Der Boom beim Campingurlaub begann nicht erst mit der Pandemie. Auch zuvor war dieser Trend schon bemerkbar, doch nun durch Corona wurde er noch verstärkt.
Aufgrund des daraus resultierenden Stellplatzmangels wurde sehr schnell klar, dass Alternativen gefunden werden müssen, um der Nachfrage gerecht zu werden.

Da Wildcampen in Deutschland nicht erlaubt ist, jedoch viele Wohnmobilisten gerne abseits der konventionellen Campingplätze unterkommen möchten, hatten findige Campingfans eine sehr gute Idee: sogenannte Pop-up Camps.

Was sind Pop-up Camps?

Die Basis dieser Idee war es, ungenutzte Flächen, wie z.B. durch Corona leider ungenutzte Festivalgelände, aber auch sonstige große Grundstücke und Gärten einfach in Stellplätze umzuwandeln. Der Bedarf an mehr Stellfläche ist vorhanden und Großveranstaltungen sind nicht erlaubt, warum also nicht einfach 2 Fliegen mit einer Klatsche schlagen und den Platz anderweitig nutzen? Die Grundbesitzer sind froh um die willkommene, alternative Einkommensquelle.

Aus Notlösung wird Geschäftskonzept

Nicht nur Großveranstalter und Besitzer von Festivalgeländen bieten sich an, sondern auch kleinere Betriebe wie Weingüter, Kanuverleihs oder GoKart-Bahnen können daraus einen Mehrwert für ihre Kunden und somit letztendlich auch sich selbst schaffen.

Ähnliche Trends gab es schon zuvor, z.B. „Landvergnügen“ basiert auf einem ähnlichen Prinzip, bei dem z.B. Bauernhöfe Stellplätze bei sich anbieten und so auf zusätzliches Einkommen u.a. durch den Verkauf ihrer eigenen Produkte an die Gäste.

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Temporäre Mode-Erscheinung oder langfristiges Potential?

Die Idee entstand zwar aus der Not heraus, um der plötzlichen, großen Nachfrage nach Stellplätzen Herr zu werden. Jedoch kann sie durchaus auch für die Zukunft ein vielversprechendes Konzept sein. Das große Ziel ist es, vermehrt Camper für den nachhaltigeren Heimaturlaub zu interessieren. Man muss schließlich nicht immer mit dem Flugzeug um die halbe Welt fliegen, um Entspannung und Erholung zu finden. Auch in Deutschland gibt es tolle Gegenden, die perfekt zum Urlauben sind.

Die Fortführung dieser Geschäftsidee ist mit Sicherheit auch im Interesse der neuen Stellplatz-Anbieter, da es fast das ganze Jahr ein extra Einkommen bedeuten kann. Als sehr gutes Beispiel dienen die Großveranstalter: denn selbst wenn die Festivals wieder in vollem Umfang erlaubt sein werden, wird dies meist nur auf die übliche Saison im Juli und August beschränkt sein. Den Rest des Jahres kann die Fläche also weiterhin für Stellplätze für Camper angeboten werden.

Pop-up Camps statt Wildcampen

Ein weiteres Plus dieses Projekts ist die Kreation einer Alternative zum Wildcampen. Die Stellplätze sind aufgrund ihrer interessanten und vor allem abwechslungsreichen Natur auch für Wildcamping-Fans mit Sicherheit eine gute und vor allem legale Ausweichmöglichkeit.

Ein wachsendes Angebot an Pop-Up Camps findet man ganz einfach bei der google-Suche bzw. direkt auf der Plattform www.popupcamps.de.

Fazit

Die befürchtete Stellplatznot durch die ungebrochene und sogar immernoch weiter steigende Nachfrage nach Campingurlaub erfordert kreative Lösungsansätze.

Pop-up Camps bieten neben den traditionellen Camping- und Stellplätzen nun eine weitere legale Möglichkeit für Camper schöne und wahrscheinlich sehr originelle Plätzchen für die vielen Wohnmobile zu finden, ohne lange suchen oder sogar weite Wege ins Ausland zurücklegen zu müssen.

Durch mehr Angebot im Inland wird der Tourismus im eigenen Land angekurbelt und zeitgleich der Campingurlaub nachhaltiger, was auf lange Sicht hin nicht nur der Umwelt zugute kommen wird.

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