht für dich sicherlich in Verbindung mit Wein? Stimmt, von hier stammt der beliebte Rotwein  Vino Nobile di Montepulciano (Nicht zu verwechseln mit dem Montepulciano d’Abruzzo!).

    Die historische Stadt Montepulciano liegt malerisch, von mittelalterlichen Stadtmauern umgeben, auf einem Hügel. Neben der beeindruckenden Festungsanlage erwarten dich eine sehr schöne Altstadt mit Dom und einem riesigen Triptychon, wunderschöne Häuser, das Museo comunale, die Torre di Pulcinella und einiges mehr.

    Über die SS715 sind es bis zum nächsten Etappenziel – Siena – etwa 60 km. Siena ist ein Traum. Wahrzeichen der Stadt sind die Piazza del Campo, wo das berühmte Palio di Siena – ein aus dem Mittelalter stammendes Pferderennen – stattfindet mit dem Torre del Mangia sowie die beeindruckende Kathedrale aus schwarzem und weißem Marmor. Weiterhin punktet Siena mit beeindruckenden Sakralbauten, Palazzi und der berühmten Konditorei der Familie Nannini, deren Tochter Gianna Nannini als Sängerin und deren Sohn Alessandro Nannini als Rennfahrer weltweiten Ruhm erzielten.

    Nicht so bekannt wie Siena ist unser nächster Ort: Volterra. Wenn du die Raccordo Autostradale Firenze–Siena sowie die SS68 nimmst, kommst du an Colle di Val d’Elsa im gleichnamigen Tal vorbei. Hier kannst du mit dem Aufzug von der Unter- zur wunderschönen Oberstadt Colle Alta gelangen.

    Doch weiter nach Volterra. Hier befindet sich eines der Zentren der Alabasterverarbeitung, zudem gibt es allerhand Historisches in und um den Ort herum zu bestaunen. Als da wären: Ruinen einer aus dem 3. Jahrhundert stammenden Thermenanlage, Überresten einer etruskischen Akropolis und die Ausgrabungsstätte Teatro Romano. Dominiert wird Volterra von der gigantischen Fortezza Medicea, eine Festungsanlage der Medici, die man jedoch nur von außen betrachten kann, da sie heute das Gefängnis beherbergt.

    Gleich welche Strecke du nun für die Weiterfahrt nimmst, schon von weitem siehst du die berühmten 14 Geschlechtertürme von San Gimignano. Auch dieser Ort liegt mal wieder auf  einem Hügel und ist von einer mittelalterlichen Stadtmauer umgeben, hinter der sich zahlreiche Sehenswürdigkeiten verbergen. Das einzig Unschöne an San Gimignano ist: Es gibt keinen Stellplatz für uns.

    Kommen wir zum letzten Ort unserer Wohnmobiltour. Knapp 60 km trennen uns von Florenz, der Stadt, in der Kunst und Kultur großgeschrieben werden. Immer noch träume ich vom Campingplatz an der Piazzale Michelangelo, wo uns ganz Florenz zu Füßen lag. Den gibt es leider nicht mehr. Aber Florenz, das gibt es immer noch, und zwar in seiner ganzen Schönheit.

    Florenz, die Stadt Michelangelos und da Vincis, die Stadt mit der weltberühmten Ponte Vecchio und den nicht minder weltberühmten Uffizien, der wunderschönen Kathedrale, und, und, und… Florenz verströmt einen besonderen Charme. Du solltest dich hier einfach treiben lassen und nach Möglichkeit mehr als nur einen Tag verbringen. Dazu quartiere dich am besten auf einem Campingplatz ein – leider gibt es keinen in der Stadt, sondern nur weiter außerhalb.

    Route durch die Toskana: Campingplatz- & Stellplatz-Tipps

    • Carrara/Marina di Massa-Carrara, Parcheggio Ristorante Lunezia, gebührenpflichtiger Wohnmobilstellplatz, Viale Cristoforo Colombo, 20 Plätze, Strand 100 m, Zentrum fußläufig, mit allem, Disko in der Nähe, jeder Platz hat einen eigenen Wasser und Stromanschluss,  bis Ende Oktober geöffnet, Strand- und Innenstadtnähe
    • Viareggio, Parcheggio Comunale, großer, kostenloser Wohnmobilstellplatz, Traversa a mare 1, Burlamacco, in Hafennähe, an kleinem Stadtwald, Parkplatz, Sportstätten in der Nähe (im Frühjahr 2022 sehr heruntergekommen)
    • Lucca, gebührenpflichtiges Parking Autocaravan, Via Gaetano Luporini 777, Parkplatz, Altstadt fußläufig knapp 2 km, mit allem außer Strom, relativ laut
    • Lucca, Area Attrezzata Camper Il Serchio, großer, relativ teurer Wohnmobilstellplatz, Via del Tiro a Segno 704, Ortsrand von Santa Anna, nahe der Autobahn, Flussnähe, nahe einiger Sportstätten, Altstadt fußläufig ca. 2,5 km, mit allem, Dusche, Waschmaschine & Trockner, Rabatt ab 3 Nächten, gegen (hohes) Entgelt Zugang zu Pool und Liegewiese
    • Pisa, Parcheggio Camper, gebührenpflichtiger, großer Wohnmobilstellplatz, Via di Pratale, Ortsrand, Innenstadt ca. 20 Gehminuten oder mit dem Bus, nahe des Sportgeländes, mit allem außer Strom
    • Marina di Pisa, Area Sosta Camper, großer, gebührenpflichtiger Wohnmobilstellplatz, Lungarno Gabriele D’Annunzio 252,  Ortsrand, Hafennähe, wo der Arno ins Meer fließt,  Strand 3 km, Radweg ins Zentrum Pisas (ca. 13 km), „spartanisch“ eingerichtet, mit allem, Freiluft-Dusche
    • Marina di Pisa, Camper Area Marina di Pisa 2, Via Litoranea 1, großer Parkplatz an der SP224, Ortsrand, unmittelbare Strandnähe
    • Castiglioncello, Wohnmobilstellplatz Area Camper, Via Aurelia 709-711, Ortsrand, Meeres- & Strandnähe, Zentrum fußläufig erreichbar, nur Entsorgung
    • Rosignano Marittimo (Nachbarort von Castiglioncello), gebührenpflichtiger Parcheggio Comunale, Via Gigli 79, Ortsrand, Strandnähe, ohne allem
    • Cecina, Agricampeggio Ippocampo, relativ teurer, luxuriöser Wohnmobilstellplatz, Via Francesco Domenico Guerrazzi 107, außerhalb von Provincia di Livorno, Strand ca. 500 m, Anreise nur 12-20 Uhr, Hund 6 € (!), Strom, Ver- und Entsorgung (teils Zusatzkosten), WC & Dusche, Reservierung, Pool/Schwimmbad, E-Bike-Verleih, Restaurant
    • Venturina Terme, camper club val di cornia, Via di Caldana, kostenloser Stellplatz, Zentrum ca. 1-2 km, Strand 7-8 km, kleine Plätze, Wasser kostet extra, neben Sportplatz
    • Marina di Grosseto, Area Parking Canova, relativ teurer, großer Wohnmobilstellplatz, Strada della Canova, Waldrand, Strand ca. 10 min. Fußweg, Zentrum ca. 6 km, mit allem, Dusche & WC,  Reservierung, Gasflaschenservice, Grillen
    • Marina di Grosseto, Oasi di Maremma, SP delle Collacchie, kostenpflichtiger, wunderschön angelegter, großer, Campingplatz ähnlicher Stellplatz, Strada Provinciale 158, im Wäldchen, Strand ca. 2 km, mit allem, Waschmaschine & Trockner, Dusche
    • Marina di Grosseto, Parcheggio Comunale, kostenloser Wohnmobilstellplatz Via d’Elba, großer Parkplatz, direkt am Strand, ohne allem
    • Porto Santo Stefano/Orbetello, Parco Sosta Lanini, gebührenpflichtiger Wohnmobilstellplatz, Strada Provinciale di Giannella 14, kurz bevor es auf die Halbinsel geht, Strand ca. 200 m, Hafen in Porto Santo Stefano ca. 1,7 km, Haltestelle zu Fuß erreichbar, mit allem, Dusche & WC
    • Porto Ercole, Area Sosta Camper Le Miniere, sehr großer, teurer Wohnmobilstellplatz, Strada Provinciale di Porto Ercole, außerhalb, Parkplatz, Haltestelle in der Nähe, mit allem, WC & Dusche, Brötchenservice, Fahrradverleih
    • Orbetello, Area sosta camper „Supermercato Coop“, kostenloser Wohnmobilstellplatz, Ortsrand, an einem Coop Supermarkt, Stadtzentrum 20 min Fußweg
    • Orbetello, gebührenpflichtiger Wohnmobilstellplatz, Strada Provinciale della Giannella 174, Parkplatz auf der Zufahrtsstraße zur Halbinsel auf dem Weg nach Porto Santo Stefano, in kleinem Wäldchen, Strandnähe
    • Orbetello, OT Albinia, Parco Sosta Camper Ai Delfini, großer, recht teurer Wohnmobilstellplatz, , Via Bocca d’Albegna, außerhalb, kurz vor der Überfahrt zur Halbinsel Monte Argentario, Strandnähe, am Waldrand, mit allem, Dusche & WC
    • Manciano OT Saturnia, Area Sosta Camper l’Alveare dei Pinzi, sehr großer, gebührenpflichtiger Wohnmobilstellplatz, Strada della Peschiera, außerhalb,  Haltestelle am Stellplatz, heiße Quellen fußläufig erreichbar, Saturnia Therme etwas mehr als 1 km, mit allem, WC & Dusche, Waschmaschine & Trockner, kleine Snackbar, Brötchenservice,  teils sehr schräge Plätze (Keilchen!)
    • Montepulciano, Parcheggio Lo Sterro, gebührenpflichtiger Wohnmobilstellplatz, Piazza Pietro Nenni, Parkplatz P5 (Donnerstags Markt, dann kostenlos auf Busparkplatz P6), Ortsrand, Zentrum fußläufig erreichbar, Haltestelle am Stellplatz, mit allem außer Strom
    • Montepulciano, Agricampeggi La Buca Vecchia, sehr kleiner, ruhiger gebührenpflichtiger Wohnmobilstellplatz, Strada per Pienza 38, über die SP146 erreichbar, auf einem Bauernhof, außerhalb, ca. 7 km westlich von Montepulciano-Zentrum, mit allem, nur 7 Plätze (Tipp: reservieren!)
    • Siena, Parcheggio Comunale, kostenloser Wohnmobilstellplatz ,Via delle Province, großer Parkplatz am Rande der Altstadt, Altstadt ca. 30-40 min. Fußweg, ohne allem
    • Siena, Parcheggio Il Fagiolone, recht teurer Wohnmobilstellplatz, Strada di Pescaia, Parkplatz, Altstadt ca. 20-30 min Fußweg, Haltestelle gegenüber, mit allem außer Strom, nachts sehr laut
    • San Gimignano, Parcheggio Camper Santa Lucia, gebührenpflichtiger Wohnmobilstellplatz, Strada Comunale Di Santa Lucia, Parkplatz, Zentrum mehr als 3 km außerhalb, an der Straße, ohne allem, Haltestelle am Platz
    • Florenz, Florence Scandicci park, relativ teurer Wohnmobilstellplatz, Via di Scandicci 241, Zentrum ca. 1 Stunde Fußweg, Haltestelle zu Fuß erreichbar, schwierige Einfahrt, nicht für Womos über 8 m, nur mit Code, campingähnliches Verhalten nicht erlaubt, nicht besonders attraktiv
    • Florenz, Parcheggio Gelsomino SCAF, kleiner, gebührenpflichtiger Wohnmobilstellplatz, Via del Gelsomino 7, Parkplatz, neben befahrener Straße, Haltestelle zu Fuß erreichbar, Zentrum ca. 30-40 min. Fußweg, mit allem außer Strom, nicht besonders attraktiv
    • Florenz, Parcheggio Comunale, kostenloser Wohnmobilstellplatz, Parkplatz am Sportgelände, ohne allem, Zentrum ca. 40 min. Fußweg, sehr laut
    • Florenz/Bottai-Impruneta, Camping Village Internazionale Firenze, Via San Cristofano 2, baumbestandener Campingplatz, Zentrum Florenz ca. 6 km, Bushaltestelle ca. 700 m (20 min. nach Florenz)

    Route 2: Rund um den Gardasee mit dem Wohnmobil

    Steckbrief

    • Route: Torbole – Malcesine – Torri del Benaco – Punta San Vigilio – Garda – Bardolino – Lazise – Peschiera del Garda – Sirmione – Rocca di Minerba bei Lido di Manerba – San Felice del Benaco & Umgebung – Salò – Gardone (Riviera & Sopra) – Limone sul Garda – Riva del Garda
    • Länge:ca. 160 km
    • Dauer:1-2 Wochen
    • Beste Reisezeit: Sommerurlaub: Juli/August; ansonsten Frühling/Herbst

    Beste Reisezeit für die Wohnmobilreise zum Gardasee

    Willst du Badeurlaub machen und scheust den Tourismus nicht, solltest du diesen Roadtrip im Juli/August unternehmen. Schwierig wird es dann jedoch manchmal, einen freien Stell- oder Campingplatz zu finden.  Zudem ist (fast) alles teurer als zu anderen Zeiten. Wettermäßig dürfte es allerdings optimal sein: draußen im Schnitt 30°C und 20°C im See.

