Das Jahr ist noch nicht zu Ende und schon plant man den Urlaub für 2022. Wohin soll es gehen? Werden Reisen uneingeschränkt möglich sein? Welche Art von Urlaub möchte man machen? Flugreise vs Campingurlaub? Wohnmobil vs Hotelurlaub? Die Möglichkeiten scheinen endlich wieder vielfältiger zu sein und doch wird Camping vermutlich auch in 2022 zu den populärsten Varianten gehören. Wer dieses Jahr beim Camping war, der wird höchstwahrscheinlich auch im nächsten zum „Wiederholungstäter“. Was sind die Gründe dafür, dass eingefleischte Hotelurlauber nun auch am Wohnmobil Gefallen gefunden haben?

1. Freiheit und Flexibilität

Geben wir es zu: niemandem hat es gefallen, über längeren Zeitraum zu Hause eingeschlossen zu sein. Natürlich bleibt man auch mal gerne zu Hause, doch wenn es eine Obligation ist ohne genaues Enddatum, dann kann es sehr belastend sein. Mit dem Wohnmobil hat man deshalb umso mehr dieses neu-gefundene Freiheitsgefühl: man kann mit den eigenen 4 Wänden los wohin man will. Bei der Gefahr, dass eine Ländergrenze -aus welchen Gründen auch immer- geschlossen wird, dann fährt man einfach in die entgegengesetzte Richtung. Diese Flexibilität im Campingurlaub öffnet ungeahnte Möglichkeiten des freien Bewegens.

2. Unabhängigkeit

Durch das Wohnmobil ist man nicht abhängig von Flug- oder Hotelreservierungen, welche im Fall von Stornierungen den kompletten Urlaub ins Wasser fallen lassen können. Beim Wohnmobil kann es natürlich auch passieren, dass ein Camping- oder Stellplatz eine bestehende Reservierung cancelt. Das ist dann zwar sehr ärgerlich, aber bedeutet lange nicht das Ende der Reise, denn man kann recht einfach auf einen anderen Platz ausweichen. Man geniesst so eine Unabhängigkeit von Dienstleistern und möglichen Situationen, die ein sorgloseres Reisen zulassen und ein ausschlaggebender Vorteil vom Wohnmobil vs Hotelurlaub ist.

3. Hygiene

Wem die hygienischen Zustände im Urlaub wichtig sind und ein fremdes Haar im Bett schon die eigenen Haare zu Berge stehen lassen können, der wird sich in den eigenen 4 Wänden des Wohnmobils um einiges wohler fühlen. Man hat zwar nicht den Komfort der täglichen Reinigung eines Hotels, dafür kann man aber sicher sein, dass die eigenen Hygienestandards in jedem Fall bestehen.

4. Spontanität

Ein unumstrittener Vorteil vom Wohnmobil vs Hotelurlaub ist die Spontanität. Entspricht der Urlaubsort oder auch der Campingplatz nicht den Vorstellungen? Ist das Wetter regnerisch und sieht es auch nicht nach Besserung aus? All das könnte beim Hotelaufenthalt bedeuten, dass der Urlaub praktisch schon gelaufen ist. Ganz im Gegensatz dazu hat man mit dem Wohnmobil die Chance die Zelte abzubrechen, bzw. in diesem Fall das Vorzelt, und sich auf den Weg zu machen. Einfach immer der Sonne entgegen, bis man den Platz gefunden hat, wo man sich endlich entspannen und den Urlaub genießen kann.

5. Verpflegung

Ein All inklusive Hotel hat sicher seine Vorzüge wenn man an die Verpflegung denkt. Und doch kommt es vor, dass man trotz Riesenbuffet irgendwie das Gefühl hat, dass nach dem 3. Tag alles gleich schmeckt. Ist man in einem Hotel ohne Verpflegung untergebracht, dann muss man wohl oder übel jeden Tag mehrmals ausserhalb essen, was ganz schön ins Geld gehen kann. Im Wohnmobil hat man den Vorteil, dass man die freie Wahl hat selbst zu kochen oder auch auswärts essen zu gehen.

