Wohnmobile, Reisemobile und Camper liegen voll im Trend: diese Art des Reisens verspricht Mobilität, Flexibilität und Naturnähe gleichermaßen. Für viele stellt sich also die Frage, ob die Anschaffung eines Wohnmobils überhaupt im finanziellen Rahmen ist, oder ob es vielleicht sinnvoller ist ein Wohnmobil zu mieten. Neben den einmaligen Anschaffungskosten, darf man allerdings auch die Kosten für Unterhalt, Versicherung, Abstellplatz und einige weitere finanzielle Zusatzbelastungen nicht außer Acht lassen. Wir haben das hier für Dich zusammengetragen, damit Du eine Übersicht bekommst, wieviel so ein Wohnmobil eigentlich kosten kann.

Viele Menschen träumen davon, mit einem Wohnmobil in den Urlaub zu fahren. Doch was kostet ein Fahrzeug in der Anschaffung und im Unterhalt eigentlich wirklich?

  • Kraftfahrzeugsteuer: 320 Euro
  • Steuer für das Kennzeichen: 186,67 Euro
  • Stellplatz und Finanzierung: 8.000 – 9.500 Euro
  • Anschaffungskosten:
    • Basisversion ab 30.000 Euro
    • Luxusmodelle ab 200.000 Euro
    • Gebraucht ab 10.000 Euro
  • Sonderausstattung: je nach Wunsch
  • Überstellungsgebühren: 1.000 Euro
  • Anmeldegebühren: 100 Euro
  • Zubehör:
    • Küche und Outdoor: ab 200 Euro
    • Logistik: ca. 150 Euro

Fixkosten eines Wohnmobils

Zu den jährlichen Fixkosten gehören Versicherung und Steuern. Im folgenden Artikel findest du mehr über Wohnmobilversicherungen. Die jährliche Kraftfahrzeugsteuer für ein Reisemobil beträgt 320 Euro, der Camper hat dann ein Saisonkennzeichen für sieben Monate. Die anteilige Kfz-Steuer für das Kennzeichen beträgt 186,67 Euro im Jahr. Die laufenden Gesamtkosten mit Stellplatz und Finanzierung betragen im Durchschnitt jährlich 8000 bis 9500 Euro.

Mögliche Kosten für ein Wohnmobil

Mit der Kaufsumme, den Kosten für die Überstellung zum Händler, Anmeldegebühren und einer zusätzlichen Ausstattung kann schnell eine beträchtliche Summe entstehen. Im Katalog wird oft nur der Basispreis angegeben, dennoch gibt es günstige Reisemobile in der Basisversion schon ab 30.000 Euro, luxuriöse Modelle ab 200.000 Euro.

Dazu kommen dann die Ausgaben für die Sonderausstattung, da die meisten Hersteller wichtige Teile in der Basisversion nicht mit anbieten und die Käufer diese Ausstattungsdetails beinahe zwangsläufig erwerben müssen, wie zum Beispiel die Motorisierung. Die Basismotorisierung mancher Wohnmobile lässt im Punkt Leistung zu Wünschen übrig, meistens reicht die Basismotorisierung für das eigene Vorhaben oft nicht aus und setzt dem Besitzer Grenzen in der Zugkraft. Wenn man vor hat an sein Wohnmobil noch einen schweren Anhänger anzuhängen, so kann die Zugkraft bei den Basismodellen oft nicht ausreichen, dies kann mit einem Upgrade behoben werden. Das Upgrade ist allerdings kostenpflichtig und muss bei der Kostenplanung berücksichtigt werden.

Jeder Käufer arbeitet sich also durch eine lange Liste mit möglichen Optionen. Aus dem Basispreis und dem Ausstattungspreis ergibt sich dann der Gesamtpreis. Um wenigstens ein paar Prozent zu sparen, sollte man nach einem Händlerrabatt fragen.

Ein exemplarisches Beispiel wäre hierfür der Fiat Ducato. Das Basismodell des Fiat Ducato Campers liegt bei 33.486 Euro. In der Basisversion hat der Dieselmotor eine Leistung von 120 PS. Mit 160 PS kostet er dann 1000 Euro mehr. Ein größerer 10-Zoll-Bildschirm im Innenraum schlägt beispielsweise mit 200 Euro zu Buche.

Zusätzlich zum Listenpreis und die Kosten für mögliche Sonderaustattungen kommen die Überstellungskosten von 1.000 Euro, diese werden grundsätzlich gesondert berechnet, genauso wie die Kosten für die Zulassung, Anmeldung und Immatrikulation müssen diese auch vom Käufer berücksichtigt werden. Grob überschlagen belaufen sich die Kosten in Deutschland für die Zulassung mit Kennzeichen insgesamt auf 100 Euro.

Fahrradträger, Markisen, Dachträger, Gaswarner und Solaranlagen verursachen weitere Ausgaben. Für die Küchenausstattung und die Outdoor-Möbel fallen weitere 200 Euro an. Auffahrkeile, Wasserkanister und Kabeltrommeln kosten jeweils 50 Euro.

