Nicht erst seit Corona ist das Interesse an Wohmobilen in allen ihren Ausführungen stark steigend. Ob Camper, Kastenwagen, Alkoven, Teil-oder Vollintegriert. die Nachfrage sowohl bei Wohnmobil-Verkäufern als auch bei -Vermietungen ist so groß wie nie zuvor. Vor allem jüngere Generationen, allen voran die “Millenials” (zwischen 20 und 30 Jahren) haben diese Form des flexiblen, unabhängigen Reisens in ihrem Drang nach Freiheit und Individualität für sich entdeckt. Laut ADAC machen dabei die Neuzulassungen von Kastenwägen und Vans fast die Hälfte aller Neuzulassungen aus (47,5%).

Generation “Instagram”

Vanlife wird das Phänomen unter den jungen Leuten genannt. Dass dies nicht nur ein Trend sondern eine regelrechte Bewegung ist sieht man u.a. auf Instagram: von 9,9 Millionen Beiträgen unter dem Hashtag #vanlife kann man sich inspirieren lassen. Mit dabei z.B. Fotos von (außergewöhnliche) Reisezielen, individueller Innenausstattung und auch Dokumentationen von Do-It-Yourself Projekten, bei denen gezeigt wird wie nach und nach der eigene Traumcamper ausgebaut wird… und alles mit einem Hauch von #freiheit, #abenteuer und #natur.

Reisebloggern, Youtuber, digitale Nomaden haben den Camper ebenso für sich entdeckt wie auch “normale” Camper, Kleinfamilien und komplette Campinganfänger. Ausschlaggebend für die Auswahl des Fahrzeuges ist für viele, dass man so autark wie möglich reisen kann, jedoch zeitgleich auch in städtischen Gebieten aufgrund der immer größer werdenden Parkplatznot nicht in Schwierigkeiten kommt.

Auf Youtube sind regelrechte Serien, die sich nur um das Thema “Vanlife” drehen: von der Planung über die Umsetzung bishin zu Vor-und Nachteilen wird alles ausgiebig erläutert und umschrieben. Dabei findet man Videos von Alleinreisenden, Reisen mit Hund, Pärchen sowie Kleinfamilien (ein sehr ausführlicher Vlog inkl. Videos über Stellplätze, Versicherungen, Kosten u.v.m. ist z.B. Thumanns Life:

Mehr Details und die Videos findest Du auf: https://www.youtube.com/channel/UC–Hh5iuMUgwTwnHMAqX1sw

Und wer es noch ein weniger alternativer mag, der findet mit Sicherheit passende Videos auf dem Youtube-Kanal von Peace Love and Om:

Link zum Youtube-Kanals: https://www.youtube.com/channel/UCNqAk4bI7RQlI1RuqewmQYA

Lifestyle statt “nur” Urlaub

Reisen im Van ist zwar oft nicht günstiger als eine Pauschalreise, doch vielen ist es das wert. Es geht nicht mehr nur um Urlaub an sich sondern es ist für viele eine Art Lifestyle, wo man gerne ein paar Euro mehr ausgibt und dem üblichen “nine-to-five”-Feeling relativ spontan entkommen kann wann immer es einem danach ist. Work-Life-Balance ist hier das große Thema.

Ein weiterer, eher situtationsbedingter und aktueller Faktor für das steigende Interesse am “Vanlife” ist die Möglichkeit der einfacher und schnellen Reaktion auf unvorhersehbare Geschehnisse: der Urlaub ist geplant, doch plötzlich wird die Urlaubsregion aufgrund von steigenden Infektionszahlen wieder geschlossen!

Der Albtraum für viele Pauschaltouristen, wenn der lang geplante und schon bezahlte Urlaub plötzlich ins Wasser fällt und man buchstäblich auf gepackten Koffern sitzen bleibt oder schlimmer noch: am Urlaubsort gestrandet ist. Statt Cocktail am Strand erwartet einen dann die stressige Prozedur des – wenn man Glück hat und dies möglich ist – Umbuchens oder sogar die komplette Absage des Jahresurlaubs und der Kampf um die Rückzahlung.

Wohnmobilisten sind in dieser Hinsicht sehr viel flexibler: schließt eine Region fährt man stattdessen einfach in eine andere Richtung. Ist man schon vor Ort, wenn die Einschränkungen von einem Tag auf den anderen beschlossen werden, packt man buchstäblich seine 7 Sachen und fährt weiter, immer der “Freiheit” entgegen.

Nachfrage für Vanlife steigt

Wie stark die Nachfrage bzw. das Interesse an diesem neuen Lebensgefühl und der Art des Reisens und Arbeitens ist, zeigen auch die Daten aus Google-Trends:

Foto von Sergi Montaner von Pexels