    Ich selber bevorzuge die Zeit von Mitte April/Anfang Mai bis Ende Juni sowie Ende September/Anfang Oktober. Auch zu dieser Zeit ist es warm genug – vor allem für eine Rundreise um den See mit Besichtigungen. Im September kann man zudem noch baden. Besonders schön finde ich das Frühlingserwachen im März/April.

    Aber auch im Winter lässt es sich hier gut leben, je nachdem, was du vorhast: Wellness in Thermalbädern, Weihnachtsmärkte, Wintersport und interessante Neujahrsbräuche. Allerdings haben die meisten Campingplätze lediglich zwischen April und Oktober geöffnet, nur einige ganzjährig. Aber es gibt ja schließlich auch Stellplätze.

    Route rund um den Gardasee: Hinweise und Tipps

    Der Gardasee hat eine Uferlänge von ca. 158 km sowie eine Seelänge von rund  52 km, dabei misst er etwa 17 km in der Breite. An seiner tiefsten Stelle weist er 346 m vor. Aufgrund des milden Klimas und der fantastischen Landschaft sowie der zahlreichen Bademöglichkeiten ist der Lago di Garda, der größte italienische See, besonders bei deutschen Urlaubern beliebt.  Wir Wohnmobilfahrer schätzen ihn allein schon deshalb, weil das Angebot an Camping- und Stellplätzen ideal ist.

    Unser gemeinsamer Roadtrip führt uns im Uhrzeigersinn direkt am Ufer entlang – von Torbole bis nach Riva del Garda. Im Osten fahren wir über die SR249 direkt am Ufer entlang. Bei Peschiera del Garda wechseln wir dann zum Westufer und auf eine andere Straße; wir benutzen nun die SS45bis. Es geht weiterhin meist direkt am See entlang.

    Der Gardasee verströmt ein mediterranes Flair, sodass man vergessen kann, dass man nicht am Meer und auch nicht in Süditalien ist. Hohe Berge, anmutige Ortschaften, Weinreben, Oliven- und Zitrusbäume begleiten uns. Wandern, Radfahren, Wassersport oder einfach nur in der Sonne liegen und Relaxen sind angesagt. Auch Kulturell bekommst du einiges geboten.

    Routendetails und Highlights der Route rund um den Gardasee

    Torbole – Malcesine – Torri del Benaco – Punta San Vigilio – Garda

    Wir starten im Nordosten des Gardasees, in Torbole. Der Ort verfügt über eine schöne Seepromenade und bietet dir auf unserer Wohnmobiltour die erste Gelegenheit zum Surfen und Baden. Mit einem extra Surferstrand soll es eines der besten Surfreviere Europas sein.

    Um Torbole und Nago-Torbole – dem nicht am See liegenden Ortsteil – herum findest du zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie den imposanten  Marmitte dei Giganti, durch Erosion entstandene riesige Gletschertöpfe und interessante Felsformationen, sowie einige Burgen, z.B. die österreichisch-ungarische Festung Forte Garda, das Forte di Nago oder das Forte San Nicolò. Wandern kann man in der Umgebung von Torbole bestens.

    Wir fahren die Küstenstraße SR249 rund 14 km lang und kommen zum – bei Touristen und Wassersportlern sehr beliebten – Ort Malcesine, der vor seinen Füßen den Gardasee und in seinem Rücken den mächtigen, über 2.000 m hohen Bergrücken Monte Baldo vorzuweisen hat. Auch Goethe war einst auf seiner Italienreise von Malcesine schwer beeindruckt. Wir lieben die malerische Altstadt mit den engen Gassen und dem mittelalterlichen Castello Scaligero di Malcesine ebenfalls. Empfehlenswert ist eine Seilbahnfahrt zum 1.760 m hohen Tratto Spino. Das ist jedoch nur von Anfang April bis Ende Oktober möglich.

    Weiter geht’s am Seeufer entlang. Nach etwas mehr als einer halben Stunde erreichen wir Torri del Benaco. Sehenswert sind hier neben verschiedenen Gotteshäusern das gigantische Castello Scaligero mit Wehrgang und Museum, die Torre dell’orologio – der Uhrturm – sowie die Felszeichnungen von Brancolino und Crero.

    Lediglich knapp 5 km weiter südlich befindet sich die malerische Landspitze Punta San Vigilio. Für teures Geld kannst du hier an der SR249 am Parkplatz tagsüber parken und zum – gebührenpflichtigen – Strand gehen. Leider gibt es keinen Campingplatz. Aber die Landschaft, die Strände und der Blick auf den See sind hier einmalig, daher erwähne ich die Halbinsel. Vielleicht kannst du ja aber auch mit dem Rad von unserem nächsten Ziel aus – es sind nur knapp 3 km – hinfahren und genießen?

    Garda, unser nächstes Etappenziel, betört mit seiner beinahe schon mediterran anmutenden Vegetation. Sehenswert sind die Altstadt, der Fischerhafen sowie die Seepromenade. Außerhalb, im Süden, kannst du einen Ausflug zu den drei Grotten sowie zum etwa 300 m Monte San Giorgio mit dem Kamaldulenser-Kloster Eremo di San Giorgio machen.

    Bardolino – Lazise – Peschiera del Garda – Sirmione – Rocca di Minerba bei Lido di Manerba

    Nur wenig später kommen wir auf unserer Rundreise in den quirligen Ort Bardolino, dessen Name bei Weinkennern und -liebhabern in aller Munde ist. Zudem besticht der Ort mit zahlreichen Kirchengebäuden.

    Es geht Schlag auf Schlag: Kaum ins Wohnmobil eingestiegen, schon sind wir im nächsten, interessanten Ort. Lazise, ein beliebter Ferienort nicht nur bei Familien. Hier ist eigentlich immer was los. Angefangen vom Tierpark über das Erlebnisbad bis hin zum gigantischen Freizeitpark Gardaland. In Lazise langweilt man sich nie, hier kann man aber auch viel Geld ausgeben. Kostenlos hingegen ist der Besuch der wunderschönen Altstadt, die – umringt von gut erhaltenen Stadtmauern – mitten in einer Burganlage zu liegen scheint.

    Nächster Ort, nächste Sehenswürdigkeit: Peschiera del Garda, im Süden des Gardasees. Die kleine, sehenswerte, historische Altstadt ist vollständig von Kanälen umflossen. Festungsmauern sowie die gigantische Festungsanlage selbst, zur UNESCO-Welterbestätte ernannt, zeugen von einer lebendigen Vergangenheit.

    Wir wechseln auf die SR11, um nach Sirmione, einer romantisch auf einer rund 4 km schmal in den See reinragenden Halbinsel im Süden des Gardasees gelegenen Stadt, zu kommen. Sirmione ist nicht nur von der Lage her etwas Besonderes, auch der historische Ortskern mit den romantisch verwinkelten Gässchen ist ein Traum. Sehenswert sind die Wasserburg sowie die am Ende der Landzunge gelegene die römische Ausgrabungsstätte Grotte di Catullo.

    Jetzt begeben wir uns auf die Ostseite des Sees und fahren zum Rocca di Minerba bei Lido di Manerba. Zunächst wollen wir uns im Landschaftsschutzgebiet Riserva Naturale Orientata della Rocca e del Sasso ein wenig die Beine vertreten und vom Felsplateau Punta Sasso die atemberaubende Aussicht auf den See genießen. Neben dem abfallenden Felsen Rocca di Minerba selbst gibt es Olivenhaine sowie Überreste eines einstigen Tempels zu sehen. Lido di Manerba selbst liegt nördlich, ist ein Badeort mit einer sehr schmalen Landzunge, die zu einem Spaziergang einlädt.

    San Felice del Benaco & Umgebung – Salò Gardone (Riviera & Sopra) – Limone sul Garda – Riva del Garda

    Nachdem wir die Bucht von Minerba umrundet haben, kommen wir nach San Felice del Benaco mit der wunderschönen vorgelagerten Isola del Garda, die man nur mit dem Boot erreichen und mit einer Führung besichtigen kann. Es lohnt sich jedoch allein schon wegen der zahlreichen mediterranen Pflanzen. Übrigens wurde auf dem Fornella Camping der Film „Go Trabi go“ gedreht.

    Unser nächstes Ziel ist Salò, das vor allem den Dom als Sehenswürdigkeit besitzt. Und Gardone Riviera, ein Belle-Epoque-Nobelurlaubsort, liegt als nächstes auf unserem Tourenplan. Paläste und prachtvolle Villen zeugen noch heute vom einstigen Reichtum. Im ursprünglichen Ortskern – Gardone Sopra – findest du kleine bunte Häuser.

    Vorbei an zahlreichen weiteren sehenswerten Orten und Landschaften geht es etwa 30 km nördlich nach Limone sul Garda, einem terrassenförmig angelegten, einstigen Fischerdorf.  Hier findest du eine wunderschöne, blumengeschmückte Altstadt, eine Uferpromenade und in erster Linie etliche Limonen-Bäume.

