Wer sich den Traum vom mobilen Zuhause in Form eines Wohnmobils erfüllt hat, möchte natürlich so schnell wie möglich damit auf Tour gehen. Bevor in das Abenteuer gestartet wird, ist der fahrbare Untersatz mit der erforderlichen Erstausstattung auszurüsten.

Was benötigt man als Erstausstattung im Wohnmobil?

Für die Erstausstattung eines Wohnmobils ist an so einiges zu denken. Bei der Auswahl der richtigen Grundausstattung ist immer auch das geringe Platzangebot zu berücksichtigen. Die Erstausstattung an Möbeln und Einrichtungsgegenständen betrifft folgende Bereiche:

  • Außenbereich des Wohnmobils
  • Küche
  • Sanitäre Anlagen
  • Wohn- und Schlafbereich

Folgende Einrichtungsgegenstände und Möbel zählen zur Grundausstattung:

  • Klapptisch
  • Campingstühle oder Campingliegen
  • Campingtisch
  • Gasgrill inklusive kleiner oder mittelgroßer Gasflasche
  • Wäscheleine und Wäscheklammern
  • Vorzelt oder Pavillon
  • Sonnensegel oder Markise
  • Trittstufe
  • Fußabtreter, Gummimatte oder Vorzeltteppich
  • Faltbare Wäschekörbe
  • zusammenklappbares Abtropfgestell
  • Ordnungsboxen, faltbare Stoffboxen sind besonders praktisch
  • Taschenlampe, Multifunktions- oder Stirnlampe
  • Bettdecken und Kopfkissen
  • Matratze

Die Liste ist nicht abschließend. Es kommt auf die Ansprüche an, die ein Wohnmobilbesitzer an die Ausstattung stellt.

Tipps für die Grundausstattung

Hier findest Du noch ausführlichere Tipps für Deine Grundausstattung im Wohnmobil – Werkzeug, technisches Equipment, verpflichtende Gadgets & Co.

Stauraum schaffen im Wohnmobil

Es gibt viele Möglichkeiten, ein Wohnmobil clever einzurichten. Die Schaffung von zusätzlichem Stauraum ist hier ein wichtiger Aspekt. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt und vieles ist mit entsprechenden DIY-Anleitungen simpel umzusetzen.

Kisten und Boxen sparen Platz

Mit Kisten und Boxen in verschiedenen Größen und aus unterschiedlichen Materialien lassen sich kleine und große Dinge ideal verstauen. So ist Ordnung im Wohnmobil gewährleistet und neuer Stauraum geschaffen. Besonders faltbare Boxen aus Stoff sind hier praktische Helfer, um Dinge zu verstauen und auch schnell wiederzufinden. Ein Ordnungssystem, bei dem Boxen mit verschiedenen Farben für bestimmte Utensilien verwendet werden, fungieren hier als praktische Helfer.

Die Boxen oder Kisten lassen sich beispielhaft aufteilen in:

  • Grillbox
  • Medizinbox
  • Werkzeugkiste
  • Elektrobox usw.

Es empfiehlt sich bei der Wahl der Boxen und Kisten darauf zu achten, dass diese die gleichen Maße haben wie die Schränke des Wohnmobils. So wird kein Platz verschwendet. Transparente Kisten sind ideal, um die darin beinhalteten Dinge schnell zu finden. Zusätzlicher Stauraum wird eingespart, wenn sich die Kisten aufeinanderstapeln lassen.

Platz sparen mit Stangen

Häufig wird der Platz unter den Hängeschränken schlicht verschwendet. Entsprechende Stangen zum Aufhängen helfen dabei, genau diesen Platz auszufüllen. Hier wird zusätzlicher Stauraum für das Aufhängen von Hand- oder Geschirrtüchern oder Kleidungsstücken geschaffen. Besonders in Bad und Küche sind diese Stangen ein sinnvolles Ordnungselement. Es gibt sie in unterschiedlichen Längen und Ausführungen für die Wand oder die Montage an der Decke. Hängeaufbewahrungssysteme für Kleiderschränke sparen ebenfalls Platz und helfen Ordnung zu halten.

Gepäcknetze als Alleskönner

Die praktischen Helfer kommen überall im Wohnmobil zum Einsatz. Sie sind perfekt, um Kleinkram wie Magazine, Sonnenbrille, Stadtführer und Co., wegzupacken. Sie können sogar am oder unter dem Bett befestigt werden. Die Netze gibt es ebenfalls in den verschiedensten Ausführungen.

Schubladen und Fächer richtig organisieren

In der Küche helfen spezielle Schubladen bei der ordentlichen Trennung des Bestecks. Es handelt sich hier um Einlagen, die es passgenau für Schubladen und Fächer zu kaufen gibt.

