Um mit dem Wohnmobil auf Tour zu gehen gibt es viel spezielles Camping Zubehör, das als Grundausstattung erachtet wird und somit mit auf jede Reise muss. Doch die richtigen Life Hacks, auf die kommt man meist erst, wenn man selber öfter unterwegs war. Jeder Camper hat seine eigenen Erfahrungen gemacht und Lösungen gefunden, wie man eventuelle Probleme lösen kann. Einige davon wollen wir hier vorstellen.

Basics beim Camping Zubehör

Das grundlegendste Camping Zubehör umfasst alles, was zur Funktionalität des Wohnmobils notwendig oder dessen Mitnahme Vorschrift ist und sich deshalb immer im Fahrzeug befinden sollte: Gasflaschen inkl. Adapter, Bettwäsche, Küchenbedarf, Kabeltrommel, Wasserschlauch, Feuerlöscher, Verbandskasten, Warndreieck- und -westen, Auffahrkeile bzw. Luftkissen etc.

Zum „Komfort“-Zubehör, also was man dabei haben kann aber nicht zwingendermaßen muss, gehören Camping-Tisch, Camping-Stühle, Markise bzw. Vorzelt, Grill, Omnia-Backofen etc. Darüberhinaus benötigt man natürlich das Zubehör, welches für die jeweilige Reise notwendig ist: Kleidung, Schuhe, Hygieneartikel, Lebensmittel, Ausweisepapiere und Dokumente, Reiseapotheke mit persönlichen Medikamenten etc.

Eine ausführliche Packliste zum Ausdrucken findet Ihr hier: Packliste für das Wohnmobil – mit dieser Packliste vergisst Du nichts mehr!

Camping-Hacks fürs Wohnmobil

Panzertape: wenn man unterwegs mal schnell was kleben, dichten oder reparieren muss, dann ist dieses extrem widerstandsfähiges Klebeband oftmals die Rettung. Natürlich ist es keine langfristige Lösung, doch zur Überbrückung, bis man zu einer Werkstatt o.ä. kommt, reicht es vollkmmen aus.

Wäscheleine: ein Wäscheständer kann sehr sperrig sein und viel Platz im Wohnmobil beanspruchen, weshalb eine leicht verstaubare Wäscheleine praktischer ist. Bei Regenwetter kann die Wäscheleine zudem auch innerhalb des Wohnmobils gespannt werden, wenn es denn nötig sein sollte.

Wäscheklammern: Da es oft auch windig sein kann und man seine aufgehängte Kleidung nicht nach dem ersten Windstoß auf dem ganzen Campingplatz zusammensuchen möchte, sollte man genügend Wäscheklammern dabei haben. Diese dienen zudem auch in vielen anderen Bereichen des täglichen Lebens, wie z.B. zum sicheren Verschließen der Mülltüte oder auch der angefangenen Chips.

Handstaubsauger: wenn man ihn erst einmal hat, dann will man ihn nicht mehr missen. Gerade, wenn man mit Kindern unterwegs ist und die kleinen oder auch schon größeren Krümelmonster gerne Kekse, Chips, Salzstangen oder sonstiges Knabberzeug essen, dann kann dieser handliche Staubsauger tatsächlich die Rettung sein.

Spanngurte: nicht nur zur besseren Gepäckverwahrung auf der Fahrt, sondern auch in Ruhephasen kann ein Spanngurt große Dienste erweisen und sogar zur Diebstahl- und Einbruchssicherung beitragen. Spannt man diesen zwischen die Haltegriffe der Türen im Fahrerhaus, so ist es von außen unmöglich diese zu öffnen und unerlaubt ins Wohnmobil einzudringen.

camping hacks

Poolnudel: Spätestens wenn man selbst nachts auf dem Campingplatz über eine Spannschnur eines Zeltes oder auch der eigenen Markise gestolpert ist, weiß man wozu eine Poolnudel gut sein kann. Wenn man sie quer aufschneidet kann man damit Zeltschnüre und auch sonstige Streben oder scharfe Kanten verkleiden. Nicht nur, dass man die „gepolsterte“ Schnur bzw. Strebe und Kante so auch bei wenig Licht besser sieht, sondern es zudem weit weniger schmerzhaft ist, wenn man trotzdem stolpern sollte oder sich den Kopf stößt.

