Jeder Urlauber wünscht sich unterwegs ein schattiges Plätzchen zu haben, daher fährt kaum ein Wohnmobil ohne eine Markise. Hier findest du alle wichtigen Informationen rund um das Thema Markise und deren Verwendung, Einbau und Pflege.

Warum sind Wohnmobil Markisen sinnvoll?

  • Sonnenschutz/ Sonnenblende
  • Sichtschutz
  • Regenschutz

Der Gründe liegen ganz klar auf der Hand: Markisen spenden an heißen Sommertagen angenehmen Schatten auf den Campingplätzen, bei Regen schützen sie vor der Feuchtigkeit und darüber hinaus erweitern sie auch den Wohnbereich. Kein Wunder also, dass sie bei den Wohnmobilbesitzern so beliebt sind.

Die Nachfrage nach Markisen, Sonnensegeln und Aufstelldächer steigt ständig weiter. Hersteller wie Dometic, Fiamma und Thule produzieren hochwertige und langlebige Markisen für den Campingbereich. Hinsichtlich der Größen und Auszugslängen gibt es große Unterschiede.

Zudem stehen unterschiedliche Arten und Tücher zur Wahl. Es lohnt sich also, sich vor dem Kauf eingehend mit dem Thema zu beschäftigen und die Angebote zu prüfen. Jeder Kunde hat auch die Möglichkeit, zu entscheiden, ob die Markise einen Motor haben soll.

Der Montageort kann aber auch von den Fahrzeugen vorgegeben sein, da nicht alle Markisen an allen Wohnmobilen angebracht werden können. Für das Anbringen einer Wandmarkise muss die Fahrzeugwand glatt und stabil sein. Zudem benötigt das Wohnmobil einen ausreichenden Platz oberhalb der Eingangstür.

An Kastenwagen können Wandmarkisen daher in der Regel nicht angebracht werden. Bei einem Kastenwagen kommen daher oftmals Dachmarkisen zum Einsatz. Übrigens gehören die Markisen zu der Kategorie Wohnwagenzubehör.

wohnmobil markisenarten

Welche Arten von Markisen gibt es für Wohnmobile?

Hauptsächlich unterscheiden die Hersteller zwischen Wand- und Dachmarkisen. Diese beiden Arten sind sehr weit verbreitet. Aber du kannst auch Fenstermarkisen, Kassettenmarkisen und Sackmarkisen erwerben.

Fenstermarkisen

Eine Fenstermarkise bietet einige Vorteile. Sie hält die Hitze sehr effektiv von dem Innenraum ab, da sie verhindert, dass die Sonne direkt ins Fenster fällt. Der Raum bleibt also schattig und das Raumklima angenehm.

Sie dient zudem auch als Sichtschutz und schützt vor Schmutz, der durch das Fenster kommt. Trotzdem lassen die Markisen noch ausreichend Tageslicht in das Innere. Fenstermarkisen sind somit eine gute Alternative zu Rollläden.

Eine Markise am Bug- oder Heckfenster macht vor allem dann Sinn, wenn dein Wohnmobil länger an einem Platz steht. In der Regel handelt es sich bei den Fenstermarkisen um Fallarmmarkisen, die in eine Kederschiene über dem Fenster eingezogen werden.

Die Stützfüße werden an den Wohnwagengriffen montiert. Der Neigungswinkel der Markise kann mit den Füßen verstellt werden.

Kassettenmarkise

Kassettenmarkisen benötigen nicht viel Stauraum und sind schnell montiert. Sie kann zudem durch Seitenwände zu einem Vorzelt umgebaut werden. Einige Kassettenmarkisen haben auch Gelenkarme, die das Tuch spannen. Meistens werden diese Markisen mit einer Handkurbel bedient, aber du kannst sie auch mit einem Motor nachrüsten.

Im Vergleich zu Sackmarkisen sind Kassettenmarkisen schwerer, aber auch etwas robuster. Kassettenmarkisen werden an der Wand oder am Dach befestigt. Bei der Befestigung an der Wand wird die Markise oberhalb der Tür angebracht. Lasse allerdings einen Abstand von rund 30 cm, damit du die Eingangstür noch gut öffnen kannst. Die Markise darf die Tür nicht behindern.

