Wohnmobile gibt es bekanntermaßen in allerlei Größen und Ausführungen. Auch bei der Ausstattung innerhalb des Fahrzeugs hat der Interessent verschiedene Grundrisse zur Auswahl. Ausschlaggebend für die räumliche Aufteilung im Reisemobil sind die Schlafmöglichkeiten. Hierbei gibt es diverse Modelle und Betten-Varianten, die auf die unterschiedlichsten Anforderungen abgestimmt sind.

Einzelbetten

Im ersten Moment recht überraschend ist die große Popularität der Einzelbetten im Wohnmobil. Unter all den Betten-Varianten sind diese mit Abstand die beliebtesten und am meisten nachgefragten. Doch es gibt tatsächlich gute Gründe dafür:

  • gute Zugänglichkeit, also ein einfacher Ein- und Ausstieg aus dem Bett
  • bei höheren Einzelbetten hilft ein kleiner Treppenaufgang beim Zugang zum Bett
  • der Partner wird z.B. bei nächtlichen Toilettengängen nicht gestört, da kein „Übersteigen“ notwendig ist
  • zusätzlicher Stauraum unter den Betten mit leichtem Zugang
  • auf Wunsch gibt es Verbindungselemente, welche die Einzelbetten in ein Doppelbett verwandeln lassen

Doppelbett – Mehrere Betten-Varianten

Querdoppelbett

Das Querdoppelbett ist vor allem in kompakteren Wohnmobilen wie z.B. Kastenwagen zu finden. Durch die Bettanordnung im Heck des Fahrzeuges wird optimal Platz gespart und zusätzlich wird ein großer Stauraum unterhalb des Bettes geschaffen. Gerade für junge Leute ist das Bett eine gute Lösung, doch aufgrund des recht schwierigen Einstiegs nicht unbedingt für ältere oder etwas unsportlichere Wohnmobilisten. Gerade für den hinteren Schläfer ist der Einsteige- aber auch Ausstiegskomfort mehr als suboptimal, da man über die andere Person steigen muss.

Französisches Bett

Dieses Längsdoppelbett befindet sich ebenfalls im Heck des Wohnmobils, jedoch wird der hintere Raum mit einem kleinen Sanitärraum geteilt. Das Bett selbst ist in diesem Fall in Fahrtrichtung und der Zustieg wird etwas erleichtert, da beim französischen Bett dieser sowohl von der Seite als auch vom Fussende möglich ist. So kann auch der Frühaufsteher das Bett verlassen, ohne über den Partner klettern zu müssen.

Queensbett

Ein Queensbett kommt einem Bett, wie wir es von zu Hause kennen, wohl am nächsten. Von drei Seiten zugänglich sorgt es für großen Einstiegskomfort. Jedoch dieser Komfort lässt sich nur in einem der größeren Wohnmobile ohne Probleme umsetzen. Für Campingbusse ist diese Art von Doppelbett also undenkbar.

Alkoven

Das Bett in der sogenannten „Schlafnase“ über der Fahrerkabine ist eine weitere der festen Betten-Varianten, die sehr beliebt unter den Campern ist. Meist wird der Alkoven von Familien bevorzugt, da Kinder dieses Bett als spaßig und sogar abenteuerlich empfinden. Der Zugang über eine Leiter hinein in ihre eigene kleine „Höhle“ gibt ihnen den nötigen Rückzugsort, den Kinder und vor allem Jugendliche gerne für sich haben. Wird der Alkoven von den Eltern genutzt gibt es in manchem Alkovenmodellen auch Etagenbetten im Heck, die wiederum von Kindern sehr gerne genutzt werden.

Mehr zum Thema Alkoven findet Ihr in unserem Artikel Alkoven Wohnmobil – Klassiker und Familien-Liebling

Etagenbetten

Meist in Alkovenmodellen zu finden, liegen Etagenbetten bzw. Stockbetten im Heck quer, manchmal jedoch auch längs. Das untere Bett ist zudem hochklappbar wodurch mehr Stauraum geschaffen wird. Etagenbetten sind recht praktisch für Kinder oder  bei spontanen Gästen. Auch beim Kastenwagen wurde die platzsparende Funktion der Stockbetten entdeckt, weshalb diese vermehrt auch hier anzutreffen sind.

Hubbett

Hubbetten sind höhenverstellbare, von der Decke herabsenkbare Betten, die meist im vorderen Bereich über der Sitzecke zu finden sind. Hubbetten sind in den meisten Fällen Doppelbetten, jedoch gibt es auch Einzelbetten. Hubbetten sind vor allem in teilintegrierten und vollintegrierten Wohnmobilen anzutreffen. Bei vollintegrierten gibt es sogar Varianten, die sowohl im vorderen als auch im hinteren Bereich Hubbetten haben, was tagsüber den Wohnbereich erheblich vergrößert und sogar eine Art Wohnzimmer im hinteren Bereich zulässt. Vorteilhaft ist die einfache Bedienung sowie die schnelle Verfügbarkeit des extra Bettes. Tagsüber ist das Bett „unsichtbar“ unter der Decke versteckt, jedoch mit ein par Handgriffen ist ein komplettes Bett mit richtiger Matratze verfügbar, im Gegensatz zur umbaubaren Sitzecke.

Umbaubare Sitzgruppe

Diese Betten-Variante wird meist nur für Kinder genutzt oder wenn man spontan Besuch bekommt. Dabei wird bei der Sitzgruppe der Tisch abgesenkt und mit den Polstern eine Liegefläche geschaffen. Aufgrund der mehreren Polsterteile kann der Schlafkomfort für einen erwachsenen Menschen etwas eingeschränkt sein. Auch die Länge ist begrenzt, so dass für großgewachsene Menschen diese Bettenart nur für den Notfall praktisch ist. Zudem ist das ständige Auf- und Abbauen morgens und abends zeitraubend. Ist das Bett in Gebrauch kann man zudem den Tisch und die eigentlichen Sitzgelegenheiten nicht nutzen. Vorteilig ist jedoch das Platzersparnis, da das Bett nur zeitweise den Raum in Anspruch nimmt und tagsüber der Platz anderweitig nutzbar ist. Auch die Kopffreiheit wird bei dieser Version nicht eingeschränkt, im Gegensatz zum Hubbett, wo die Gesamthöhe etwas limitiert wird.

Bett im Aufstelldach

Aufstelldächer werden immer beliebter und vor allem die Hersteller von Kastenwagen setzen vermehrt auf diese Aufbauart. Durch das Aufstelldach werden 2 weitere Schlafplätze gewonnen, ohne den unteren Wohnbereich platzmäßig zu beeinträchtigen. Da das Bett im Aufstelldach jedoch erklommen werden muss, ist diese Bettenart eher für sportliche Camper geeignet. Nachteilig könnte sich das Aufstelldach im Winter erweisen aufgrund der ungenügenden Isolation. Auch bei Sturm und/oder Gewitter ist das Aufstelldach nicht der sicherste Ort im Wohnmobil.

Foto von Kampus Production von Pexels

Ein Queensbett im Wohnmobil hat bei einer Länge von 2 Metern eine Breite von 1,5 Metern.

Was ist eine Dinette bei einem Wohnmobil?

Die Sitzgruppe im Wohnmobil bestehend aus Tisch und gegenüberliegenden Sitzen, wird als Dinette bezeichnet. Durch das Absenken des Tisches kann mit Hilfe der Rückenpolster ein extra Bett geschaffen werden.

Hoher Schlafkomfort

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