Anfallende Kosten für ein Wohnmobil

  • Kaufpreis des Reisemobils laut Katalog (Basismodell)
  • Ausstattungsoptionen
  • Kosten für die Überstellung
  • Anmeldegebühren
  • Kosten für Zubehör
  • Versicherung
  • Maut

Wohnmobil gebraucht in Deutschland kaufen

Gebrauchte Wohnmobile sind in Deutschland ebenfalls leicht erhältlich, allerdings fällt beim Gebrauchtkauf die Optionsliste weg. Anders wie bei Neuwagen, wird hier  der Kaufpreis von dem privaten Verkäufer festgelegt, ist aber meistens noch verhandelbar. Durchschnittlich sind Wohnmobile ab einem Preis von ca. 10000 Euro bei einem privaten Kauf zu haben, mit ein bisschen Verhandlungsgeschick kann man den Preis um bis zu 10% drücken.

Die Preise von gebrauchten Wohnmobilen könne auch sehr stabil sein, wenn sie nicht sogar im Wert steigen, selbst Wohnmobile, die 20 Jahre alt sind, können noch 20.000 Euro kosten. Vor allem, wenn es sich um Kultmobile wie den T1, T2 oder T3 von Volkswagen handelt. Sie sind sehr beliebt bei der Womo-Community und genießen ein hohes Ansehen.

Neuwagen vs. Gebrauchtwagen

Angesichts der hohen Kaufpreise stellen sich viele Käufer natürlich die Frage, ob sie sich ein neues Reisemobil oder ein gebrauchtes Reisemobil kaufen möchten. Beide Optionen haben natürlich ihre Vor- und Nachteile.

Vorteile Neuwagen
Nachteile Neuwagen
größere Auswahl der Neuwagenmodelle
hohe Anschaffungskosten
sauber, topmodern und neu
längere Wartezeit in Hinblick auf die Lieferung
Ausstattung ist den eigenen Wünschen anpassbar
Vorteile Gebrauchtwagen
Nachteile Gebrauchtwagen
viel günstiger als Neuwagen
Ausstattung nicht maßgeschneidert
weniger Wertverlust
keine Garantie beim Privatkauf/ 1 Jahr beim Händler
weniger hygienisch, gebrauchte Betten, gebrauchte Küche

Natürlich ist es schön, ein nagelneues, modernes Fahrzeug mit der Wunschausstattung zu fahren. Neue Camper sind in einem Topzustand und blitzblank. Die Möbel und Betten duften frisch und alles strahlt hell und freundlich.

Dies sind natürlich unbestrittene Vorteile, die aber auch seinen Preis haben. Leider haben viele Hersteller inzwischen auch recht lange Lieferzeiten für Neufahrzeuge. Da kann es schon mal passieren, dass man auf den neuen Camper je nach Sonderausstattung sechs bis 12 Monate warten kann.

Kauft man ein junges gebrauchtes Reisemobil, erspart man sich die langen Lieferzeiten und auch etwas Geld. Allerdings sind Reisemobile sehr wertstabil und die Ersparnis daher gering. Beim Kauf eines gebrauchten Campers ist es wichtig, eine Feuchtigkeitsprüfung zu machen.

Eine hohe Feuchtigkeit weist auf Mängel hin, die teure Reparaturen nach sich ziehen kann. Ein muffiger Geruch ist eine Warnung. Im Kaufvertrag sollten die Sonderausstattung, Unfallfreiheit und kein Wasserschaden schriftlich zugesichert werden.

Eine Probefahrt mit dem Camper sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Die Reifen eines gebrauchten Reisemobils dürfen nicht älter als sechs Jahre sein und die Bremsen müssen gut funktionieren. Anhängelast, Stützlast und Zug-Gesamtgewicht müssen angegeben werden und die Deichsel sollte nicht beschädigt sein.

Verschiedene Wohnmobilhersteller im Vergleich

Zu den besten Herstellern von Reisemobilen gehören Fiat, Hymer, Ford, Bürstner und Dethleffs. Alle Firmen haben unterschiedliche Stärken und Schwächen. Da ist für jeden Kunden ein passendes Fahrzeug dabei.

Fiat Ducato Camper: Sieger in den Zulassungszahlen

  • Basispreis: 33.486 Euro
  • Spitzentechnik
  • Raumwunder

Der Fiat Ducato ist aktuell sicherlich das beliebteste Basisfahrzeug für Camper, da er technisch überzeugt. Zudem stimmen der Preis und das Design. Das Basismodell kostet 33.486 Euro.

Die Liste an Optionen ist lang und attraktiv. Die Basis ist vielseitig, personalisierbar und modular. Dem Käufer stehen unterschiedliche Lösungen für Dimensionen und Gewichtsklassen zur Wahl.

Die Kunden erfreuen sich an dem komfortablen Fahrerlebnis. An Bord ist dank der rationalen Aufteilung auch erfreulich viel Platz. Das Verhältnis zwischen der Gesamtlänge des Reisemobils und dem Innenraum ist das Beste auf dem Markt.