Wenn du nicht genug Platz über der Tür hast, ist es besser, die Kassettenmarkise an dem Dach zu montieren. Für diese beiden Montagearbeiten benötigst du allerdings Adapter. Sie werden separat von den Herstellern angeboten. Achte aber darauf, dass der Markisenkasten nicht übersteht.

Sackmarkise

Unter einer Sackmarkise versteht man eine Seitenwandmarkise, welche in einem Futteral verpackt ist. Sie eignen sich gut für kleine Fahrzeuge, da sie leicht sind. In der Kederschiene des Wohnmobils werden sie befestigt.

Sackmarkisen sind relativ leicht und du kannst sie daher gut bei kleinen Fahrzeugen wie Minicampern, Campingbussen, Geländewagen und kleinen Caravan verwenden. Die klassischen Seitenwände dienen als Schutz vor der tief stehenden Sonne und sorgen gleichzeitig für eine gemütliche Privatsphäre.

Zudem sind sie luftdurchlässig und lassen die Luft noch angenehm zirkulieren. Neben dem geringen Gewicht überzeugen die Sackmarkisen auch durch ihre kleinen Maße. Sie sind einfach und kompliziert.

Es ist auch wirklich nicht schwer, eine Seitenwand und eine Vorderwand an der Markise anzubringen. Jeder Hersteller legt seinem Produkt eine Anleitung bei. In der Regel wird die Markise aber vor der Montage der Vorderwand vollständig ausgefahren und dann über die Kederleiste in der Frontblende eingezogen.

Mit einer Spannstange werden dann die Seitenwände an der Markise angebracht. Natürlich musst du die Wände dann noch gut spannen, damit sie nicht im Wind herumflattern. Wenn du an die Sackmarkise eine Frontwand und Seitenwände anbringst, hast du ein praktisches Markisenvorzelt.

Da du für die Anbringung keine Bohrung benötigst, sind Sackmarkisen schnell montiert. Du kannst sie einfach mit der Hand ausrollen. Oft muss sie dann nur noch in die Kederschiene eingezogen werden. In der Markisenwalze werden dann die Stützfüße angebracht. Sie sind beim Aufbau also nicht im Weg.

Achte beim Kauf auf die Maße deiner Kederschiene, damit die Markise auch passt. Da sie oft montiert und demontiert werden, müssen Sackmarkisen sehr robust sein.

Markise im Wohnmobil nachrüsten

Mit etwas Geschick und dem richtigen Werkzeug ist es kein Problem, eine Markise im Wohnmobil nachzurüsten. Natürlich kannst du diese Aufgabe auch einem Fachmann überlassen, aber schon viele Wohnmobilbesitzer haben eigenhändig Markisen an ihre Fahrzeuge angebracht.

Aus diesem Grund legt jeder Hersteller den Markisen eine Montageanleitung bei. Adapter sind im Lieferumfang nicht enthalten und müssen extra gekauft werden. Wenn du die Markise in der Hand hast, müssen die Befestigungspunkte der Markise festgelegt werden. Die Höhe sollte die Tür nicht behindern.

Ziehe dann einen waagerechten Strich und setzte den Markisenhalter daran an. Dann werden die Befestigungspunkte angezeichnet, die in der Einbauanleitung vorgegeben werden und die Löcher gebohrt. Kontrolliere vor dem Bohren den Innenraum, damit du nichts beschädigst.

Bei der Dachmarkise wird der Adapter am Dach in einer bereits vorhandenen Regenrinne montiert. Anschließend muss die Markise nur noch in die Schiene eingeführt und dann gespannt werden.

Wohnmobil Markisen Hersteller

Auf dem Markt hat sich eine Reihe von Herstellern etabliert. Zu den Marktführern gehören aber sicherlich Markisen von:

  • Thule
  • Fiammastore
  • Wigo

Diese Markisen zeichnen sich durch ihre gute Verarbeitung und ihre hohe Qualität aus. Zudem sind sie unkompliziert und schnell zu montieren.

Die Hersteller bieten zudem ein vielfältiges Warensortiment mit Adaptern und Zubehör an. Sie geben auch ein Garantieversprechen für ihre Waren. Auch der Umtausch ist in der Regel schnell und unbürokratisch.