    Kommen wir zum Ende unserer Rundreise. Etwa 11 km trennen uns von der Kurstadt Riva del Garda, am Nordufer. Sie besticht mit einer atemberaubenden Kulisse und scheint ein Surfer- und Mountainbikerparadies zu sein. Von hier aus kannst du einige interessante Ausflüge unternehmen, wandern oder klettern. Aber auch der Ort selber hat historischen Wert.

    gardasee-route

    Route um den Gardasee: Campingplatz- & Stellplatz-Tipps

    • Torbole sul Garda, Camperstop Torbole, sehr großer, relativ teurer, parzellierter Wohnmobilstellplatz,  Via al Còr 21, Strandnähe, nahe der Einmündung der Sarca in den See, Zentrum fußläufig erreichbar, mit allem, Dusche & WC, Imbiss
    • Malcesine, Parcheggio Retelino, sehr kleiner (6 Plätze), total überteuerter Wohnmobilstellplatz, Via Gardesana 350, auf (Bus)Parkplatz, Ortsrand, am See, Ort ca. 20 min. Fußweg, ohne allem, öffentliches WC, campingähnliches Verhalten nicht erlaubt (auch keine Keilchen!)
    • Malcesine, gebührenpflichtiger Wohnmobilstellplatz vorm Camping Lombardi, unter alten Olivenbäumen, See ca. 10 min. Fußweg, mit allem, Dusche
    • Malcesine, Camping Claudia, Via Gardesana 394, Zentrum ca. 30-40 min. Fußweg, See ca. 30 m, Kieselstrand, mit allem, geöffnet Ostern-November
    • Torri del Benaco, Camping Spiaggia D’Oro, kleiner Campingplatz, Località San Felice 12,  nördlicher Ortsrand, Kiesstrand,  jahrhundertealte Olivenbäume, geöffnet April-November
    • Torri del Benaco, Camping San Remo, kleiner Campingplatz, Via Gardesana 8, südlicher Ortsrand, für Wohnmobile bis max. 7,50 m
    • Garda, Parcheggio Via Preite, gebührenpflichtiger Wohnmobilstellplatz, Via C. Preite 13, am Bach, See ca. 10 min. Fußweg, im Ort, mit allem, Dusche & WC, Schranke: Pfand bekommt man bei Kartenrückgabe wieder
    • Garda, Parcheggio Centro, gebührenpflichtiger Wohnmobilstellplatz, Via Colombo, Parkplatz, Zentrum fußläufig erreichbar, mit allem außer Strom, WC, ca. 100 m weiter bergauf ist ein weiterer, ruhiger Parkplatz
    • Bardolino, Wohnmobilstellplatz/Campingplatz Agricampeggio Terra e Sogni, klein, sehr teuer, Via San Colombano 16A, Ortsrand, an einem Bauernhof, weit weg vom See, Pool/Schwimmbad, Waschmaschine, Fahrradverleih, Grillstelle, mit allem, WC & Dusche, Mitte März-Anfang November, Sonderöffnungszeit zwischen 6. Dezember & 6. Januar
    • Bardolino, Park Camper Serenella, gebührenpflichtiger Wohnmobilstellplatz,  Via Gardesana dell’ Acqua 21, 10 Plätze, Ortsrand, vorm Campingplatz, auf Parkplatz, direkter Strandzugang, Frischwasser & Abwasser
    • Lazise/ Colà, Parcheggio Auto-Camper Parco Termale del Garda, sehr großer, teurer Wohnmobilstellplatz, Via Possoi 64, außerhalb, mitten in den Weinfeldern, Zentrum fußläufig erreichbar, ruhig, mit allem, Waschplatz, WC & Outdoor-Duschen, Therme nebenan
    • Lazise/Colà, Agriturismo La Vigna, gebührenpflichtiger Wohnmobilstellplatz, Via Possoi 9, 11 Plätze, außerhalb, an einem Bauernhof, Freizeitpark Gardaland Castelnuovo 3 km, mit allem, Dusche
    • Lazise/ Colà, Agricamping Corte Gioliare, teurer Wohnmobilstellplatz, Strada delle Gioliare 59, 6 Plätze, außerhalb, an einem Weingut, Zentrum fußläufig erreichbar, Haltestelle in der Nähe, mit allem, WC & Dusche, Waschmaschine & Trockner, Pool, Anreise zwischen 15 Uhr & 18 Uhr
    • Peschiera del Garda, Area Camper Al Porto, großer gebührenpflichtiger Wohnmobilstellplatz, Via Milano 43, auf Großparkplatz, Zentrum fußläufig erreichbar, Altstadt, Strand, Hafen/Marina in der Nähe, mit allem, WC & Dusche
    • Peschiera del Garda/Frassiono, Area Camper Frassino, großer gebührenpflichtiger Wohnmobilstellplatz, Via Frassino 11, außerhalb, nahe der Autobahn, in der Nähe des Gardalandes, Kiosk, Imbiss, Grillstelle, mit allem, WC & Dusche, max. 3 Nächte
    • Sirmione/Lugana Marina, Area Sosta Camper Lugana Marina, großer gebührenpflichtiger Wohnmobilstellplatz, Via Cantarane 18, Ortsrand, ca. 6,5 km östlich von Sirmione, Seenähe, mit allem, WC & Dusche
    • Sirmione, Parcheggio Sterrato Camper Sirmione, gebührenpflichtiger, überteuerter Wohnmobilstellplatz, Piazzale John Lennon, Spitze ca. 3 km, Parkplatz, ohne allem, max. 1 Nacht,
    • Lonato del Garda/Sirmione, gebührenpflichtiges großes Area Sosta per Camper La Spiaggia, Via Vo‘ 19, Ortsrand, ca. 13 km westlich von Sirmione, Strand nur durch Straße getrennt, Zentrum fußläufig erreichbar, Restaurant, mit allem, WC & Dusche
    • Manerba del Garda/Rocca di Minerba, gebührenpflichtiges, sehr ruhiges Aire de camping-car Parcheggio Parco Naturale, Via Agello 10, Ortsrand von Pralungo, nahe der Naturpfade des Rocca-Reservats, Zentrum fußläufig erreichbar, Trinkwasser, Grauwasser- & WC-Entleerung (nicht in den Wintermonaten!), von 8.00-20.00 Uhr, keine Anreise nachts oder bei Regen, max. 2 Nächte, geöffnet Mai-30. September
    • Lido di Manerba, Campingplatz Camping San Biagio, Via Cavalle 19, 165 Plätze, Ortsrand, Seenähe, Kiesstrand, nahe Altstadt, geöffnet Anfang April-Ende September
    • San Felice del Benaco, Fornella Camping & Wellness family resort, Via Fornella 1, 13 km von Desenzano del Garda
    • San Felice del Benaco, Campeggio Europa Silvella, Via Silvella 10, am See,  2 Pools
    • Salò, Parcheggio Paradiso, gebührenpflichtiger Wohnmobilstellplatz, Via Tavine, 50 Plätze, Parkplatz, Ortsrand, durch Straße vom See getrennt, Kiesstrand & Strandbars, Zentrum ca. 25 m, Hafen ca. 1 km, mit allem, WC & Dusche
    • Gardone, Parking, Via al Vittoriale 12, ausreichend kostenlose Parkplätze, ruhig,  enge Einfahrt zum Parkplatz, eher für kleine Wohnmobile, ohne allem
    • Limone sul Garda, Camping Park Garda, Via 4 Novembre 10, klein & gemütlich, terrassiert, 2 Pools, Ort ca. 1,5 km fußläufig am Ufer entlang
    • Riva del Garda, teurer Wohnmobilstellplatz an der Marina, Via Brione, Ortsrand, mit allem außer Strom, WC & Dusche, Imbiss, max. 2 Nächte

    Route 3: Entlang der Oberitalienischen Seen

    Steckbrief

    • Route: Molveno/Lago di Molveno – Lago di Lévico – Lago di Caldonazzo –– Lago di Garda – Idrosee – Iseosee – Comer See – Luganer See – Lago di Varese – Lago Maggiore – Ortasee
    • Länge: ca. 650 km+ (je nachdem, ob man die Seen umrundet, verschiedene Orte dort anfährt oder nur direkt an einem Ort bleibt)
    • Dauer: mindestens  3 Wochen
    • Beste Reisezeit: Badeurlaub: Juli – September; ansonsten:Frühling/Spätherbst

    Beste Reisezeit entlang der Oberitalienischen Seen

    Wenn du baden möchtest, solltest du während der Monate Juli-September unterwegs sein, ansonsten ist es – beinahe – immer schön, je nachdem, was du erwartest. Im Winter ist jedoch auf einigen Streckenabschnitten mit Schnee und Glätte zu rechnen. Landschaftlich besonders schön ist es im Frühling, wenn die Natur erwacht oder aber im Spätsommer/Herbst.

    Route um die Oberitalienischen Seen: Hinweise und Tipps

    In Oberitalien gibt es zahlreiche Seen, sie liegen am Südrand der Alpen und bilden ein beliebtes Ferienziel bei Wohnmobilfahrern, Badeurlaubern, Wanderern und Naturliebhabern. Alle können wir nicht abfahren, sodass wir uns auf die bekanntesten 11 Seen beschränkt haben. Die hier vorgestellte Tour ist eher eine fiktive, um zu zeigen, welche Möglichkeit besteht, die Seen  hintereinander abzufahren.

    Routendetails und Highlights der Tour Oberitalienische Seen

    Molveno/Lago di Molveno – Lago di Lévico – Lago di Caldonazzo

    • Lago di Molveno/Molvenosee

    Nordöstlich befindet sich eines der Skigebiete Oberitaliens, südöstlich der Lago di Toblino/Tobliner See. Der einzige Ort – Molveno, deutsch Malfein – liegt im Norden. Hier findest du Strand mit Wiese aber auch Kies, viel Grün und eine nette Altstadt.

    Umgeben von hohen Bergen wird der kristallklare Bergsee an der SS421 besonders von Familien und sowie Wanderern, Wassersportlern und anderen Sportlern bevorzugt. Wer mag, fährt Boot, relaxt oder umrundet den See bei einer rund 14 km langen Wanderung, während der es zahlreiche historische Spuren aber auch landschaftliche Besonderheiten, wie beispielsweise die Fortini Napoleonici e Doss Corno – eine einstige österreichische Festung – oder den Wasserfall Cascata sul Lago di Molveno, zu bestaunen gibt. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es zahlreiche, für uns Wohnmobilfahrer jedoch nur einen Camping- sowie einen Stellplatz.

    • Lago di Lévico/Levicosee

    Der relativ unbekannte Lago du Lévico besticht mit seiner hervorragenden Wasserqualität sowie seinem wunderschönen Berg-Panorama. Größtenteils sind die bewaldeten Ufer steil abfallend und relativ unerschlossen. Etwas weiter westlich befindet sich der größere Lago di Caldonazzo.

    Der Thermalkurort Levico Terme (deutscher Name: Löweneck) liegt im südöstlichen Seebereich und bietet neben dem Badestrand das Thermalbad Palazzo delle Terme, eine gemütliche Altstadt mit Dom sowie etwa 2 km außerhalb die historische Festung Forte delle Benne, Teil des einstigen österreichisch-ungarischen Befestigungsriegels.

    • Lago di Caldonazzo/Caldonazzosee

    In direkter Nachbarschaft zum Lago di Lévico liegt der etwas größere Lago di Caldonazzo auf ungefähr gleicher Höhe. Beide Seen sind unterirdisch durch Grotten miteinander verbunden.

    Während der See am östlichen Ufer nicht besiedelt ist, liegen im Norden das kleine San Cristoforo al Lago und im Süden die beiden Hauptorte Calceranica al Lago und Caldonazzo. Im Süden befinden sich zahlreiche Campingplätze. Ansonsten ist der See gerade bei Wassersportlern beliebt, was auch zahlreiche Events nach sich zieht.

    Lago di Garda – Idrosee – Iseosee – Comer See

    • Lago di Garda/Gardasee

    Weit über die Grenzen hinaus bekannt und beliebt ist der lediglich 65 m hoch gelegene Gardasee. Das Klima ist sehr mild, und so wundert es nicht, dass in seiner Nähe bekannte Weinanbaugebiete liegen.  Am bekanntesten sind das Valpolicella- sowie das Bardolino-Gebiet.

    Im Osten triffst du auf einige Zweitausender, wie etwa den  2.218 m hohen Monte Baldo. Im See selber befinden sich fünf Inseln, wobei die Isola del Garda die größte und interessanteste ist.

    Besonders beliebt ist der Gardasee bei Aktivurlaubern aber auch bei Familien mit Kindern. Wenn du magst, kannst du nahe am Ufer einmal um den See herumfahren (ca. 160 km). Dabei findest du etliche Sehenswürdigkeiten, viele interessante Ortschaften sowie mehrere Camping- und Stellplätze. Mehr dazu du im Text „Rund um den Gardasee“.

    • Idrosee

    Bei diesem Bergsee handelt es sich um einen natürlichen Stausee, der von zwei Flüssen gespeist wird. Bereits zu lebte man hier von Fischfang; heute dient er zusätzlich als Bewässerungsreserve.