Feuerzeug: die Raucher in Deutschland werden langsam immer weniger. Inzwischen sind laut deutscher Krebsgesellschaft schon 75% der deutschen Bevölkerung Nichtraucher. Was natürlich sehr gute Nachrichten sind, jedoch mit einem kleinen Nachteil: niemand scheint mehr ein Feuerzeug zur Hand zu haben. Deshalb der Tipp: auch als Nichtraucher kann es nie schaden Streichhölzer oder ein Feuerzeug dabei zu haben, wenn man mal einen gemütlichen Grillabend oder ein Lagerfeuer machen möchte (natürlich nur, wo es auch offiziell erlaubt ist).

USB-Mehrfachsteckdose: ziemlich viele technische Geräte wie Handys, iPads, Kameras etc haben alle ein USB-Ladekabel, weshalb gerade bei einer Familie die wenigen vorhandenen USB-Steckdosen im Wohnmobil heiß umstritten sind. Mehrfachstecker machen deshalb sehr viel Sinn und sind praktisch.

Klemmstange für die Dusche: wer seinen Urlaub die meiste Zeit auf dem Campingplatz verbringt und aufgrund des größeren Platzangebots lieber Dusche und WC dort benutzt, der kann seine an Bord befindliche Dusche getrost in mehr Stauraum umwandeln. Mit einer einfachen Klemmstange kann z.B. mehr Platz für Kleidungsstücke geschaffen werden. Gerade auch im Winter kann dieser extra Raum perfekt zur Trocknung der feuchten Skiklamotten dienen.

Weichspüler statt WC-Chemie: früher oder später wird es passieren… plötzlich geht einem die WC-Chemie aus und man befindet sich irgendwo in der Pampa oder im Ausland, wo man einfach keinen Nachschub bekommen zu scheint. Doch keine Angst: auch dafür gibt es einen Plan B. Die Verwendung von Weichspüler ist hier die Übergangslösung. Mit 2 Kappen direkt in die Toilette kann man die Situation ganz gut meistern.

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Duschhaube für schmutzige Schuhe: wenn Ihr das nächste mal wieder in einem Hotel unterkommt, dann nehmt ruhig die Einwegduschhaube dort mit. Denn auf Reisen mit dem Wohnmobil kann diese wunderbar dazu dienen, vermatschte Schuhe kurzfristig zwischenzulagern, ohne dass man den Schmutz im ganzen Fahrzeug verteilt.

Schale mit Wasser gegen Ameisen: nicht immer will man sich gleich nach dem Essen vom Campingtisch vor dem Wohnmobil erheben und die Teller und Essensreste verstauen, sondern lieber noch ein bisschen sitzenbleiben und die restliche Flasche Wein genießen. Doch schon kommen in Scharen die Ameisen die Tischbeine hochgeklettert. Damit dies nicht passiert gibt es ein ganz einfaches Mittel: stellt die Tischbeine jeweils in eine kleine Schüsseln oder einen Becher mit etwas Wasser darin. So verhindert Ihr, dass die Tierchen den Tisch erklimmen können und euer Essen und die Getränke sind vor den kleinen Plagegeistern geschützt.

Staukisten: hierin kann man so ziemlich alles einfach und vor allem platzsparend unterbringen. Am besten sind durchsichtige, stapelbare Varianten z.B. von IKEA oder auch aus dem Baumarkt, da man auf den ersten Blick sieht, wo das gesuchte Objekt sich befindet und man nicht die ganze Kiste durchwühlen muss. In die Kisten kann man von Kleidung, über Lebensmittel bis hin zu Werkzeug alles prima unterbringen und in der Heckgarage unterbringen. Sperrige Koffer oder Taschen sind somit überflüssig im Wohnmobil.

Fotos von omgimages, SeventyFour und merraya von iStockphotos

Ordnung muss sein

... auch im Wohnmobil

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Viele Camper verwenden gerne Geschirr aus widerstandsfähigem Melamin, jedoch manche bevorzugen bei Trinkgefäßen (Wein, Bier) lieber Glas und bei Tassen Porzellan. In diesen Fällen muss dafür gesorgt werden, dass diese beim Transport nicht zu Bruch gehen.

Um über die Stromsäule auf dem Campingplatz Strom fürs Wohnmobil zu bekommen braucht man ein sogenanntes CEE Campingkabel mit einem Querschnott von 25mm2 und einer maximalen Länge von 25 Metern.