6. Kontrolle über Budget

Hat man für den Urlaub ein begrenztes Budget, kann man den Urlaub recht gut darauf anpassen. Es wird mehr selbst gekocht, statt einem teureren Campingplatz sucht man sich schöne Stellplätze, statt in teure Freizeitparks oder auf Shoppingtouren geht man eher Wandern. Der Grundkomfort der Unterkunft bleibt dank des eigenen Wohnmobils jedoch immer gleich. Was man bei Hotels verschiedener Preisklassen leider nicht behaupten kann.

7. Nachhaltiges Reisen

Es ist bekannt, dass Flugreisen und vor allem Kreuzfahrten alles andere als gut für die Umwelt sind. Natürlich verbraucht auch ein Wohnmobil Kraftstoff, doch der CO2-Ausstoss ist um ein weites weniger und kann z.B. mit vorausschauendem Fahren sogar noch minimiert werden. Die Nachhaltigkeit einer Wohnmobil-Reise kann leichter kontrolliert und beeinflusst werden als bei einem Hotelaufenthalt, wo man keinerlei Einfluss auf Müllentsorgung und umweltfreundliche Nutzung von Ressourcen wie z.B. Wasser hat. Mehr Infos zum Thema findet Ihr hier.

8. Hunde erlaubt beim Campingurlaub

Zur Ferienzeit hat man oft dasselbe Problem: wohin nur mit dem geliebten Haustier? Hamster, Meerschweinchen und Wellensittich sind schnell bei Nachbarn und Freunden untergebracht. Doch nicht jeder findet genauso einfach ein Plätzchen für den Familienhund. Viele Hotels akzeptieren keine Vierbeiner und Flugreisen sind ebenfalls zu umständlich. Deshalb ist der Campingurlaub mit dem besten Freund des Menschen die optimalste Lösung. Der Hund ist happy und man selbst kann den Urlaub auch mehr genießen, da man sich nicht ständig Sorgen machen muss, ob es dem geliebten Fellknäuel auch gut geht.

9. Kein Stress mit dem Gepäck

Koffer packen ist eine Wissenschaft für sich: man möchte so viel wie möglich mitnehmen, doch natürlich auch nicht das maximal zugelassene Gewicht für den Flieger überschreiten. Möchte man umherreisen und ist mit dem Backpack unterwegs, muss man sich auf das nötigste beschränken und so richtig Zeit oder Möglichkeiten die Klamotten zwischendurch mal durchlüften zu lassen hat man eher weniger. In jedem Fall ist man mit einem ständigen Ein- und Auspacken beschäftigt. All dies fällt beim Wohnmobilurlaub nicht an. Natürlich sollte man auch hier die mögliche Zuladung nicht überschreiten, doch zumindest muss man keine schweren Koffer oder Backpacks schleppen, egal wie viel man umherreist.

10. Campergemeinschaft

Der Zusammenhalt unter den Campern eilt seinem Ruf voraus. Egal ob Student oder Doktor, Mechaniker oder Hausfrau, alt oder jung, hier sind alle per Du. Man grüßt freundlich auf der Straße und auf dem Campingplatz, man hilft sich gegenseitig aus, wenn Not am Mann ist.

Selbst wenn in den letzten Monaten vermehrt auf den Sozialen Netzwerken bemängelt wurde, dass vor allem Neucamper wohl nicht mit diesen ungeschriebenen Regeln vertraut sind, so ist die Essenz größtenteils weiterhin ungebrochen. Die Mehrheit der Urlauber auf den Campingplätzen werden früher oder später vom Gemeinschaftsgefühl gepackt und werden zu stolzen Mitgliedern der Camper-Familie. Spätestens zu diesem Zeitpunkt weiß man dann, welche der beiden Optionen Wohnmobil vs Hotelurlaub die geeignetste von beiden für einen persönlich ist.

Foto von Towfiqu barbhuiya von Pexels

Im europäischen Vergleich schneiden Campingplätze in Deutschland, Österreich und Schweden mit durchschnittlichen Übernachtungskosten von ungefähr 30 Euro pro Tag gut ab.

Hunde sind im Normalfall auf Campingplätzen herzlich willkommen und manche bieten sogar spezielle Stellplätze für Hundebesitzer an. Jedoch besteht überall Leinenpflicht.

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