    Der Lago d’Idro ist viel weniger bekannt als andere Oberitalienische See, und auch ich bin im Prinzip mehr oder weniger nur durch Zufall mal hingekommen. Und wir haben vor allem die Ruhe genossen. Vor allem Aktivurlauber wissen die Region zu schätzen: Surfer und andere Wassersportbegeisterte, Wanderer, Kletterer, und Mountainbiker; im Winter lädt das nahegelegene Wintersportgebiet Maniva Ski ein, seinem weiteren Hobby nachzugehen.

    Rund um den See gibt es einiges Sehenswertes. Dazu zählen unter anderem zahlreiche Wandergebiete oder auch das Castello San Giovanni und die imposante Festung Rocca D’Anfo. Im Osten sowie im Süden erstreckt sich die namensgebende Großgemeinde Idro.

    Übrigens: Im Sommer kann das Wasser des Lago d’Idro bis zu 20°C warm werden.

    • Lago d’Iseo/Iseosee

    Was den viertgrößten oberitalienischen See so besonders macht ist, dass auch er vom großen Touristenansturm bislang verschont blieb.

    Was dich hier erwartet? Drei Inseln, malerische Bergpanoramen, ein Segelsportparadies und einige wenige Badestrände. Der Lago d’Iseo steht in Verbindung zu einigen Persönlichkeiten: die Waffenherstellerdynastie Beretta nennt die kleine Isola di San Paolo ihr Eigen, der italienische Motorboothersteller Riva steht mit dem See ebenso wie der bekannte Künstler Christo in Verbindung; Letzterer ließ hier Besucher dank seiner Installation „The Floating Piers” quasi übers Wasser wandeln.

    Die meist felsigen See-Ufer sind meist steil abfallend, so dass die Straße, die rund 60 km um den See führt, mancherorts aus dem Felsen gehauen werden musste. Eine Umrundung lohnt sich.

    • Lago di Como/Comer See

    Auffallend ist die Form des Sees: Im Norden hat er eine Verbindung mit dem kleinen Lago di Mezzola und driftet etwa in der Mitte zu einer Gabelung auseinander; im Süden sind noch einige weitere kleinere Seen zu finden.

    Er liegt inmitten einer malerischen Bergkulissenlandschaft. Typisch sind die vielen kleinen Dörfer an seinen Ufern, mit teils historischen Häusern. Einigen von ihnen merkt man auch heute noch an, dass die Region – durch die Seidenraupenzucht und der daraus folgenden Seidenindustrie – einmal reich war.

    Das mediterrane Klima lässt Pflanzen wie Oliven- und Zitrusbäume, Palmen und andere subtropische Gewächse gedeihen.

    Viele Prominente – wie George Clooney oder Konrad Adenauer – wohnen beziehungsweise wohnten hier, und auch zahlreiche Touristen suchen alljährlich ihr Feriendomizil am See auf oder machen Zwischenstation auf dem Weg in den Süden. Golfplätze, Parks und Kurorte laden zum Erholen, der See selber zum (Sonnen)Baden und Wassersport treiben und die Umgebung zum Wandern und Klettern ein.

    Luganer See – Lago di Varese – Lago Maggiore – Ortasee

    • Lago di Lugano/Luganersee

    Der Lago di Lugano ist ein auf 271 m Höhe befindlicher Gletschersee von recht verschlungener Form.  Lediglich 37% des Sees liegt auf italienischem Gebiet, der Rest gehört zur Schweiz, in der wiederum die direkt am See befindliche Exklave Campione d’Italia liegt. Schaut man auf die Karte, so merkt man, dass der Grenzverlauf recht kompliziert ist.

    Besonderheiten sind der Seedamm von Melide, welcher auf Schweizer Gebiet den See überquert, sowie der nahe, 1.097 m hohe Monte San Giorgio, ein UNESCO-Weltnaturerbe, ebenfalls auf Schweizer Boden.

    Auf und am Lago di Lugano kann man Bade- und Wassersporturlaub genießen,  Ausflüge mit Fahrgastschiffen unternehmen oder vom Seeufer aus zu einer Wanderung auf die nahegelegenen Gipfel starten und von dort aus die atemberaubende Aussicht genießen. Zu den Sehenswürdigkeiten auf italienischer Seite gehören: die Cascate Di Begna bei Porlezza, die Cascata di Santa Giulia und die Grotte di Rescia, die Santuario di S. Maria dei Ghirli in der Enklave Campione, Überreste der Linea Cadorna – einer Verteidigungslinie gegen die k. u. k. Armee und des deutschen Heeres sowie einige Ortschaften. Der Monte San Salvatore, wo Jesus auf dem Weg in den Himmel einen Zwischenstopp eingelegt haben soll,  sowie der Monte Brè mit kleinen Dörfern, in denen zahlreiche Künstler lebten und leben, zählen wiederum zur Schweiz, sind aber in jedem Fall besuchenswert.

    • Lago di Varese

    Der Lago di Varese ist als Austragungsort mehrerer Rudermeisterschaften bekannt. Er liegt östlich des Lago Maggiore und rund 5 km vom namensgebenden Ort Varese entfernt. In seiner Nachbarschaft befinden sich der Lago di Comabbio und der Lago di Monate.

    Auf seiner Westseite befindet sich die relativ große Isola Virginia, welche ein Steinzeitmuseum mit einer der bedeutendsten Pfahlbau-Siedlungen Europas, beheimatet. Rund um den Lago di Varese findest du sehenswerte Villen. Ansonsten geht es am See eher ruhig und beschaulich zu.

    • Lago Maggiore/Langensee

    Der Lago Maggiore befindet sich im Norden zu 19,9 % auf Schweizer Boden. Er ist langgestreckt, liegt auf 193 m Höhe, hat zahlreiche Inselchen und ist ein beliebter Urlaubsort bei vielen Italienern aber auch Nicht-Italienern. Flächenmäßig betrachtet ist er der zweitgrößte See Italiens.

    Noch heute leben hier einige Berufsfischer. Die große Flotte der Passagierschifffahrt befördert saisonal zahlreiche Menschen aus aller Welt über den See. Genieße hier zudem das herrliche Bergpanorama, die historischen Ufervillen, einige Sehenswürdigkeiten, interessante Orte sowie den See an sich.

    Interessant sind bei Cannero Riviera die auf zwei kleinen Inseln liegenden Castelli di Cannero, die drei Isole Borromee vor Stresa, die Abtei San Donato, die Basilica di San Vittore in Intra, der Weg zu der Cascate Della Froda sowie der Wasserfall selbst, das Castello Visconteo, eine Fahrt mit der Funivie del Lago Maggiore und, und, und.

    • Lago d’Orta/Ortasee

    Der wenig bekannte Lago d’Orta. Er liegt malerisch, neben seinem großen Bruder, dem Lago Maggiore, ist auf drei Seiten von Bergen umgeben und in Wälder eingebettet. Auf der Isola San Giulio befindet sich ein mittelalterliches Dorf. Der Walfahrtsort Sacro Monte d’Orta liegt auf einer Halbinsel – gegenüber der Isola San Giulio – und lädt dich zu einem Rundweg mit freskengeschmückten Sakralgebäuden ein.

    comer see - route oberitalienische seen

    Route entlang der oberitalienischen Seen: Campingplatz- & Stellplatz-Tipps

    • Lago di Molveno
      • Molveno,  Via Lungolag 8, in der Saison relativ teurer Wohnmobilstellplatz, 52 Plätze (in der Saison mehr), ruhig, nahe am See, mit allem
    • Lago di Lévico
      •  Levico Terme, Camper Sosta Valsugana, gebührenpflichtiger Wohnmobilstellplatz, Loc. Pleina 5, 34 Plätze, Ortsrand, vom Campingplatz, Zentrum fußläufig erreichbar, Haltestelle in der Nähe, am Bahnhof, mit allem (Wasser ist extrem teuer!), WC & Dusche
      • Levico Terme, Wohnmobilstellplatz, Via dei Morari, 10 Plätze, Parkplatz, nicht für Wohnmobile über 6,50 m
    • Lago di Caldonazzo
      • Calceranica al Lago, Camping punta lago, Via Lungo Lago 70, einziger CP am Südufer, direkter Zugang zum See, Strandnähe
    • Lago di Garda
      • siehe a.a.O. „Rund um den Gardasee“
    • Idrosee
      • Bagolino, Area sosta Camper Ponte Caffaro, gebührenpflichtiger Stellplatz, Via Lago/Via dei Quadri Terza 6, 12 Plätze, direkt am See, Ortsrand, Flussnähe, Wald, an einer Sportstätte, Zentrum fußläufig erreichbar, mit allem, öffentliche Dusche, Biergarten, Imbiss, max. 3 Nächte
      • Bagolino, Parcheggio Camper 2–Active, Via dei Quadri I, am See, mit allem, nachts evtl. laut
      • Località Biotopo Lago d’Idro, gebührenpflichtiger Wohnmobilstellplatz am Biotopo, Parkplatz, Ortsrand, Fluss- & Seenähe, Zentrum fußläufig erreichbar, Frischwasser & Kassettenentleerung (Nicht im Winter!)
    • Lago d’Iseo
      • Sulzano, Parcheggio Gerolo, gebührenpflichtiger, günstiger Wohnmobilstellplatz, Via Tassano 10, 35 Plätze, gute Lage, Zentrum fußläufig erreichbar, Schiffsanleger zur Monte Isola 500 m, mit allem, Dusche
      • Marone, Parking Alla Galleria Marone, Via Roma, gebührenpflichtiger Wohnmobilstellplatz, Ortsrand, an einer Gaststätte, Zentrum fußläufig erreichbar, Haltestelle in der Nähe, ohne allem
    • Comer See
      • Colico, Area camper L’Ontano, Via Montecchio Nord 27, relativ teuer, 25 Plätze, Ortsrand, am See, an einer Gaststätte, komplett umzäunt, mit allem, Dusche & WC
      • Como, Area Sosta Camper, Via Brennero 7, gebührenpflichtiger Wohnmobilstellplatz, 10 Plätze, Zentrum fußläufig erreichbar, mit allem, max. 2 Nächte
      • Como, kostengünstiger Parking per camper, Via Moro Aldo, 7 Plätze, Parkplatz, an der Straße, teils mit PKWs belegt, Zentrum fußläufig erreichbar, Haltestelle in der Nähe, mit allem
    • Luganer See
      • Porlezza , Camping Darna, Via Osteno 50, parzelliert, privater Kiesstrand, am See
      • Lavena Ponte Tresa, International Camping, Via Marconi 18, 75 Plätze, See & Zentrum 500 m, sehr eng & klein
      • Lugano (CH), gebührenpflichtiger Wohnmobilstellplatz, Via Tassino, 8 Plätze, Ortsrand, auf einem Parkplatz, Zentrum fußläufig erreichbar, Bushaltestelle in der Nähe, mit allem, max. 2 Nächte,
    • Lago di Varese
      • Gavirate, Area Sosta Camper, gebührenpflichtiger Wohnmobilstellplatz, Via Cavour 51, 20 Plätze, am See, Ortsrand, am Radweg, Zentrum fußläufig erreichbar, mit allem (extra Gebühren!)
      • Ternate, Area Sosta Camper Ternate, kostengünstiger Wohnmobilstellplatz, Via Roma, 8 Plätze, in Seenähe, an einem Hotel, Parkplatz, Zentrum fußläufig erreichbar, mit allem außer Toilettenentsorgung
    • Lago Maggiore
      • Oggebbio, Area Camper Oggebbio, teurer Wohnmobilstellplatz, Strada Martiri Oggebbiesi 6, 22 Plätze, Ortsrand, Seenähe, Zentrum fußläufig erreichbar, mit allem, WC & Dusche, eigener Sitzplatz
      • Germignaga, Area Sosta Camper, sehr teurer Wohnmobilstellplatz, Via Bodmer 41a, 10 Plätze, mit allem, Strom, WC & Dusche
      • Bedero Valcuvia, Parcheggio Comunale, Via Manzoni, 10 Plätze, Parkplatz
    • Ortasee
      • Omegna OT Bagnella, Area Camper Lago d’Orta, gebührenpflichtiger Wohnmobilstellplatz, Via Caduti di Bologna, 27 Plätze, an einer Sportstätte, eingezäunt, kostenpflichtige Pool- & Freizeitanlage nebenan, Sandstrand 5 min. Fußweg, mit allem, Dusche & WC, max. 3 Nächte
      • Agrano, Parcheggio Comunale, Wohnmobilstellplatz, Via per Armeno 14, 5 Plätze, nicht am See, mit allem außer Strom
      • Orta San Giulio, Area Sosta Panoramica, sehr teurer Wohnmobilstellplatz, Via Panoramica, 15 Plätze, Ortsrand, Parkplatz, Seenähe, ohne allem
      • Madonna del Sasso- Boleto, Area Sosta Camper, kostenloser Wohnmobilstellplatz, Via Santuario, 20 Plätze, Parkplatz, mit allem außer Strom, abseits vom See, Wandermöglichkeiten, anspruchsvolle Anfahrt für größere Wohnmobile