Was kosten Markisen für Wohnmobile?

Die Thule Omnistor 5200 Länge 3,75 x 2,50 m Mystic-Grau
kostet 999,00 €. Die Thule Omnistor 5200 weiß 3,05 m mit Motor liegt bei 1.319,00 €.

812 € verlangt Fiammastore für die F45 S 300 Royal Grey 3 m.

Die Wigo Sackmarkise Rollmarkise Rolli Plus 2,5 m ist für 816 € erhältlich. Ein Markisenzelt von Wigo bekommst du für rund 3000 €.

Die Kosten für eine Markise hängen natürlich von dem Modell und der Größe ab. Motorisierte Modelle sind ebenfalls teurer.

Wohnmobil Markise reinigen: so geht´s

Die meisten Markisen sind heute aus PVC und sind daher relativ leicht zu reinigen. PVC ist kratzfest und kann notfalls auch mal nass eingerollt werden, auch wenn es natürlich besser ist, das Tuch vor dem Einrollen trocknen zu lassen.

In der Realität ist dies manchmal aber nicht möglich. Dann solltest du das Sonnenvordach aber schnellstmöglich wieder ausfahren, damit sich kein Schimmel bilden kann. Auch Stockflecken sind ärgerlich. Da die Markisen zwangsläufig mit Staub, Blütenblättern, Laub und Ästen in Berührung kommt, ist es gut, sie regelmäßig zu reinigen.

1. Schritt: Stelle fest, welcher Dreck sich angesammelt hat und organisiere die entsprechenden Hilfsmittel wie eine Bürste, einen Eimer, einen Universalreiniger und einen Schwamm.

2. Schritt: groben Schmutz entfernen
Äste, Blüten und Blätter lassen sich aber problemlos mit einem Besen oder einer Bürste entfernen.

3. Schritt: Flecken entfernen
Für das Entfernen von kleinen Flecken eignet sich ein Universalreiniger, warmes Wasser und ein Schwamm. Hochdruckreiniger sind zu stark, sie können das Tuch beschädigen. Für Flecken, die sich mit dem Universalreiniger nicht entfernen lassen, gibt es spezielle Markisenreiniger.

Sie kosten um die 7 bis 9 Euro. Der Markisenreiniger wird auf das feuchte Tuch aufgetragen. Dann muss er kurz einwirken und kann anschließend mit einem Schwamm abgetupft werden. Reiben wird nicht empfohlen. Anschließend muss das Tuch gut trocknen.

Hilfreiche Tipps für Langlebigkeit der Markise

Damit die Rollmarkisen so lange wie möglich hält, ist es wichtig, sie vorsichtig zu behandeln. Vor allem beim Aufbau solltest du sorgfältig sein. Zudem ist es gut, wenn die Markise bei schlechtem Wetter nicht draußen ist und regelmäßig gereinigt wird.

Eine nasse Markise sollte vor dem Einrollen trocknen können. Bei einer längeren Lagerung im Winter ist es absolut wichtig, dass das Tuch trocken ist. Zudem sollte die Markise in einer geeigneten Tasche verstaut und transportiert werden.

Weiteres Zubehör: Moskitonetze, Lichterketten & Co.

Viele Hersteller bieten für die Markisen sehr nützliches Zubehör an. Moskitonetze schützen im Urlaub vor lästigen Insekten und Stichen. Vor allem in nordischen Ländern oder an Seen sind Moskitonetze sehr hilfreich. Lichterketten sorgen für eine schöne Stimmung und Aufhängungshaken für nasse Geschirrtücher sind praktisch. Für kühlere Abende sind auch Heizelemente eine Überlegung wert.

Außenbereich Wohnmobil

Markise oder doch lieber ein Vorzelt?

Für den Sommerurlaub oder Kurztrips reicht ja meistens schon die Markise am Wohnmobil, aber wer es richtig gemütlich und vor allem windgeschützt haben möchte, der sollte sich Gedanken über ein Vorzelt für das Wohnmobil machen.

Tipps & Hilfe für deine Kaufentscheidung findest du in diesem Beitrag.

Bildnachweis: canva.com