Hymer B-Klasse MasterLine I: Luxus

  • Basispreis: 146.900 Euro
  • 4 bis 5 Schlafplätze
  • 789 cm Länge

Die Hymer B-Klasse MasterLine I ist ein perfektes Beispiel für ein gelungenes Reisemobil. Die kompromisslose Spitzentechnik und das ikonische Design sprechen für sich. Mercedes-Benz hat viele technische Details zugesteuert.

In dem gewaltigen Camper können 5 Personen problemlos schlafen. Bbei einer Länge von fast 8 Metern ist dies kein Wunder. Im schicken Innenraum steht alles im Zeichen der „Next Generation“.

Ford Westfalia Nugget: aufgefrischter Klassiker

  • ab 56.669 Euro
  • perfekt für alle Liebhaber von Westfalia
  • Aufstelldach optional

Altbewährtes neu interpretiert: Der Ford Nugget wurde nun zu einem vollwertigen Camper ausgebaut, in dem eine Toilette Platz gefunden hat. Bei der Aufteilung des Innenraums bleibt Westfalia bei der bekannten Trennung zwischen Wohn-, Koch- und Sanitärbereich.

Die Fans sind von der neuen Variante begeistert. Westfalia bietet den Nugget optional mit einem coolen Aufstelldach an. Der Nugget ist wirklich ein echter Goldfund unter den Reisemobilen.

Bürstner Elegance I 910 G: der Riese

  • ab 116.990 Euro
  • Länge von fast 9 Metern
  • beeindruckender Luxus

Das beinahe neun Meter lange Flaggschiff der Marke sitzt übrigens auf einem Fahrgestell des Fiat Ducato, benötigt aber drei Achsen, da es beinahe 5 Tonnen wiegt. Dafür bietet es den Reisenden sehr viel Platz und erinnert in der Tat an eine fahrende Dreizimmerwohnung.

Im Inneren vergisst man fast, dass man in einem Mobilheim steht. Der große Schlafbereich im Heck, das geräumige Badezimmer und die schöne Küche überzeugen vollkommen.

Dethleffs Trend A: familienfreundlich

  • ab 69.299 Euro
  • für sechs Personen
  • Schlafhöhle

Das Schlafabteil über der Fahrerkabine ist ein interessantes Extra und für Familien ideal. Das Raumangebot ist sicherlich schwer zu schlagen. Insgesamt stehen den Reisenden sechs Sitz- und Schlafplätze zur Verfügung.

Die Schlafhöhe von gut zwei Metern begeistert die Kinder, da sie mit einer Leiter erreicht werden kann. Für noch mehr Raum sorgt die große Heckgarage, da ist Platz für viel Spielzeug und Campingzubehör.

Wohnmobil Preisentwicklung

Die Anschaffungskosten eines neuen Campers sind hoch. Dies ist einfach ein Fakt. Selbst eine Luxusreise scheint da manchmal verhältnismäßig günstig. Zudem fallen keine laufenden Ausgaben an.

Trotz der hohen Preise und den notwendigen Investitionen in unteranderem  Campingplatzgebühren oder Anschaffungskosten, gehen immer mehr Menschen auf eine Wohnmobilreise. In den Augen dieser Menschen überwiegen die Vorteile einer Wohmobilreise die der Luxusreise, aufgrund dessen erfreut sich der Urlaub mit dem Reisemobil großer Beliebtheit. Daher ist es erfreulich, dass gebrauchte Wohnmobile in der Preisentwicklung oft sehr stabil sind.

Der Wertverlust von Reisemobilen ist je nach Alter und Hersteller jedoch recht unterschiedlich. Gebrauchte Camper wie der T3 Joker verlieren nicht an Wert. Sie können nach drei Jahren noch zum gleichen Preis weiter verkauft werden.

Ein gebrauchtes Reisemobil, welches rund 12 Jahr alt ist, hat den größten Wertverlust schon hinter sich, durchschnittlich verliert ein älteres Reisemobil jedes Jahr rund 500 Euro an Wert. Dieser Verlust ist sehr überschaubar.

Bei einem neuen Knaus Reisemobil sieht die Rechnung anders aus. Bereits in den ersten 12 Monaten verliert der Camper rund 5000 Euro an Wert, dafür ist man aber der Erstbesitzer eines schönen und sauberen Reisemobils.

Nach 5 Jahren fällt der jährliche Wertverlust eines neuen Reisemobils dann schon weniger ins Gewicht und der Preis stabilisiert sich.

Wie erwähnt haben Wohnmobile im Vergleich zu Autos eine bessere Wertstabilität und können sehr gut nach einigen Jahren weiter verkauft werden.

Campingplatz Kosten

Jetzt da Du alles über die anfallenden Kosten bei einem Wohnmobilkauf weißt, solltest Du dich noch über Campingplatz Kosten informieren, um so der Kaufentscheidung noch ein Schritt näher zu kommen! Hierfür haben wir den passenden Artikel für dich. Jetzt hier lesen.

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