    Route 4: zu den 8 schönsten Städten in Norditalien mit dem Wohnmobil

    Steckbrief

    • Route: Mailand – Verona – Venedig – Bologna – Rimini – San Marino – Florenz – Cinque Terre
    • Länge:ca. 900-1.000 km
    • Dauer:ca. 1-2 Wochen
    • Beste Reisezeit: März – Juni / September – Oktober

    Beste Reisezeit für die Städte-Tour

    Da es sich hierbei um eine reine Städtetour handelt, solltest du in der Zeit zwischen Ende März bis Mitte Juni oder aber Ende September bis Ende Oktober fahren. Die Wahrscheinlichkeit, dass es dann nicht mehr zu heiß ist und der große touristische Ansturm vorüber sein dürfte, liegt da hoch.

    Meiden solltest du jedoch unbedingt die Osterfeiertage, dann nämlich ist im traditionsbewussten, katholischen Land auf den Straßen sowie in den Kirchen – aufgrund zahlreicher Prozessionen – extrem viel los.

    Route zu den 8 schönsten Städten Norditaliens: Tipps & Hinweise

    Wir werden viel auf den Straßen unterwegs sein, öfters mal auf für Wohnmobile über 3,5 t gesperrte Straßen sowie Umweltzonen stoßen und nicht immer einen Parkplatz direkt vor Ort finden. Da heißt es, flexibel sein, auf Vororte ausweichen und die öffentlichen Verkehrsmittel oder das Rad benutzen.

    Alle Sehenswürdigkeiten der einzelnen Orte kann ich unmöglich nennen, sodass ich mich – subjektiv betrachtet – auf die wichtigsten beschränke.

    Tipp: Besorge dir rechtzeitig Stadtpläne oder benutze ein gutes Fußgänger-Navigationssystem.

    Stellplätze im Bereich größerer Orte sind meist rar, eng und nicht immer einladend. Wer eine längere Stadtbesichtigung plant, sollte sich auf einem Campingplatz einquartieren. Ich habe dazu jeweils einen – möglichst ortsnah gelegenen – rausgesucht.

    Hinweis zu Mailand: Wohnmobile über 7,50 m dürfen nicht in die Innenstadt Mailands fahren.

    Routendetails und Highlights der Städte-Route

    Mailand – Verona

    Wir beginnen in Mailand – italienisch Milano –, der Hauptstadt der Lombardei. Es ist eine historische Stadt, deren Schwerpunkt u.a. die Mode ist. Und so wundert es auch nicht, dass du hier nicht nur in der Einkaufspassage Galleria Vittorio Emanuele II Boutiquen der bekanntesten Designer findest und richtig gut Geld ausgeben kannst. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören u.a. der Mailänder Dom, das Castello Sforzesco, der  Palazzo Reale Milano, der Panoramablick über die Stadt vom 109 m hohen eisernen Torre Branca, die Kunstgalerie Pinacoteca di Brera und vieles mehr.

    Je nachdem, wo du dein Wohnmobil abgestellt hast, kannst du dir die „Füße platt laufen“, es sei denn, du greifst auf das gut ausgebaute Metro-System und die  Bus- sowie Tramverbindungen zurück. Ein längerer Aufenthalt in Mailand lohnt sich, wenn du viel sehen und vor allem auch die Stadt am Abend genießen möchtest, denn Mailand steht nie still. Besonders interessant ist das Nachtleben am Navigli Kanal

    Von Mailand bis zu unserer nächsten Stadt sind es – je nach Streckenführung – rund 160 km. Ich rede von Verona, der Stadt der Liebe, wo William Shakespeares berühmtes Drama „Romeo und Julia“ spielt. Verona, einst von Julius Caesar gegründet, war einst Landeshauptstadt, heute erobern es jährlich zahlreiche Touristen. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählen das römische Amphitheater Arena di Verona, die mittelalterliche Torre dei Lamberti mit einem atemberaubenden Blick auf die Stadt, das Museo di Castelvecchio in einem restaurierten Palazzo,  das Castelvecchio, das – zu Fuß oder mittels einer Standseilbahn erreichbare –  Castel San Pietro, verschiedene Palazzi, Stadttore, Brücken, und, und, und.

    Venedig - Bologna– Rimini

    Weiter geht’s die rund 130 km entfernte Lagunenstadt Venedig, italienisch Venezia, wartet. Venedig zu beschreiben ist sehr schwierig, denn ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Die Stadt ist so vielschichtig, so einmalig, so unbeschreiblich. Einst einer der europaweit wichtigsten Handelsplätze, definiert sich Venedig heute unter anderem durch den Tourismus, den Karneval, die Biennale, die singenden Gondoliere auf den Kanälen sowie die Glaskunst auf der Insel Murano. Der historische Teil Venedigs besteht aus mehr als 100 kleinen Inseln und besitzt kaum Straßen, dafür umso mehr Kanäle, auf denen sich der in Städten sonst übliche Verkehr abspielt,  sowie Brücken – meist in gebogener Form –, über die die Passanten von einem Ort zum anderen gelangen. Wichtigster und größter Wasserweg ist der Canale Grande. Die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Venedigs sind die Piazetta San Marco mit gleichnamigem Dom, die alte Ponte di Rialto – die Rialtobrücke – über den Canale Grande,  die Seufzerbrücke – Ponte dei Sospiri –,  der Dogenpalast – Palazzo Ducale –, das Guggenheim-Museum, weitere zahlreiche Palazzi und Brücken sowie die vorgelagerten Inseln San Michele (mit Friedhof), Burano mit bunten Fischerhäusern und natürlich die Glasbläserinsel Murano.

    Venedig Kanal und Dom
    Venedig Kanal und Dom

    Rund 150 km trennen uns von Bologna, der Hauptstadt der Emilia-Romagna. Bologna ist sowohl eine historische als auch eine moderne Stadt, die weltweit durch die Spaghetti Bolognese,  den Balsamico-Essig, die Tortellini, die grüne Lasagne und die Mortadella bekannt wurde. Ferner ist Bologna eine lebendige Universitätsstadt mit zahlreichen Museen und noch mehr Sehenswürdigkeiten.

    Nicht versäumen solltest du den Besuch der zwei Türme Garisenda e degli Asinelli, die als Wahrzeichen der Stadt gelten, der  Piazza Maggiore mit historischen Gebäuden, der Straßencafés mit den Straßenmusikern davor, des Palazzo del Podestà mit Flüstergalerie und Arkaden, der Basilica di San Petronia sowie vieler weiterer Sakralbauten, der engen Finestrella – eine Gasse mit zahlreichen Restaurants – oder des Ducati-Museums.

    Nach so viel Kunst und Kultur, die wir zu verarbeiten hatten, reisen wir nun etwa 120 km weiter nach Rimini, ans Meer. Bereits seit den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts befinden sich hier der Deutschen beliebtesten Strände. Hier kannst du relaxen – sofern es der Touristenansturm zulässt.

    Das einstige kleine Fischerdorf an der Adria hat sich zu einem nicht enden wollenden Tourismusmagnet gewandelt, was Bars, Nachtclubs, Hotels, Restaurants, Sonnenschirme und Liegen am Strand sowie vieles mehr nach sich zog. Du wirst sehen, hier „spricht man deutsch“ – jedenfalls meistens – und „man isst deutsch“. Dennoch findest du selbst hier einige „wirkliche“ Sehenswürdigkeiten. Dazu zählen beispielsweise die zu einem Mausoleum umgebaute Kathedrale – der Tempio Malatestiano –, das alte Castel Sismondo, die mit historischen Gebäuden gesäumte Piazza Cavour mit Papst-Statue, die historische Porta Montanara, das romanische Amphitheater, die Ausgrabungsstätte Domus del Chirurgo.

    San Marino – Florenz – Cinque Terre

    Lass uns nun ein wenig „fremdgehen“. Dazu legen wir lediglich 20 km ins Inland zurück und passieren eine Landesgrenze. Die Rede ist von San Marino, der ältesten Republik Europas sowie dem fünftkleinsten Land weltweit. San Marino ist eine eigenständige Republik, also nicht Italien, aber heute verleibe ich es mir einfach für meine Städtetour ein. San Marino ist eine Enklave, die komplett von Italien umschlungen wird. Noch heute steht der Zwergenstaat unter dem Schutz des Heiligen Stuhls in Rom. Wirklich viele Kilometer kannst du in dem nur 60 km2 kleinen Staat nicht zurücklegen, aber das, was du siehst, lohnt sich. Am interessantesten ist dabei die historische Hauptstadt gleichen Namens.

    San Marino ist klein aber lebendig. Hier kannst du die Landschaft genießen, shoppen und es dir in Bars sowie Cafés und Restaurants gutgehen lassen. Du kannst dich aber auch an einigen Sehenswürdigkeiten erfreuen. Als da wären: in der Città di San Marino die Festung mit den beiden  Türmen Prima Torre-La Rocca-Guaita und Seconda Torre-Cesta, der Palazzo Pubblico, die Basilica del Santo sowie das Automobilmuseum Collezione Maranello Rosso (Ferrari & Abarth) in Serravalle. Außerdem solltest du dir das Vergnügen gönnen, mit der Luftseilbahn (Funivia San Marino-Città) hoch auf den Monte Titano zu fahren.

    Liebst du das Besondere, so stehen dir einige interessante Museen zum Besuch offen: in der Città di San Marino das Museo delle Creature della Notte – Vampiri e Licantropi (Vampirmuseum) oder das Museo delle Cere, Wachsfigurenmuseum (stellt Szenen der Geschichte dar), sowie das Foltermuseum Srl in San Marino di Urbini.

    Zurück nach Italien und etwa 165 km nach Florenz, italienisch Firenze. Firenze, die Hauptstadt der Toskana, von Julius Caesar gegründet, ist in erster Linie bei Kunstliebhabern die Nummer 1 der Urlaubsziele. Namen wie Michelangelos, da Vinci,  Brunelleschi oder auch Giotto sind unmittelbar mit Florenz verbunden. Nicht nur, dass etliche wertvolle Exponate in den weltweit bekannten Uffizien zu bestaunen sind, auch auf der Piazza della Signoria sowie einigen Seitenstraßen begegnet dir die Kunst. Hier kannst du gigantische Statuen bestaunen. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Cattedrale di Santa Maria del Fiore mit Kuppeldach und farbiger Marmorfassade, der Palazzo Vecchio, die Piazzale Michelangelo mit ihrem fantastischen Panorama über die Stadt sowie einer Kopie des beeindruckenden Davids von Michelangelo, die mittelalterliche, gewölbte Ponte Vecchio – älteste Brücke über den Arno – mit zahlreichen Souvenir- und vor allem Schmuckläden sowie die Giardino di Boboli, alte Gärten mit kunstvoll verzierten Brunnen und Statuen.