Taschen und Beutel

Taschen und Beutel sind die simpelsten Formen, um Ordnung zu halten. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Variationen und sie fassen eine Vielzahl der Campingutensilien. Auch sie können in verschiedene Bereiche aufgeteilt werden, etwa Waschbeutel, Medikamententasche oder Verbandszeug-Beutel, um nur einige Varianten zu nennen.

Das wichtigste ist: Keinen Stauraum im Wohnmobil zu verschenken. Beim ersten Trip funktioniert die Ordnung zu halten häufig noch nicht so optimal. Aber mit der Zeit ist das perfekte System gefunden. Wohnmobilbesitzer haben hier jede Freiheit, immer wieder umzuräumen und ihr fahrbares Urlaubsdomizil nach ihren Wünschen zu verändern.

Alkoven-Wohnmobile schaffen weiteren Stauraum

Wohnmobile mit Alkoven sind die Klassiker im Sektor der Reisemobile. Ein Alkoven-Aufbau befindet sich über dem Fahrerhaus des Fahrzeugs und bietet folgende Vorteile:

  • viel Staufläche
  • separate Schlafplätze
  • angenehme Stehhöhe
  • eine besonders gute Ausnutzung des gesamten Raumes

Beim Alkoven handelt es sich um ein Hochdach. Dieses ragt über das Fahrerhaus des Wohnmobils hinaus. Direkt unter dem Alkoven befindet sich das Cockpit für Fahrer und Beifahrer. Es ist zu beachten, dass Wohnmobile mit Alkoven ein entsprechend höheres Gesamtgewicht aufweisen.

Eine weitere beliebte Dachform ist das Aufstelldach, welches für eine Wohnraumerweiterung im Reisemobil sorgt. Im Gegensatz zum Hubdach heben sich Aufstelldächer nur auf einer Seite, welches sie in Schieflage bringt. Die Ausrichtung kann zur Seite, nach vorn oder nach hinten weisen. Es kommt auf den Grundriss des Wohnmobils an und wo besonders viel Kopf- und Bewegungsfreiheit benötigt wird. Wer über eine mobile Heckküche verfügt, benötigt die Stehhöhe im hinteren Bereich. Bei Kochzeilen im vorderen Bereich empfiehlt sich ein Aufstelldach mit Öffnung am Bug. Seitlich öffnende Aufstelldächer gab es früher häufiger, heute sind sie nicht mehr so gefragt, weil der Zeltbalg bei dieser Variante der Witterung stärker ausgesetzt ist.

TIPP: Wer kennt es nicht vor der Abfahrt – die Angst, etwas vergessen zu haben? Mit einer Wohnmobil-Packliste startest du beruhigt in deinen Urlaub! 

Gestaltungsideen für das Wohnmobil

Die Vorteile von Wohnmobilen haben schon so manchen Urlauber überzeugt. Das unabhängige Reisen in vertrauter Umgebung ist hier nur ein Faktor. Auch das Sparen von Hotelkosten bringt immer mehr Menschen in den Wohnwagen oder das Wohnmobil. Jeder möchte sein Fahrzeug so schön wie möglich einrichten. Einige Camper sind mit der Standardeinrichtung zufrieden, andere ziehen die Luxusversion vor. Individuelle Designermodelle gibt es viele, dafür müssen Camper aber auch recht tief in die Tasche greifen.

Wer selbst kreativ werden möchte, hat die Möglichkeit über eine DIY Anleitung sein ganz eigenes Urlaubs-Reich zu schaffen. Mit etwas Farbe, Lack oder schönen Stoffen werden auch ältere Wohnmobile zur individuellen Wohlfühloase. Gardinen lassen sich leicht in Eigenregie gestalten und auch Sitzbezüge und Sitzpolster sind mit ein wenig Geschick schnell angefertigt. Trennvorhänge stellen ebenfalls ein nützliches Accessoire dar. Auf Pinterest finden Camper eine große Auswahl an DIY-Anleitungen etwa für den Vintage- oder Boho-Stil sowie viele Vorschläge für die passende Dekoration von Reisemobilen.

Auch von außen soll das Wohnmobil ein möglichst modernes Erscheinungsbild aufweisen. Hier können spezielle Aufkleber das eintönige weiße Äußere eines Campingmobils ideal aufpolieren. Aufkleber gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen. Über spezielle Anbieter findet jeder sein persönliches Motiv und kann aus einer großen Auswahl den perfekten Aufkleber auswählen. Eine individuelle Gestaltung ist über ein Online-Design-Programm ebenfalls möglich. Hier kann zwischen verschiedenen Arten von Klebefolien und einer Vielzahl von Farben gewählt und ein eigenes Motiv erstellt werden. Soll das Wohnmobil einen Namen bekommen, ist auch die Fertigung von einem Namensschild ein Kinderspiel.

Lichterketten verschönern das Wohnmobil von innen und außen. Auch bunte Wimpelketten sind ein Hingucker im Innen- und Außenbereich des Reisemobils.