    Florenz - Statuen - Michelangelo

    Unser letztes Ziel befindet sich wieder an der Küste, diesmal an der Riviera, am Ligurischen Meer. Die Rede ist von Cinque Terre, eigentlich keine wirkliche Stadt sondern ein Ensemble aus fünf wunderschönen Dörfern. Sie alle befinden sich entlang der steil ins Meer abfallenden Küste und haben – bis auf Corniglia – einen eigenen Zugang in einer kleinen Bucht zum Meer. Die Häuser der Dörfer scheinen sich bis auf eine ungefähre Höhe von 100 m an die steilen Felsen zu klammern.

    Da du die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählenden und in einem geschützten Nationalpark liegenden fünf Dörfer Monterosso, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore, wegen der schmalen Straßen und Gassen sowie des meist ständig vorhandenen Touristenverkehrs nicht wirklich mit dem Wohnmobil passieren kannst, musst du dir einen Platz in der näheren Umgebung suchen. Anschließend erreichst du die Cinque Terre am bequemsten mit der Bahn, deren Benutzung ein besonderes Erlebnis ist, oder mittels einer Wanderung. Per Schiff ist ebenso denkbar. Die Bahn fährt entlang der Küste und zwar hauptsächlich durch Tunnel, dabei besitzt jedes Dorf seinen eigenen Bahnhof. Willst du alle fünf Dörfer auf dem Sentiero Azzurro erwandern, musst du mit rund 15 km rechnen.

    Markenzeichen der Cinque Terre sind, neben der einmaligen Lage, die vielen bunten Häuser sowie die an den Steilhängen terrassenförmig angelegten Weinberge. Wenn du nicht gerade in der Saison anreist, wenn der Besucherstrom so stark ist, dass sogar der Zugang reglementiert wird, kannst du jedes einzelne Dorf auf seine Art genießen. Erfreue dich an dem Anblick der Fischerboote, wandele durch die schmalen Gässchen, genieße den Ausblick aufs Meer sowie die leckeren Meeresfrüchtespezialitäten.

    Zu den einzelnen Ortschaften: Riomaggiore – mit der mittelalterlichen Castello di Riomaggiore – ist zweigeteilt, wobei die Teile mittels eines unterirdischen Tunnels verbunden werden. Der recht kurze Wanderabschnitt „Via dell’ Amrore“ führt entlang des Meeres, bietet fantastische Aussichten und verbindet Riomaggiore mit Manarola. Dieser Ort lebt außer vom Tourismus vom Fischfang und Weinanbau. Auch hier scheinen die bunten Häuser am Felsen zu kleben.

    Corniglia ist das einzige der fünf Dörfer, das nicht am Meer liegt, aber dennoch ebenso sehenswert. Corniglia ist das höchstgelegenste Dorf, bietet einen atemberaubenden Blick auf die Küste, besitzt einen autofreien Ortskern und wurde in Boccaccios bekanntem Werk „Decameron“ erwähnt.

    In Vernazza erwartet dich neben den bunten Häusern und dem kleinen Yachthafen die aus dem Jahre 1.000 stammende Felsenburg Castello Doria. Monterosso, genauer Monterosso al Mare, ist der größte sowie der älteste Ort der Cinque Terre. Wenn du magst, kannst du an einem der vier Sandstrände relaxen. Du kannst aber auch durch die kleinen Boutiquen und Geschäfte bummeln oder die wunderschöne Kirche mit schwarz-weiß gestreifter gotischer Marmorfassade bestaunen.

    Städte-Route Norditalien: Campingplatz- & Stellplatz-Tipps

    • Mailand
      • gebührenpflichtiger Wohnmobilstellplatz New Park Milano, Via Luigi Tüköry 6, 30 Plätze, Ortsrand, Parkplatz, Haltestelle in der Nähe, Reservierung möglich, mit allem, WC & Dusche, Zentrum ca. 6 km
      • Camper Parking Linate Milano, relativ teurer Parkplatz, Viale Enrico Forlanini 123, an stark befahrener Straße, Flugverkehr, viele LKWs am Platz, sehr laut, Bushaltestelle vorm Platz, Zentrum ca. 15 min. mit dem Bus 73, ohne allem
      • Mailand Camping „Città di Milano“, im Grünen gelegener & nicht ganz billiger Campingplatz, Via Gaetano Airaghi 61, 130 Stellplätze, Zentrum ca. 9-10 km, ruhiger, ganzjährig geöffnet
    • Verona
      • Camper-Areal Porta Palio, kostengünstiger Wohnmobilstellplatz, Via Gianattilio della Bona, 37 Plätze, Zentrum ca. 1-2 km, Ortsrand, Parkplatz, Haltestelle am Platz, mit allem außer Strom
      •  Corte Agricola Monrò, teurer Wohnmobilstellplatz, Via Bartolomeo Avesani 21, Zentrum ca. 2,5 km, ruhige & tolle Lage, Ortsrand, in Flussnähe, an einem Bauernhof, mit allem, Anreise 15 Uhr-17 Uhr
      • kostengünstiges Parking Serwis camper, Via Luigi Piccoli, 30 Plätze, zentrumsnah, ruhig, kein Strom, Duschen & andere Dienstleistungen nebenan im Hostel
      • Camping Castel San Pietro, Via Castel S. Pietro 2, 80 Plätze, inmitten von Bäumen, auf einem Hügel oberhalb der Stadt, Zentrum 500 m, in einstiger Burganlage, Haltestelle 800 m, nachts ruhig, geöffnet Anfang April-Ende September
    • Venedig
      • Via del Sorgo 19, gebührenpflichtiger Wohnmobilstellplatz 50 Plätze, Ortsrand, auf einem Parkplatz, Zentrum ca. 8 km, Haltestelle in der Nähe, mit allem
      • Venice Camper Parking, gebührenpflichtiger Wohnmobilstellplatz Caravan Park San Giuliano Venice, Via San Giuliano 19, Ortsrand, in Meernähe, Zentrum fußläufig erreichbar, Haltestelle in der Nähe, mit allem, WC & Dusche. Achtung: Selbst bei kurzer zeitlicher Überziehung ist direkt noch einmal der gesamte Betrag fällig!
      • Parcheggio del Tronchetto, gebührenpflichtiger Wohnmobilstellplatz, Piazza Tronchetto, 50 Plätze, Zentrum ca. 1 km, Ortsrand der Isola Nuova, in Meernähe, Parkplatz, Haltestelle in der Nähe, Wasser & Strom, keine Entsorgung
      • Parcheggio Marco Polo 2002, gebührenpflichtiger Wohnmobilstellplatz, Via Triestina 185, 100 Plätze, Zentrum ca. 17 km, Parkplatz
      • Camping Fusina, Via Moranzani 93, Malcontenta, auf dem Festland, direkt an Anlegestelle zum Zentrum (20 min. Fahrt), Blick auf Venedig sowie vorbeifahrende große Schiffe, Pool, ganzjährig geöffnet
    • Bologna
      • Area sosta Camperopoli, Via della Beverara, 157, gebührenpflichtig, Bushaltestelle am Platz, Wohnmobilhandlung  nebenan, Flughafeneinflugschneise (Flugverkehr 7-23 Uhr, Zentrum 3,5 km mit allem
      • gebührenpflichtiger Wohnmobilstellplatz La Certosa, Via della Certosa 14,  am Straßenrand, Zentrum ca. 3 km, Haltestelle in der Nähe, kleiner Park nebenan, ohne allem
      • Parking Prati di Caprara, Via Emilia Ponente 54, gebührenpflichtig, Parkplatz, beim Krankenhaus, an stark befahrener Straße, Zentrum ca. 3 km
      • Parcheggio Saffi, Via Aurelio Saffi 81, gebührenpflichtig, 5 Plätze, Parkplatz, kleiner Stadtwald nebenan, Krankenhaus in der Nähe, an stark befahrener Straße, Zentrum ca. 30 min., max. 1 Nacht,
      • Area a Casa Vittoria, Viale Alcide de Gasperi 2, gebührenpflichtiger Wohnmobilstellplatz in einer Art Industriegebiet, Zentrum ca. 6 km
      • Camping Centro Turistico Città di Bologna, Via Romita 12/4a, 120 parzellierte Plätze, Haltestelle 50 m, Zentrum 4 km, Flughafen in Hörweite, Pool, Reservierung nicht möglich, geöffnet Mitte Januar-kurz vor Weihnachten
    • Rimini
      • Parcheggio Attrezzato, teurer Parkplatz, Via Roma 70, 150 Plätze, Strand ca. 1,5 km, Altstadt ca. 2 km, mit allem (Extrapreis)
      • Parcheggio Comunale, gebührenpflichtiger Parkplatz, Largo Imerio Bertuzzi, 20 Plätze, neben medizinischem Zentrum, Zentrum 1 km, Strand 2,6 km, nicht für große Wohnmobile, enge Zufahrt
      • Area Sosta Camper Park Village Rimini, Via Luigi Zangheri, OT Rivabella,  nahe Friedhof, ruhig & einfach, Dusche & WC, Zentrum 3 km, Strand 1 km Fußweg
      • Rimini Family Camping Village, OT Rivabella/Viserba, Viale Paolo Toscanelli 112, am Strand Viserbella, Pool, Zentrum 1,4 km
    • San Marino
      • Parcheggio Murata P 10, San Marino Città,  gebührenpflichtiger Wohnmobilstellplatz, Via Napoleone Bonaparte, 20 Plätze, Ortsrand, Wäldchen, Zentrum fußläufig erreichbar, tolle Aussicht, Haltestelle in der Nähe, nur Strom, Ver- & Entsorgung in 2,2 km, max. 2 Nächte
      • gebührenpflichtiger Stellplatz zwischen Murata & San Marino Città, Via Gamella, Wald, mit allem, ruhig
      • gebührenfreier Parcheggio Baldasserona P 13, Via BIgelli 15, 50 Plätze, Ortsrand, nahe der Bergbahnstation, mit allem außer Strom
      • Centro Vacanze San Marino Campeggio, großer, ruhiger Campingplatz auf einer Anhöhe, Strada di San Michele 50, im Grünen, Altstadt 5 km, Pool, ganzjährig geöffnet
    • Florenz
      • Florence Scandicci park, gebührenpflichtiger Wohnmobilstellplatz, Via di Scandicci 241, 40 Plätze, Zentrum fußläufig erreichbar, Haltestelle in der Nähe, mit allem, schmale Einfahrt, für Wohnmobile über 8 m ungeeignet, mit Code (Anruf), Camping verboten
      • Parcheggio Villa Constanza in Scandicci, kostengünstiger Wohnmobilstellplatz an der Autobahn, Uscita Villa Costanza A1, 50018 Scandicci, Haltestelle am Platz, weit zum Zentrum, ohne allem, Imbiss, WC (tagsüber)
      • Parcheggio Gelsomino SCAF, kleiner, gebührenpflichtiger Parkplatz, Via del Gelsomino 7, 10 Plätze, neben befahrener Straße, Haltestelle in der Nähe, Zentrum ca. 30-40 min. Fußweg, mit allem außer Strom, nicht besonders attraktiv
      • Camping Village Internazionale Firenze, baumbestandener Campingplatz im Grünen, Via San Cristofano 2, 50023 Bottai-Impruneta, nahe der Autobahn, Zentrum ca. 6 km, Bushaltestelle ca. 700 m (20 min. zum Zentrum)
    • Cinque Terre
      • gebührenpflichtiger (teurer), kleiner Area Sosta Camper – Il Poggio, SP38, 112, 19016 Monterosso al mare, 14 Plätze, außerhalb von Località il Poggio, auf einem Hügel, im Grünen, mit Wanderweg nach Monterosso (2 km), Cinque Terre-Shuttle-Service, Bushaltestelle gegenüber, schöne Aussicht, Restaurant, mit allem, für max. 8 m Länge, max. 72 Stunden. Tipp: Möglichst reservieren
      • sehr teures Area Camper Moltedi, Via Nuovo Stazione Ferroviaria, 19015 Levanto, 16 Plätze, Ortsrand von Località Moltedi, an der Straße, neben Tankstelle, gegenüber dem Bahnhof, an einer Sportstätte, Strand ca. 1 km Fußweg, mit allem außer Strom
      • gebührenpflichtige Area Attrezzate Levante Camper, Via Privata Liguria 39, 16039 Sestri Levante, 25 Plätze, Ortsrand, Zentrum fußläufig erreichbar, Strand ca. 1 km, mit allem (Strom & Frischwasser direkt am Platz), WC & Dusche, Anreise 15 Uhr-19 Uhr
      • sehr teure Area Camper Moltedi, Via Nostra Signora della Guardia, Levanto, 16 Plätze, Zentrum 500 m, Strand 1 km, sehr laut, enger Parkplatz, Nähe des Bahnhofs, max. 8 m
      • ruhiger, familiärer Camping Acqua Dolce, Via Guido Semenza 5, Levanto, 100 Plätze, direkt am Wanderweg 1, Zentrum 200 m, Haltestelle 400 m, Strand ca. 5 min. Fußweg, Bahnhof ca. 15 min., terrassierter, enger Platz mit Bäumen, ganzjährig außer Weihnachten bis Silvester

    Mit dem Wohnmobil nach Ligurien

    Ligurien und vor allem der Bereich Cinque Terre sind beliebte Reise- und Campingziele für Wohnmobil Enthusiasten. Wir haben einen kleinen Reisebericht dazu für Dich verfasst.

    Route 5: Wohnmobil-Rundreise Brenner – Venedig

    Steckbrief

    • Route:Brennerpass – Vahrn – Brixen – über Trient und den Passo Pian delle Fugazze nach Vicenza – Padua – Montegrotto Terme – Fusina/Venedig – Bardolino/Gardasee – Meran – Abstecher nach Schenna (mit dem Rad oder zu Fuß) – Latsch/Etsch – Haidersee/Lago della Muta & Reschensee Lago di Resia – Reschenpass – Fernpass
    • Länge: ca. 700-800 km
    • Dauer: ca. 2 Wochen
    • Beste Reisezeit: Juni bis September

    Beste Reisezeit der Route

    Da es stellenweise hoch hinaus geht und ich nicht unbedingt Fan der weißen Pracht im Winter inklusive Rutschgefahr mit dem Wohnmobil bin, fahre ich diese Strecken am liebsten im Sommer (Mitte Juni-Ende September). Dann nämlich ist es – gerade oben in den Bergen – angenehm warm und klare Sichtverhältnisse in die Ferne sowie auf die Berge sind relativ sicher.

    Weniger angenehm kann es dann jedoch in Venedig sein, wo die Hitze in den engen Gassen „steht“ und viele Touristen unterwegs sind. Da wir auch Meran und den Gardasee auf dem Programm haben, ist auch dort mit höherem Touristenaufkommen zu rechnen. Gerade am Gardasee ist es jedoch besonders schön, wenn im Frühjahr alles zu blühen und grünen beginnt. Aber man kann im Leben eben nicht alles haben…

    Wohnmobil-Route Brenner-Venedig: Hinweise und Tipps

    Natürlich ist es ein Kinderspiel, direkt – beispielsweise von München aus – nach Venedig und später wieder auf dem gleichen Weg zurück zu fahren. Aber wir wollen ja etwas sehen – außer der Autobahn. Daher führt uns unsere Wohnmobiltour auch über Pässe und zu einigen Zwischenzielen.

    Wir fahren Nebenstrecken, entdecken interessante Sehenswürdigkeiten, erfreuen uns an atemberaubenden Landschaften und Aussichten, müssen aber auch streckenweise schon ein wenig Fahrpraxis – gerade auf einigen Gebirgsabschnitten mit Kehren, Steigungen und Gefällen – mitbringen.

    Beachte: manche Streckenabschnitte sind für Wohnmobile über 3,5 t gesperrt.

    Ich bin sowohl schon einmal mit einem leichteren Wohnmobil die Tour gefahren als auch aktuell mit einem über 3,5-Tonner – wobei ich mich bei letzterem auf die Ansage meines Navis verlasse.

    Routendetails & Highlights der Route entlang der Bretonischen Küste

    Brennerpass – Vahrn – Brixen – über Trient und den Passo Pian delle Fugazze nach Vicenza

    Wir beginnen in Österreich und kommen über Innsbruck, um über den Brennerpass zu fahren. Dabei hast du die Wahl zwischen der gebührenpflichtigen Brennerautobahn (A13) – geht schnell und einfach – und der alten Brennerstraße (B182) – kostenfrei, landschaftlich schöner, aber auch sehr kurvenreich. Auf dem aktuellen Roadtrip nehmen wir die alte Brennerstraße, die teils parallel zur Autobahn führt, und fahren etwas mehr als 36 km auf der B182. Solltest du dich gleich für die Autobahn entscheiden, wäre mein Tipp das Plessi Museum in der Autobahnraststätte Lanz. Wir treffen uns am Vahrner See wieder.

    Meine Strecke führt unter der imposanten Europabrücke durch und passiert einige interessante Ortschaften wie beispielsweise Matrei am Brenner, um schließlich am Brennerpass die Grenze zu Italien zu über„fahren“ (Autsch!) Oben, am 1.370 m hohen Brennerpass, kannst du dich in einigen Outlet-Stores und anderen Läden so richtig austoben.

    Jetzt wechselt auch die Straßennummerierung von B182 zu SS12. Ciao Bella Italia! Hier merkt man oft auch schon, dass das Wetter besser wird. Leider ist die Straße nun für den Durchgangsverkehr für Fahrzeuge über 3,5 t gesperrt und wir müss(t)en auf die Autobahn (A22/E45) ausweichen und Maut bezahlen. Du vielleicht nicht? Dann fahre weiter, es lohnt sich!

    Parallel zu uns fließt die Eisack, italienisch Isarco, und wir kommen am Stausee Franzensfeste vorbei. Bald schon haben wir unser Ziel, das Eisacktaler Dorf Vahrn, häufig als „Tor zum Süden“ bezeichnet, mit geschichtsträchtigen Bauwerken, Möglichkeiten zum Wandern und Radeln sowie dem Verköstigen des regionalen Weines erreicht. Natürlich lockt der Vahrner See zum Baden und Angeln. Leider gibt es am See direkt weder einen Stell- noch einen Campingplatz.

    Lass uns also ein paar Kilometer weiterfahren, nach Brixen, eine der ältesten Städte Tirols, eine Stadt mit mittelalterlichem Charme. Unbedingt anschauen solltest du dir den Dom sowie den  Brixner Kreuzgang – den Chiostro di Bressanone – mit wunderschönen Fresken. Ich persönlich fand das Pharmaziemuseum sehr interessant.

    Weiter geht es nach Trient, italienisch Trento, wo wir Glück mit Stellplatzmöglichkeiten haben. Hier gibt es viel zu sehen: etliche Museen, das Castello del Buonconsiglio mit Fresken, den Domplatz mit etlichen historischen Gebäuden drumherum, sowie weitere Sakralbauten und Palazzi. Gönn dir eine Fahrt mit der Seilbahn über die Etsch und lass dich hinauf nach Sardagna bringen, um von dort einen atemberaubenden Blick zu genießen.

    Ab Rovereto fahren wir auf einer traumhaft schönen, jedoch sehr kurvenreichen, an einigen Stellen recht schmalen und steilen Strecke weiter. Die Rede ist von der SS46. Sie führt uns über den 1.163 m hohen Passo Pian delle Fugazze nach Vicenza. Dort, in einer der reichsten Städte des Landes, warten zahlreiche wunderschöne Palazzi, Kirchen aber auch Anzeichen dafür, dass hier die Schmuck- und Bekleidungsindustrie ansässig ist, auf dich.

    Fahrt durch die Dolomiten

    Padua – Montegrotto Terme – Fusina/Venedig – Bardolino/Gardasee

    Mein nächstes Etappenziel ist eine der ältesten Universitätsstädte Europas, Padua, italienisch Padova. Hier gibt es unzählige Sehenswürdigkeiten, einige davon sind auf den einst im 15. Jahrhundert hier aktiven Bildhauer Donatello bezogen. Dazu zählen das von ihm erschaffene Reiterstandbild auf der Piazza del Santo sowie die Wallfahrtskirche Basilica di Sant’Antonio, wo sich sein Grabmal sowie ein Hochaltar mit Bronzestatuen von ihm befinden. Weitere Sehenswürdigkeiten sind u.a. die Segmentbogenbrücken in der Altstadt sowie Europas drittgrößter Innenstadtplatz – nach dem Roten Platz Moskaus sowie der Place de la Concorde de Paris –, der Prato della Valle mit  78 Statuen, die von einem Kanal umflossen werden. Ein wunderschöner Platz! Ansehen solltest du dir auch den alten botanischen Garten, wo einst Goethe an einer heute noch stehenden Palme studierte. Es gäbe noch mehr aufzuzählen, am besten machst du dir aber selber ein Bild von der wunderschönen Stadt, die leider oft verkannt wird.

    Unweit von hier liegt das Thermalbad Montegrotto Terme. Wie wäre es mit der Pasticceria Dalla Bona, wo du dir köstliche Kalorienbomben einverleiben und dir anschließend  noch etwas Gutes in einer der Kureinrichtungen tun kannst? Ich schlage zudem noch den Besuch des Archäologischen Museums Museo del Termalismo antico e del Territorio vor.

    Zurück Richtung Padua und weiter ans Meer in die Lagunenstadt Venedig. „Venedig sehen und sterben…“, so meinte einst Thomas Mann. Das wollen wir natürlich nicht, aber ich für meinen Teil habe es dreimal gesehen und denke, es reicht. Es ist eine wunderschöne Stadt, mit einmaliger Lage und fantastischen Sehenswürdigkeiten, aber auch eine Stadt voller Touristen. Canale Grande, Rialtobrücke, Markusplatz mit gleichnamigem Dom, Dogenplatz, singende Gondolieri, die Glasbläserinsel Murano und vieles mehr, einfach die komplette Atmosphäre dieser Stadt ist ein oder mehrere Besuche wert. Für unser Wohnmobil gibt es auch Plätze, wobei ich persönlich den Campingplatz Fusina bevorzuge und dort nach ausgiebiger Sightseeing-Tour den gigantischen Schiffen zuschaue, wenn sie beinahe „durch unser Wohnmobilwohnzimmer“ fahren, und abends den Anblick der erleuchteten Altstadt Venedigs genieße.

    Rund 150 km liegen anschließend vor uns. Wir fahren ins Inland, ans Ostufer des Gardasees, nach Bardolino. Natürlich kannst du auch gleich noch den kompletten Gardasee umrunden (siehe Tour „Rund um den Gardasee“), aber dann kommst du weder mit den oben angegebenen Kilometerzahlen noch mit der zeitlichen Vorgabe hin.

    Was kannst du in und um Bardolino herum tun? Natürlich im See baden und Wassersport betreiben, am See spazieren gehen oder eine ca. 5 km lange Wanderung auf den 305 m hohen Monte San Giorgio unternehmen und das Kamaldulenser-Kloster besichtigen. Du kannst dich aber auch einfach nur am Anblick der Vegetation, der Wein- und Olivengärten, erfreuen sowie ins Weinmuseum oder in einen der Weinkeller gehen.