Wohnmobil-Wände gestalten

Bei der Innenverkleidung des Wohnmobils haben Wohnmobilbesitzer ganz individuelle Gestaltungsmöglichkeiten. Hier sollten Camper sich schon vor dem Verlegen der Dämmung überlegen, wo sie später Befestigungsstellen anbringen möchten. Bei der Planung der Unterkonstruktion sind auch Leitungswege zu berücksichtigen. Vom modernen Wandtatoo bis hin zu Verkleidungen mit Stoff, Filz, Sperrholzplatten oder Profilholz bleiben für die Dekoration der Wände im Reisemobil keine kreativen Wünsche offen. Mit ein paar wenigen Handgriffen bekommt das Wohnmobil ein gemütliches Ambiente. Pinterest gibt dazu viele verschiedene Gestaltungstipps.

Wohnmobil-Decke gestalten

Wie auch bei der Wandverkleidung, sollten vor der Montage die Leitungswege verlegt sein. Außerdem ist im Vorfeld zu planen, wo die Lampen angebracht werden sollen. Dieser Platz ist dann für den Einbau der Lampen auszusparen. Wenn Einbauleuchten verbaut werden sollen, ist vorher der Deckenhohlraum auszumessen. Je nach Größe ist gegebenenfalls eine Unterkonstruktion für die Lampe erforderlich. Sperrholzplatten sind häufig zu dünn, um etwas stabil in ihnen zu verschrauben.

Beliebte Materialien für die Decken- und Wandgestaltung im Wohnmobil sind:

  • Schaumstoffplanken
  • Holzpaneele
  • Shiplap
  • Zinndeckenplatten
  • Wandbilder
  • Wandtatoos
  • Stoff
  • Bambusgras
  • Laminatplatten
  • Tapeten
  • Vinyl-Fußbodenbelag
  • Farbe
  • Tissue-Papier

Wohnmobil-Boden gestalten

Bodenbeläge werden häufig für die Innenverkleidung von Wohnmobilen zweckentfremdet. Sie kommen gerne auch für die Wand- und Deckenverkleidung zum Einsatz. Für den Boden eignen sich besonders Materialien wie Fertigparkett, Laminat, Linoleum, Kork, PVC oder Vinyl.

Passende Wohnmobil-Deko

Für ein stimmiges und gemütliches Wohnmobil-Dekor empfehlen sich beispielsweise Wandtatoos oder Wanddekor-Aufkleber. Diese lassen sich leicht anbringen und geben dem Reisemobil das gewisse Etwas.

Es empfiehlt sich, die Möbel und Wände im Wohnmobil in hellen Farben zu halten.

Kleine Räume wirken in hellen Farbtönen gleich viel größer und Wohnmobilbesitzer fühlen sich direkt wohler. Mit folgenden Deko-Tipps kommt mehr Leben in das Wohnmobil:

  • Dekoration in einem bestimmten Thema
  • verschiedene Karten an den Wänden
  • persönliche Fotos
  • selbstgenähte Gardinen und Vorhänge
  • Beleuchtung mit LED-Kerzen
  • passende Wanddekoration
  • persönliche Souvenirs
Wohnmobil Deko
Wohnmobil gemütlich gestalten

Tipps für mehr Gemütlichkeit im Wohnmobil

Bei der Gestaltung des Reisemobils können Camper ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Von dezent bis detailverliebt ist hier alles möglich. Einheitliche Konzepte schaffen hier tolle Effekte.

Mit folgenden Accessoires zieht Gemütlichkeit ins Wohnmobil ein:

  • Teppiche
  • Kissen
  • Plaids und Decken
  • Bilder
  • Lichterketten
  • Girlanden
  • Wimpelketten
  • Wandtatoos oder Wandfolien
  • Möbel- und Fliesenfolie
  • Hängeutensilien wie Körbe, Taschen, Beutel
Wohnmobil gemütlich einrichten

Außenbereich vor dem Wohnmobil gestalten

Bei der Einrichtung des Wohnmobils darf auch die Gestaltung des Außenbereiches nicht fehlen. Die Gegenstände für diesen Bereich wie Vorzelte, Unterstände, Grills und Gartenmöbel müssen bei jeder Reise auf- und abgebaut werden. Diese sollten nicht viel Stauraum einnehmen. In der Regel lassen sich diese Einrichtungsgegenstände klappen oder falten und sind daher äußerst platzsparend. Auch Hängematten bieten eine gemütliche Alternative zu Campingstühlen und -liegen. Der Außenbereich des Wohnmobils wird mit der entsprechenden Beleuchtung wie bunten Lichterketten oder Girlanden zum Hingucker. Kunstpflanzen werten den Außenbereich zusätzlich auf. Pinterest und Co. bieten auch für die Dekoration des Wohnmobil-Außenbereichs viele Ideen und Anregungen.

Außenbereich Wohnmobil
Wohnmobil Gemütlichkeit im Außenbereich

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Bildnachweis: canva.com