    Zwischenstopp am Gardasee
    Zwischenstopp am Gardasee

    Meran – Abstecher nach Schenna (mit dem Rad oder zu Fuß) – Latsch/Etsch – Haidersee/Lago della Muta & Reschensee Lago di Resia – Reschenpass – Fernpass

    Rund 160 km weiter nördlich kommen wir nach Meran, wo es besonders schön im Frühjahr ist, wenn alles grünt und blüht. Hier findest du (fast) alles: Vor der Kulisse schneebedeckter Berge kannst du das eher mediterrane Meran genießen. Ein ideales Wandergebiet übrigens. Wie wäre es mit dem Sissi-Weg zum Schloss Trauttmansdorff? Wenn du sportlich genug bist, kannst du auch einen Abstecher ins idyllische, 5-6 km entfernte Bergdorf Schenna machen, wo es ein Mausoleum sowie ein Schloss gibt.

    Über die SS38 fahren wir durch den Vinschgau gen Westen. Eine herrliche Strecke, größtenteils entlang der wilden Etsch, wo wir durch eine wunderschöne Gegend und an bekannten Orten wie Naturns, Schloss Kastelbell oder Latsch vorbeikommen. Hier, direkt an der Etsch, legen wir einen erneuten Zwischenstopp ein. Auf dem Gebiet der Gemeinde Latsch gibt es einige historische Burganlagen, wie z. B die Burgruinen Obermontani und Untermontani, sowie etliche Kirchen und Kapellen. Du kannst aber auch einfach nur die wunderschöne Etsch genießen, die direkt neben dem Campingplatz vorbeifließt oder sogar darin angeln. Ein besonderes Erlebnis ist eine Seilbahnfahrt – die Talstation ist ganz in der Nähe des Campingplatzes – auf 1.740 m hoch zum Dörfchen St.Martin im Kofel, wo du eine fantastische Aussicht zu der Gletscherwelt der Ortlergruppe genießt, lecker essen oder wandern kannst.

    Weiter geht’s, über Schlanders, hinter Eyrs auf die SS40 wechselnd, nach Schlunders, eine kurvenreiche Straße zum Haidersee, der auf 1.450 m Höhe und vor dem Reschensee liegt. Wegen der Höhenlage ist der Haidersee zum Baden nur für Unerschrockene geeignet. Dafür kannst du hier wandern und dabei immer wieder fantastische Blicke auf die teils vergletscherten Berggiganten der Ortler-Gruppe um dich herum werfen. Eine komplette Seeumrundung dauert etwa zwei Stunden. Auch Bootfahren – mit Muskelkraft oder Elektromotor – sind ebenso erlaubt wie Kiten oder Surfen.

    Wenn du den unten angegebenen Campingplatz in Sankt Valentin auf der Haide/San Valentino Alla Muta als Quartier wählst, bist du auch ganz schnell zu Fuß oder mit dem Rad an der Staumauer des Reschensees.

    Am Reschensee – dessen unverkennbares Wahrzeichen der aus dem Wasser herausragende versunkene Glockenturm ist – kannst du aber auch auf dem Stellplatz (rund 1.555 m ü. d. M.) der Seilbahn-Talstation stehen. Die Seilbahn bringt dich auf über 2.000 m Höhe zur Schöneben Hütte. Möglich sind aber auch zahlreiche weitere schöne Ausflug am Reschensee/Reschenpass. Besorge dir dafür am besten eine Wanderkarte. Es gibt viel zu sehen!

    Letztendlich endet unsere Reise, indem wir nach dem Reschenpass nach Österreich kommen, um anschließend die malerische, jedoch kurvenreiche Fernpassstraße zu nehmen und nach Deutschland gelangen.

    Unterwegs in den Dolomiten

    Dolomiten Wohnmobil-Route

    Wohnmobil-Route Brenner-Venedig: Stell- und Campingplätze

    • Autobahn-Raststätte Vipiteno/Sterzing, Brennerpass, gebührenpflichtiger & lauter Wohnmobilstellplatz, 300 Plätze, außerhalb von  Sterzing, an der Autobahn, auf einem Rasthof, LKW-Parkplatz nebenan, mit allem, WC & Dusche, Shop & Snackbar
    • Area Brennero – Brenner, an der SS12, Via della Stazione, 20 Plätze, auf italienischer Seite, österreichische Grenze 300 m, gegenüber dem Bahnhof, bei Supermarkt „Eurospin“, gemischter Parkplatz, verboten am 5. & 20. eines jeden Monats sowie am Samstag (Markt), Campingverhalten untersagt
    • Vahrn, Camping „Zum Vahrner See“, Vahrnerseeweg 6, 80 Plätze, kleiner Campingplatz nahe des Sees, oberhalb der Bahnlinie & Autobahn, Ortsmitte 3 km, Haltestelle 3 km, Bademöglichkeit 500 m, Achtung: eher für kleine Wohnmobile, da Zufahrt durch eine Bahnunterführung  mit 3,10 m Höhe & Breite 2,60 m führt, geöffnet 1. April-1. November
    • Vahrn, Camping Löwenhof, Brennerstrasse 60, 50 Plätze, Stadtrand, Wellnessbereich im angrenzenden Hotel mit benutzbar, Camping-Freibad, geöffnet Ende März-Ende Oktober & Ende November-Anfang Januar
    • Brixen, kostenloser Parkplatz, Ecke Peter-Mayr-Str./Dantestr
    •  Brixen-Klausen/Chiusa, gebührenpflichtiger Wohnmobilstellplatz, Griesbruck 10, 20 Plätze, vorm Campingplatz, Bushaltestelle in der Nähe, zwischen Autobahn & Bahn, mit allem, Rasenplatz ist teurer als Schotterplatz
    • Trient, Area Sosta Camper, gebührenpflichtiger, parzellierter Wohnmobilstellplatz, Via Fersina 72, 39 Plätze, Ortsrand, Bushaltestelle in der Nähe, mit allem, WC & Dusche
    • Trient, kostengünstiges Area camper Zuffo, Via Brescia, 9 Plätze, Ortsrand, an der Autobahn, Zentrum fußläufig erreichbar, Haltestelle in der Nähe, mit Schranke & Automat, mit allem außer Strom
    • Vicenza, Parking Viale Cricoli, kostengünstiger Wohnmobilstellplatz, Viale Cricoli 92, 10 Plätze, auf einem Parkplatz, Wasser & Entsorgung
    • Vicenza, Parking Ospedale, gebührenpflichtiger Wohnmobilstellplatz, Viale Ferdinando Rodolfi, beim Krankenhaus, 20 Plätze, Parkplatz, nur für kleinere Wohnmobile
    • Vicenza, Camping Vicenza, Via U. Scarpelli, 35, 72 Plätze, Zentrum ca. 4 km, Haltestelle 700 m, Reservierung nicht möglich, Pool & Wellness-Einrichtungen vom angrenzenden Hotel können mit benutzt werden
    • Padua, Agriturismo Le Cicale, Via delle Granze Sud 55, 5 Plätze, grüne Oase im Wohngebiet, Zentrum 8 km, neben Industriegebiet, max. 72 Stunden, Tipp: Vorbuchen
    • Padua, kostengünstiger Parcheggio Camper Prato della Valle Padova/Park Camper Pontevigodarzere, Via Telemaco Signorini, 30 Plätze, Nähe Ausfahrt Padova Est A4, Supermarkt & Restaurant 100 m, Straßenbahn-Haltestelle, Zentrum 3 km, mit allem
    • Montegrotto Terme, Parcheggio Comunale, kostenloser Wohnmobilstellplatz, Via Ottaviana 31, 10 Plätze, Parkplatz
    • Venedig, s.a.a.O. „Die acht schönsten Städte Norditaliens“
    • Bardolino, Agricampeggio Terra e Sogni, kleiner, sehr teurer Wohnmobilstellplatz/Campingplatz , Via San Colombano 16A, Ortsrand, an einem Bauernhof, weit weg vom See, Pool/Schwimmbad, Waschmaschine, Fahrradverleih, Grillstelle, mit allem, WC & Dusche, Mitte März-Anfang November, Sonderöffnungszeit zwischen 6. Dezember & 6. Januar
    • Bardolino, Park Camper Serenella, gebührenpflichtiger Wohnmobilstellplatz, Via Gardesana dell’ Acqua 21, 10 Plätze, Ortsrand, vorm Campingplatz, Parkplatz, direkter Zugang zum Strand, Frischwasser & Abwasser, kein Strom
    • Bardolino, Camping San Nicolò Bardolino, Viale Dante Alighieri 43, 140 Plätze, Themenpark Gardaland 12, Reservierung erst ab mind. 2 Wochen Aufenthalt
    • Meran, Campingplatz Live Merano Camping, Via Piave 48, 91 Plätze, Ortsrand, Zentrum fußläufig erreichbar, Haltestelle in der Nähe, parkähnlich angelegt
    • Merano, Parcheggio Comunale, gebührenpflichtiger Wohnmobilstellplatz, Via Mainardo, 20 Plätze, Parkplatz (für PKWs), beim Bahnhof, Zentrum fußläufig erreichbar
    • Meran, teurer Wohnmobilstellplatz Prinz Rudolf Smarthotel, Naifweg 29c, an einem Hotel, außerhalb, Wald, Zentrum 4 km, 10 Gehminuten zur Bergbahn Meran2000, Haltestelle am Platz, Stellplatz-Reservierung möglich, mit allem, Dusche & WC, Wellness-Service des Hotels nutzbar, Hund 4 Euro (!)
    • Meran, Parkplatz, Schotterwerkstraße, 2a
    • Meran, kostenloser Parkplatz, Novemberstraße, 100 Plätze, Verboten Freitags 6-17 Uhr & Mitte September-Mitte Mai
    • Latsch, Camping Latsch an der Etsch, Reichsstraße 4, ca. 100 Plätze, Haltestelle 300 m, zwischen Straße & Etsch, direkt am Fluss, zentrumsnah, Bad & Wellnessangebot vom Hotel am Platz nutzbar, terrassenförmig angelegt, Automat für Kassettenentleerung, Jan.-Nov.
    • Sankt Valentin auf der Haide/ San Valentino Alla Muta, gebührenpflichtiger Wohnmobilstellplatz & Campingplatz Camping Thöni, Landstraße 83, außerhalb, Dorfzentrum 450 m fußläufig, Haidersee 750 m & Reschensee 900 m zu Fuß, Blick auf Ortler & Königsspitze, mit allem, WC & Dusche, ganzjährig
    • Resia (Reschensee), gebührenpflichtiger Wohnmobilstellplatz an der Seilbahn in Resia, Via Paese Vecchio 1500, 50 Plätze, außerhalb, Parkplatz, am Nordwestufer, am See,  Zentrum fußläufig 1,5 km, Restaurant, Wasser & WC, max. 1 Nacht

    Fazit: Mit dem Wohnmobil durch Norditalien

    Die von mir vorgestellten Wohnmobil-Touren habe ich individuell, also nach meinem Gefallen, ausgewählt. Die Orte wurden bereist, jedoch nicht immer in der hier angegebenen Reihenfolge.

    Alle sind auf ihre Art besonders, alle besonders schön. Wissen solltest du jedoch auch, dass sich in unserer schnelllebigen Zeit die Stell- und Campingplätze sowie deren Gegebenheiten schnell ändern, sodass es sein kann, dass einige der von mir erwähnten nicht mehr aktuell sind, wenn du das hier liest.

    „Alte“ Wohnmobilhasen wissen um die Problematik, als Neuling wirst du es selber bald feststellen. Manche Veränderungen sind zu unserem Vorteil, manche leider nicht, wieder andere sind derartig, dass der Platz geschlossen ist. Was sich nicht ändert, sind jedoch die wunderschöne Landschaft sowie die Sehenswürdigkeiten. Und das sollte auch so bleiben. Hilf mit!

    Wie wäre es mit einer Wohnmobil-Reise durch Deutschland?

    Die 5 schönsten Routen durch Deutchland

    Es müssen nicht immer Spaniens Süden, die Toskana oder die griechischen Inseln sein. Deutschland hat mindestens genauso viele und schöne Flecken. Auch die deutschen Campingplätze und Wohnmobil-Stellplätze können sich sehen lassen. Also, warum nicht mal im Lande bleiben!?

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